Vorbereitung
Es ist neblig, kalt und Winter, wird Zeit für eine Reise in die Wärme!
Schnell sind meine Freundin und ich uns einig dass es wieder nach Costa Rica gehen soll.
Also schnell den Direktflug der Edelweiss bei der Swiss (weils dort billiger ist) gebucht und das Hirn aktiviert.
Nur...bis da was Endgültiges rausgekommen ist hats noch einige Monate gedauert, in denen die Mietwagen immer teurer wurden...
Zur Sicherheit buche ich im Booking.com mal Unterkünfte für alle möglichen Daten und Orte so, dass ich wieder davon zurücktreten kann.
Denn Ich kenne meine Freundin, sie hat Ansprüche die ich nicht habe.
Und sie lässt sich Zeit...beides ist für die Reiseplanung nicht immer einfach.
Aber so haben wir sicherlich Unterkünfte.
Man(n) lernt...
Nach kurzer Unterredung sind wir uns einig eine entspannte Tour mit lediglich 5 Destinationen zu machen:
- 2 Nächte nahe des Flughafens San Jose in Poasito im 'Poas Paradise' (klick mich) (10°09'28.3"N 84°11'35.0"W)
- 5 Nächte in Bahia Drake (Drake Bay) am Pacifischen Ozean im 'Las Cotingas Ocean View' (klick mich) (8°41'21.2"N 83°39'58.7"W = Parkplatz)
- 1 Nacht am Lago di Cachi in der 'Hotel y Restaurante La Casona del Cafetal' (klick mich) (9°49'42.1"N 83°48'40.6"W)
- 4 Nächte in Cahuita an der zum atlantischen Ozean gehörenden Karibik im 'Cahuita Inn' (klick mich) (9°44'23.8"N 82°50'31.9"W)
- 4 Nächte um in heissen Quellen zu baden nahe des Vulkans Arenal im 'Arenal Nest' (klick mich) (10°25'40.1"N 84°35'58.2"W,
die Rezeption ist im dazugehörenden 'Arenal Palms hot Springs': 10°24'21.9"N 84°35'50.0"W)
- und eine Nacht im Flugzeug auf dem Weg zurück in die dann wohl kalte Schweiz!
Hier findest Du die mit gps aufgezeichnete Karte unserer Tour (klick mich) oder siehe die eingebettete Karte unten:
Das Auto buchen wir wieder bei Sunnycars, denn die bieten eine Vollkasko, die den Namen auch verdient!
Mit €10'000'000.- Abdeckung, während die meisten Vermieter mit $20'000.- oder teilweise sogar mit $3'000.- begrenzt sind!
Wenn mal was passiert, eine(r) verletzt ist und nur $3'000.- versichert sind na dann gute Nacht!
Aber offenbar merkens die meisten Touris nicht dass Vollkasko in Costa Rica nicht dasselbe ist wie bei uns...
So wurde es halt wieder ein 2WD-Kleinstwagen, der reicht einen guten Fahrer für 99% der Strecken in Costa Rica.
Und ja, ich halte mich für einen guten Fahrer...wie fast jeder sich für einen guten Fahrer hält.
...und fast jeder sich irrt!
Ich nehm mich da nicht aus...bin aber recht sicher dass ich zu den Besseren zähle...wie fast jeder... ;-)
Beinahe aber hätten wir einen fünftürigen Suzuki Jimny 4x4 bei Wild-Rider gemietet, den es mit $5'000'000.- als Vollkaskodeckung
gegeben hätte, aber da hätten wir unsere Tour um einen Tag umstellen müssen, was uns nicht gepasst hat.
Also mal wieder mit 4x2 über die Pisten hüpfen, was auf der Osa-Halbinsel auf dem Weg zur Bahia Drake scheinbar dank drei Brücken
nun auch ohne Furt-Flussquerungen möglich sein soll.
Denn die letzte Fähre von Sierpe aus kriegen wir nicht mit Sicherheit, zu lang ist die Strecke von unserer ersten zur zweiten
Unterkunft.
Schon bald ist es so weit, nachdem wir am Wochenende gepackt haben starten wir an einem Montag in den Urlaub!
Tag 1: Ein Tag macht sieben Überstunden...
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Um 09:00 watscheln wir zum nahe gelegenen Bahnhof, wo wir um 09:05 in den Zug einsteigen und um 09:56 im Flughafenbahnhof ankommen.
Schnell mal zum Gepäckschalter und das Gepäck am automatischen Schalter abgeben, was bei mir etwas schneller geht als bei meine Freundin.
Und kaum ist meine Rolltasche weg zeigt der Automat bei meiner Freundin an dass das Gepäck zu schwer wäre und deshalb nicht befördert werden könne...
Na toll, dabei haben wir mit der Gepäckwaage extra noch nachgemessen und noch etwa ein halbes Kilo übrig gehabt!
Wie sich später herausstellt sind danach aber noch Bücher in den Koffer gewandert...die pösen Pücher, die!
Offenbar eher schwere als leichte Kost...
Also zum menschlich besetzten Schalter und dort das Problem geschildert und darauf verwiesen dass ich nur rund 19kg hatte...
...und nach kurzer Überprüfung durch die nette Dame wird der übergewichtige Koffer nach der untergewichtigen Tasche nun doch
mit uns nach Costa Rica reisen!
Aufgrund unserer Erfahrung gehen wir anschliessend direkt zur Sicherheitskontrolle und staunen da nicht schlecht dass man nun
nicht mehr das ganze Handgepäck ausräumen muss, sondern nur Laptops und Tablets rausgenommen werden müssen!
Dummerweise erfahre ich das nachdem ich schon alles wie bisher ausgebreitet habe...GRMPFL!!!
Anschliessend ab in italienische Restaurant im Duty-Free-Bereich und was Feines essen, denn nun haben wir noch viel Zeit.
Zum Beispiel um den lärmenden Baumaschinen direkt vor unserem Fenster im Restaurant zuzuschauen...hach, wie romantisch!
;-)
Anschliessend gehen wir zum Gate, wo wir mehr zufällig mitbekommen dass wir nur boarden dürfen wenn wir vorher bei einem Stand
neben dem Gate einen Fackel mit Stempel abgeholt haben, welchen wir nur bekommen wenn unser Pass online von Costa-Ricanischen
Behörden gecheckt wurde...
...na da hoffe ich doch mal dass diese Behörden keine Probleme mit meinen diversen Forenbeiträgen und meinem Reisebericht haben...
Schon bald ist der Stempel auf dem Fackel und das Boarding beginnt!
Der Flieger ist rammelvoll, so rammelvoll, dass der Kapitän durchgibt dass wir 50kg zu viel Gewicht haben und dass so nicht geflogen
werden kann...
Na toll!
Also muss entweder jemand sofort 50kg abspecken, eine Stewardess hier bleiben oder das Reserverad ausgeladen werden, was weiss
ich wie so was gelöst wird...
Aber schon 10 Minuten später sind die 50kg irgendwie verschwunden und die Fahrt zur Startbahn beginnt endlich!
Auf dem Bildschirm meines Sitznachbarn Wolfgang aus der Nähe von Berlin sehe ich dass man auf Aussenkameras über und unter dem
Flugzeug interessante Dinge sehen kann und so schalte ich die obere und er die untere Kamera ein, so dass wir den Start um 13:41 Uhr schön
verfolgen können.
Wolfgang und ich kommen ins Gespräch und irgendwann kommt dieses auf das Thema 4x4-Notwendigkeit in Costa Rica...
Ein Thema, zu dem ich schon viel gelesen und auch so dies und das geschrieben habe...
Im Gespräch fällt dann irgendwann ein Satz wie '...ein guter Fahrer braucht auch in Costa Rica keinen 4x4...' aus meinem Mund und
sofort werde ich von beiden Seiten mit grossen Augen betrachtet...
Hmm...Wolfgang und meine Freundin sind offenbar nicht ganz meiner Meinung...
Aber egal, wir haben eh schon einen Kleinstwagen gebucht, ohne 4x4.
Und wie die Tatsache dass ich nun hier in der Schweiz den Reisebericht schreibe beweist, sind wir nirgends elendiglich stecken geblieben...
Nach langen zwölfeinviertel Stunden erreichen wir um 18:56 Uhr endlich Costa Rica, indem unser Flieger auf dem Flughafen in Alajuela nahe San Jose landet.
Und wie er landet!
Bei starkem und böigem Wind, mal von vorne und mal von der Seite, wie man an Bäumen erkennen kann...
Der Flieger hopst hoch und runter, dreht sich nach links und rechts, so dass meine Freundin und einige andere die Kotztüte schon mal vorsorglich
in die Hand nehmen.
Hätte ich auch machen sollen, denn auch mein Magen hüpfte hin und her und hoch und runter!
Und dann endlich der erste Aufsetzer!
Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich meine das Fliegerchen (Airbus A350-941, also nicht ganz soooo klein...) hatte mehr als nur einen
Aufsetzer mit dem hinteren Fahrwerk...das war eine der holprigsten Landungen, die ich je erlebt habe!
Nur die Landung in Kathmandu, wo wir fast über das Pistenende gerast sind, war schlimmer...
Doch wir habens überlebt!
Nach dem Aussteigen gehts durch die Passkontrolle und raus, wo uns ein Fahrer erwartet um uns zu unserer ersten Unterkunft zu fahren.
Denn nach schweizer Zeit ist es ja schon bei der Landung 01:56, wir wussten dass wir zu müde wären das Auto noch abzuholen und
selbst zur Unterkunft zu fahren.
Die Fahrt dauert rund 45 Minuten und lässt uns staunen wie lange es steil nach oben geht...wo haben wir denn unsere Unterkunft?
Wir dachten es wäre in einem Ausläufer von Alajuela, aber das 'Hotel Poas Paradise' liegt offenbar in den Bergen auf fast 2000müM!
Vielleicht hätte uns der Name des Hotels einen Hinweis geben können dass es nahe des Vulkans Poas liegt, also im Gebirge...vielleicht...
Und dort ists kalt, KALT, K A L T!!!
Dabei wollten wir doch in die Wärme!
Dazu schaffte es der freundliche Fahrer Kevin nur mit Mühe die steile, holprige, nasse und rutschige Zufahrt hoch.
Im Nachhinein lese in in den Rezessionen auf Google Sätze wie 'Für die knappen 100 Meter Auffahrt zum Hotel sollte man allerdings
einen 4x4 haben, da die Zufahrt eher einem Truppenübungsplatz gleicht.' und '...nur durch eine sehr schlechte Strasse zu erreichen ist.
Ohne Allrad keine Chance'…
Na ja, weder Kevins Auto noch unseres hat Allradantrieb...hmm...warum nur sind wir trotzdem da hoch gekommen???
Wir verabschieden uns von Kevin mit einem kleinen Trinkgeld und klingeln an der Tür, wo uns bald ein freundlicher Herr öffnet.
Er entpuppt sich als der Eigentümer, wenn ich mich recht erinnere heisst er Juan, Carlos oder beides...
Erst wird mal das Formelle erledigt und dann der Essraum gezeigt, anschliessend das riesige Zimmer mit dem riesigen Bad bezogen!
Wau!

Oben: Das etwas kitschige Cheminee im Essbereich wird uns unsere Frühstücke und Abende bei einem Glas Wein erwärmen...
was aber wegen der aktuellen Kältewelle auch nötig ist!

Oben: Das Zimmer, am folgenden Morgen vom Bett aus fotografiert...weil wir da unter den warmen 5 Decken liegen konnten!
Denn eine Heizung existiert nicht, da sie normalerweise nicht nötig ist.
Aber aktuell herrscht eine Kältewelle wie es sie noch nie gegeben haben soll...

Oben: ...'gefühlt wie 8°C'....na danke Costa Rica!

Oben: Unser Balkon mit nebligem Ausblick, der sich noch als wunderschön erweisen sollte, ohne Nebel...

Oben: Das Bad, die Erste: Klo und Bidet, im Durchgang zum Restbad und von diesem per Schiebewände abteilbar.

Oben: Das Bad, die Zweite: Einsicht in die Dusche.

Oben: Das Bad, die Dritte: Aussicht auf die sehr spezielle Badewanne mit Kiesboden...
Zu Abend essen wir nichts, da wir schon im Flieger bespeisst (oder heissts 'verspeisst'?) wurden...
Aber ein Glas Wein liegt noch drin, danach gehts ab in die Heia unter total 5 Decken...!
Buenas Noches!
Tag 2: Brrrr...
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So um 05:00 bin ich wach und hab warm, kein Wunder bei 5 Decken plus Leintuch sowie meine Freundin gleich neben mir.
Aber ich muss raus, die Toilette ruft so laut dass ich Angst kriege sie würde das ganze Haus wecken...also geb ich nach und besetze
sie trotz schlottriger Kälte!
Es ist nicht nur sehr kühl sondern auch sehr feucht, Ersteres alleine wäre nicht wirklich ein Problem, zusammen mit seinem Freundchen
'Feuchtigkeit' ist die Kälte jedoch sehr unangenehm.
Auch auf dem Klo...zumal ich mich auch noch umgewöhnen muss, denn in Costa Rica wirft man und frau das benutzte Papier nicht in
die Schüssel sondern in einen separaten Behälter.
Da es aber ein Bidet hat schau ich mal ob da nur kaltes oder auch warmes Wasser kommt.
Etwas wundern tu ich mich darüber dass der Auslass nicht wie in bella Italia bei den Bediengriffen ist sondern in der Schüssel
steckt und senkrecht nach oben zeigt...die spinnen doch, die Cost Ricanischen Sanitärler!
Wie soll man denn da treffsicher drauf ohne alles nass zu machen???
Aber eben, erst mal schauen ob es warmes Wasser hat, also Hahn etwas öffnen und PLATSCH, schon spitzt es an die Decke!
Wau, toll!
Denn nun tropfts mir kalt aufs unterkühlte Hirn...zumindest fast, es hat ja noch eine Schädeldecke und einige Haare drüber.
Aber darauf tropfs wirklich...
Der Hahn war natürlich sofort wieder zu...
Minim vorsichtiger öffne ich den Hahn wieder und schon bald darf ich bemerken dass es warmes Wasser hat!
Haleluja, und diesmal ungeduscht!
Die folgenden genauen Details erspare ich Euch, nur so viel: Ich gehe zwar duschen aber richte keine weiteren Katastrofen mehr
an und verlasse das Bad nach dem Säubern lebend und wohl hygienisch rein.
Also wieder unter die warme Decke, wo meine Freundin auch schon erwacht ist, und den baldigen Sonnenaufgang erwarten.
Schon bald erhebt sich unser Sönnlein, dummerweise aber liegt Nebel...der sich nur langsam lichtet!
Auch wir erheben uns irgendwann, ziehen uns an und räumen unser Gepäck von Flugpackung in Fahrpackung um.
Heute um 15:00 holen wir unseren Kleinstwagen bei Europcar (10°00'17.0"N 84°10'54.7"W) in Alajuela ab und da brauch ich
dann das Navi sowie einige andere Dinge.
Ob wir dann den Koffer, die Rolltasche, den Handgepäckkoffer und den Rucksack alle in den Kofferraum bringen ist eine andere Frage...
...ist ja die kleinste Wagenklasse, die wir gebucht haben, mit Klima und als Handschalter!
Denn ich hasse es Automaten zu fahren, erst recht wenn sie keine kräftigen Motoren haben.
Wir gehen noch kurz raus auf den Balkon und bemerken dass es nieselt...
...Costa Rica ist wettertechnisch wirklich (noch) nicht nett zu uns!
Also zum Frühstück, denn ab 07:00 Uhr wird das aufgetischt!
Ein Paar sitzt schon da, an dem Tisch an dem wir gestern Abend noch etwas Wein getrunken haben.
Ich grüsse mit einem 'Pura Vida' und einem Lächeln im Gesicht, werde aber nur blöd angeschaut, kein Gruss zurück, nichts...
Unfreundliches Pack!
Dann erscheinen schon die frühstückbringenden Damen und der Chef, alle sehr freundlich ohne übertrieben freundlich zu sein, angenehm!
Den Kaffee würde ich, verglichen mit dem was ich sonst trinke, als gefärbtes Wasser mit etwas Kaffeegeschmack bezeichnen, aber
das ist in Costa Rica nun mal so.
Für die Verhältnisse hier ist er wirklich gut!

Oben: Zuerst gibts die in diesen Breiten sensationell schmackhaften Früchte...

Oben: ...dann das nach unseren Wünschen zubereitete Ei mit den üblichen Beilagen. Sehr gut!
Während meine Freundin duscht geh ich trotz Nieselregen mal etwas ums Haus und bemerke dass der Garten schon sehr schön ist!
Als ich zurück komme sitzt meine Freundin auf dem Bänkchen des Balkons und dort...nieselt es nicht!
Eigenartig...
Denn das Dach des Hauses reicht nicht über das Bänkchen...
Schon beginnt die Sonne etwas durchzudrücken und wir werden wettertechnisch etwas zuversichtlicher!
Beim Dasitzen fällt mir auf dass es auf der anderen Hausseite selbst im Garten nicht genieselt hat...seltsam!
Offenbar befindet sich ein Teil unseres Balkons genau an der Nieselgrenze...und das nun schon den ganzen Morgen!
Na ja, andere Länder, andere Sitten, offenbar auch beim Regen...
Da sieht meine Freundin eine Kolibri am Busch nahe unseres Balkons und schwupp ist er auch schon wieder weg, ab in Richtung des Gartens!
Also pack ich meine Kamera mit dem längsten Objektiv und den 2-fach-Konverter, den ich dazu habe.
Also im KB-Vergleich 1600mm Maximalbrennweite.
Aber auch eine minimale Blende von 13...also nicht wirklich lichtstark...
Draussen finde ich Blumen, Kaninchen und Vögel...und ausser bei unserem Zimmer keinen Nieselregen!
Seltsam...

Oben: Wie geschrieben: Blumen!

Oben: Wie geschrieben: Kaninchen!

Oben: Wie geschrieben: Vogel! (Jaja, ich hab weiter oben in Mehrzahl geschrieben, darum folgen noch mehr...)

Oben: Kolibri an der einzigen Kolibritränke im Garten!

Oben: Und nun beginnt es zu regnen, so dass nebst dem vorherigen Vogel auch der Kolibri geduscht wird...

Oben: Bald schon sind Wetter und (ein anderer) Kolibri wieder trocken...

Oben: Ein weiteres Vögelchen will sich im Geäst verstecken, was natürlich misslingt...

Oben: ...und der versucht sein trauriges Versteckspiel in einem schwarzen Anzug, trotzdem erwischt!

Oben: Das Hotel von der Einfahrt her betrachtet.

Oben: Auf der Einfahrt steht ein Baum der mir wegen der weissen Gehängsel auffällt...offenbar herrscht hier noch im Februar Weihnachtsstimmung!

Oben: Und nun hat sich der Nebel verzogen und das Nieseln hat auch aufgehört, selbst auf unserem Balkon.
So sehen wir endlich mal unsere Aussicht!
Man sieht Alajuela und die Anfänge der Cordillera de Talamanca, der höchsten Gebirgskette Mittelamerikas!
Schon bald ists 14:00 Uhr und unser Fahrer kommt an, diesmal heisst er Luis und hat einen SUV und spricht einige Sprachen!
Nur nicht deutsch und sehr wenig Englisch und sehr wenig Italienisch, dafür Spanisch, Portugiesisch und Mandarin!
Tja, trotzdem schaffen wir es uns irgendwie miteinander zu unterhalten, netter Kerl!
Wir düsen also wieder 45 Minuten nach Alajuela zu Europcar (10°00'17.0"N 84°10'54.9"W), wo wir ihm ein Trinkgeld geben und uns verabschieden.
Rein in die gute Stube und uns anstellen bis ein freier Mitarbeiter sich genehmt, uns zu bedienen.
Auch er spricht keine unserer Sprachen sondern nur Spanisch, und er ist wohl einzigartig in Costa Rica:
Denn er ist der einzige eher unfreundliche Einheimische den wir in Costa Rica erlebt haben!
Na ja, hauptsache er weiss was er tut und wir bekommen unser Auto.
Noch kurz die Pässe und Führerscheine kopieren bzw. einlesen und schon steht das Autochen da!
Klein, aber nicht klein genug um nicht Beulen, Risse und Kratzer wie ein Grosser zu haben!
Es ist ein Hunday i10 Grande, also die Stufenheckversion des i10, den wir auch in der Schweiz kaufen können.
Und er ist ein Automat!
Geht ja gar nicht!
1,2-Liter-Motörchen und Automat in einem gebirgigen Land, Hilfe!!!
Doch sie haben keinen Handgeschalteten mehr...also beissen wir in den Wählhebel und übernehmen das Teilchen!
Natürlich nicht ohne ein mehrminütiges Video rundrum und innendrin zu drehen...denn es hat sehr viele Beschädigungen, und für die
möchten wir nicht bezahlen müssen!
Wobei wir ja eh Vollkasko ohne Selbstbehalt haben, und zwar Vollkasko wo wirklich alles drin ist, nicht wie sonst in Costa Rica üblich!

Oben und unten: Hier steht der Kleine schon vor dem Hotel, aber textlich passts hier halt rein, fotografiert am Folgetag morgens.

Erst danach montiere ich mein Navi mit OpenStreetMap-Karte von Costa Rica, Stand ende Januar 2026, also absolut aktuell!
Wir fahren dann wieder rauf in Richtung Hotel, aber daran vorbei in Richtung Vulkan Poas!
Und wie erwartet ist das Wägelchen keine Rakete und auch das Schalten ist nicht sonderlich schnell...besonders beim Runterschalten!
Aber positiv ist dass es eine eigene Schaltgasse hat, wo man die Gänge selbst anwählen kann, so kann ich Automat akzeptieren!
Plötzlich sehen wir ein Schild zu einem 'Cascada', also einem Wasserfall!
Also schnell das kleine Lenkrad rumgedreht und weitergehoppelt, immer schön den Schlaglöchern ausweichend.
Doch anstatt eines schönen Wasserfalls sehen wir nur eine Nebelsuppe um uns herum...und Nieselregen!
Doch nun weiss ich weshalb wir Nieselregen haben!
Das ist die Gischt des Wasserfalls, der unweit unseres Hotels rumplätschert!
Darum der Nebel, darum das Geniesel!
Brauchen wir nicht, haben wir ja auch im Hotel, also weiter in Richtung Vulkan, für dessen Besteigung wir jedoch kein Permit haben.
Und scheinbar oben auch nicht kaufen können, denn gemäss unserem Hoteldirektor kann man die Permits nur im Dorf Poasito kaufen.
Trotzdem fahren wir einfach mal rauf, ist ja eh schon relativ spät.
Auf dem Weg hinauf hoppeln wir auch an einer Wiese vorbei, die eine tolle Aussicht verspricht, und ich halte natürlich an!

Oben: Aussicht von der Strasse am Vulkan Poas auf Alajuela, San Jose und die Talamanca-Berge, links 'unser' Niesel-Nebel.
Nach dem Fotostop fahren wir noch weiter rauf, aber dort ist eine Schranke, also kehren wir um.
Da in eine rhalben Stunde eh schon die Sonne untergeht beschliessen wir uns ein Restaurant fürs Abendessen zu suchen.
Schnell haben wir eines gefunden, das im Gegensatz zu den anderen Restaurants hier offenbar über einen geschlossenen Raum verfügt.
Denn es ist nur etwa 12°C 'warm', was in der Sonne schon reicht, nach Sonnenuntergang jedoch sehr kühl wird um am Tisch zu sitzen.
Es ist das 'Restaurante El Sabor de la Montaña' in Poasito, also 'unserem' aktuellen Wohndorf.
Schnell ist was bestellt, die Preise sind tief und es erinnert eher an einen Schnellimbis, jedoch mit vielen Tischen.
Warm ists da jedoch nicht, trotzdem laufen die Bediensteten alle in T-Shirts und kurzen Hosen rum.
Die haben wohl nichts Anderes, da es hier sonst nie so kalt wird, nicht mal im kältesten Monat Dezember!
So erzählt es zumindest der Kellner.

Oben: Um 18:14 steht das Essen auf dem Tisch und es schmeckt besser als wir erwartet haben!
Doch wir müssen uns über andere Touris aufregen, die reinkommen, dabei die Türe offen lassen und sich schlotternd um einen
Gasstrahler stellen!
Toll, der kalte Wind weht nun quer durchs Restaurant, wo Leute sitzen und essen wollen ohne dabei steiffgefrohren zu werden!
Was für Idioten!
Ich steh auf und gehe die Türe schliessen, danach geht eine von denen raus um zu rauchen.
Und was meint Ihr, hat sie die Türe hinter sich geschlossen?
Nein, natürlich nicht!
Was für eine Hohlbirne!
Zum Glück sind wir fertig und können an die Kasse um Souveniers anzuschauen und um zu bezahlen.
Ab ins Auto und die paar hundert Meter zum Hotel zurück.
Dabei fahre ich erstmals die Strecke hoch, die andere als 'Truppenübungsplatz' und nur mit dem 4x4 zu bewältigen betiteln.
Na ja, was soll ich sagen...ich weiche einigen Steinen und Hügeln aus, positioniere die Räder auf den höchsten Punkten statt in
den tiefen Fahrrinnen und schwupps, sind wir ohne Probleme oben beim Hotel.
Drinnen trinken wir am Kamin, den wir selbst befeuern dürfen ('Bedient Euch am Feuerholz, fühlt Euch wie zuhause, wollt Ihr etwas Wein?')
noch je zwei Gläser des wirklich guten chilenischen Rotweines, überreden den Hausherrn das Frühstück morgen eine halbe Stunde früher
geniessen zu können, bezahlen und gehen danach ins Zimmer und bald ins Bett, denn morgen fahren wir die längste Etappe der Reise,
da will ich ausgeschlafen sein, buenas Noches!
Tag 3: Navi mit schwächelnder Karte...4x4 im 4x2...
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Auch heute ist es warm unter den fünf Decken, draussen im Zimmer jedoch noch immer nicht.
Wie sind beide vor 06:00 Uhr wach, noch vor den Weckern.
Bald sind die wichtigen Sitzungen und Reinigungen gemacht und es geht ans packen für die lange, laange, laaange Etappe nach Drake Bay!
OK, theoretisch sinds rund 380km, in Europa wäre das innnert einiger Stunden geschafft, aber wir sind hier in Costa Rica, wo selbst
auf den wenigen Autobahnen manchmal nur 40km/h, meist aber 60 oder 80km/h, ganz selten auch 100km/h erlaubt sind!
Und Autobahnen hats nur wenige, Berge und bergauf wie bergab sehr langsame Lastwagen hats jedoch viele.
Dazu weis sich dass die letzten 30-40km schlechte Schotterpiste sind, denn wir werden mit dem Auto nach Drake Bay fahren, da wir
nicht mit Sicherheit die letzte Bootsverbindung um 16:00 Uhr ab Sierpe erwischen!
Um 06:30 setzen wir uns wie abgesprochen an den Frühstückstisch und mampfen drauf los, vorher habe ich schon die grossen Gepäckstücke
ins kleine Auto geladen.
Nach dem Frühstück zahl ich noch unsere Weine und Wasser und schon müssen wir uns aus dieser sympathischen Unterkunft verabschieden.
Um etwa 07:30 Uhr gehen wir zum Auto und fahren los.
Gestern haben wir das Auto ja mit vollem Tank übernommen und rund 45km gefahren, heute kommen rund 380 dazu, mal schauen wie viel der
Kleine verbraucht!
Mein Navi navigiert uns rum und schon bald müssen wir links auf eine kleine Nebenstrasse abbiegen, die immer wieder steil nach oben oder
genauso steil nach unten führt, der Kleine muss immer wieder mal den ersten Gang bemühen und ich bemühe ebenso diesen Gang um abwärts
nicht allzu schnell zu werden.
Bald heisst es vom Navi dass wir rechts abbiegen sollen, und dort wo es den Befehl zum Abbiegen gibt sehe ich was ich bisher nur vom Lesen
in Costa-Rica-Foren her kannte: Ein Schlagloch, in dem ganze Autos verschwinden könnten!
Ist hier zwar nicht passiert, aber immerhin stehen da drei Männer und ein ausgewachsener Raupenbagger im Loch drin, komplett!
Scheint fast so als hätten sie das rund 6m tiefe riesige Loch absichtlich gemacht....hmmm...
Na ja, ohne Helikopter kann man dieses Loch aktuell nicht überwinden, darum drehen wir um.
Macht natürlich Riesenspass so was am Anfang einer langen Fahrt zu haben...die Zeit fehlt uns dann eventuell am Abend!
Also runter nach Alajuela und durch die Stadt mit ihren Staus...
Auf dem Weg noch einen Bancomaten suchen, der uns Colones rauslässt.
In San Pedro de Poás halte ich am Strassenrand an und gehe zu einem Bancomaten, der jedoch ausser Betrieb ist.
Meine Freundin wartet derweil im Auto.
Ich sag ihr kurz dass ich zu einer anderen Bank muss, die gleich etwas hinter dem Auto in einer Querstrasse ist und sie doch schnell
warten soll.
Macht sie auch brav und ich beeile mich!
Jedoch beeilt sich der Bancomat ganz und gar nicht, nein, er spukt nichts raus!
Also geh ich in die Filiale wo niemand etwas Anderes als Spanisch spricht und versuch mich zu verständigen.
Am Schluss ergibt sich ein lautstarkes aber freundliches Gespräch zwischen den drei Damen, dem Sicherheitsmann und mir.
Als Resultat versuch ichs mit Hilfe des Sicherheitsmannes nochmals, aber auf seinen Tipp hin mit nur 100'000 Colones, für die
diese 'Banco Nacional' 5'500 Colones zusätzlich verrechnet.
Und da ich das sieben mal mache um die gewünschten 700'000 Colones zu bekommen dauert und dauert und dauert es halt...
Als ich endlich aus dem Kabäuschen raustrete steht schon meine Freundin mit unfreundlichem Gesicht da und erklärt mir dass sie nie
mehr im Auto auf mich warten werde...
Ui...aber ich muss gestehen, auch wenn ich mich wirklich beeilt habe, es hat lange gedauert!
Also zurück zum unaufgebrochenen Auto und ab in Richtung Alajuela.
So geschätzt gegen 09:30 erreichen wir endlich die Autobahn und ich fahr in die falsche Richtung ein...na toll!
Wobei die falsche Fahrtrichtung gemeint ist, nicht dass ich als Geisterfahrer unterwegs gewesen wäre...nur ums klar zu stellen...
Denn nun stehen wir in einem Stau und müssen zur nächsten Ausfahrt wieder raus.
Bald ist das auch geschafft und wir sind endlich unterwegs in Richtung Meer!
Dabei müssen wir an total 3 Zahlstellen bar bezahlen, immer kleine Colones-Beträge.
Bei Pozón verlassen wir auf Anweisung des Navis die Autobahn und biegen nach Süden ab.
Etwas südlich von Tárcoles erreichen wir erstmals das Meer und fahren dann leider nicht wirklich der Küste folgend an Jacó und
Los Angeles (das LA ohne Hollywood) vorbei, Uvita hinter uns lassend nach Palma östlich von Rincon.
Schon bei der Abzweigung auf die Osa-Halbinsel sagt meine Freundin dass ich tanken solle, da wir nicht wissen ob wir auf der Halbinsel
tanken können und hier gerade eine grosse Tankstelle wäre.
Ich schau auf die Uhr, auf den Tankanzeiger (noch 4 von 12 Striche) und auf die gefahrenen Kilometer seit dem Volltanken (über 400)
und rechne mir somit noch 100km Restweite aus, während das Navi noch was von 30-40km erzählt...
Also sag ich dass wir noch locker genügend Benzin haben um auch wieder zu der Tankstelle zurück zu kommen.
meine Freundin akzeptiert es widerwillig...
Im Nachhinein weiss ich dass das wohl Luftlinie gewesen sein muss odrr so...doch später mehr dazu...
Kurz nach Rincon sehe ich ein Schild nach rechts auf dem der Weg zu einem Eingang zum Corcovado-Nationalpark angezeigt wird und
Ich sage noch zu meine Freundin dass wir von der Logik her ja eigentlich da hätten abbiegen müssen, doch das Navi zeigt uns klar dass es
weiterhin geradeaus geht.
Also folgen wir dem Navi.
In der Ortschaft Palma soll ich dann in eine ungeteerte Nebenstrasse einbiegen, und brav wie ich bin gehorche ich dem Navi natürlich...
meine Freundin kommts merkwürdig vor und sie schaut auf Google Maps nach, das einen anderen Weg zeigt.
Nämlich die gefahrene Strecke zurück...
Da ich aber die wirklich neueste Karte von OpenStreetMaps drauf und mit dem in Ostafrika gute Erfahrungen habe, was ich von Google
Maps nicht sagen kann, beharre ich darauf dass das schon die richtige Strecke ist.
Zumal meine Freundin sich über die Zufahrt im Vorfeld ja nicht informiert hat und ich mich schon, denn gemäss mehreren Forenbeiträgen und auch
gemäss dem Hotelmanager kann man seit Kurzem problemlos mit dem Auto nach Drake Bay fahren, zumindest seit über alle Flüsse über Brücken
statt nur durch Furten gefahren werden kann.
Also kanns ja nicht so wild sein.
Die Piste verschlechtert sich aber je länger je mehr, es wird schon bald schwirig das Auto so zu fahren dass die rund 14cm Bodenfreiheit
ausreichen um den Unterboden heil zu lassen.
Trotzdem fliegen trotz geringer Geschwindigkeit (1. Gang knapp über Standgas, mehr liegt nicht drin) bald mal zwei Steine hoch und wohl
an den Auspufftopf, denn danach scheppert dieser fröhlich vor sich hin.
Und plötzlich sehe ich vor mir eine Auffahrt zu einer Brücke und innerlich sing ich ein kleines 'Halleluja'...doch hinter der Auffahrt
hats keine Brücke!
Haleluja! Nochmals!
Unten hats eine Furt, ich fahr da mal in die Nähe und steige aus, während meine Freundin auf mich einredet nicht auf die Idee zu kommen da
durch zu fahren.
Ich zieh meine Schuhe aus, ziehe die Strandschuhe an und schau obs irgendwo in der Nähe tief genug ist dass sich ein Krokodil
verstecken könnte, was es aber zum Glück nicht ist.
Also wate ich durch und achte nicht nur auf die Bodenbeschaffenheit sondern auch auf die Wasserhöhe und wie wir ins und aus dem
Wasser fahren könnten...
Anschliessend vergleiche ich die Wasserhöhe mit dem Auto, dem ich zum Glück schon mal in den Motorraum geschaut habe und weiss wo
die elektrischen Anlagen wie Alternator und Anlasser sind, und entscheide dass die Durchfahrt weniger schlimm ist als die Rückfahrt.
Rein und ab ins Wasser mit dem Kleinen, ganz langsam, so dass möglichst keine Bugwelle entsteht.
Genau nach Erinnerung die Bogen fahren und zum Schluss scharf rechts den flachsten Abhang hoch und...
GESCHAFFT!!!
Unterboden- und Schwellerwäsche inklusive...
Noch schnell ein Bildchen von der Furt und der zerstörten Brücke und weiter gehts!

Oben: Der eben durchquerte Rio Rincon...rechts die Überreste einer Brücke...es ist 16:11 Uhr und um etwa 17:50 geht die Sonne unter...
Auf dieser Seite des Flusses ist die Piste wieder etwas besser und ich freu mich schon dass wir offenbar nun das Schlimmste hinter
uns haben, und nach einiger Zeit und knapp 3km holpern wir um eine Kurve und stehen vor der nächsten Furt bei 8°39'42.4"N 83°30'26.5"W!
Na toll!
Und die Furt ist tiefer, breiter und an unserer Seite des Flusses hats einen rund 20cm hohen senkrechten Absatz!
Die Stimmung war schon mal besser...
Also wieder aussteigen, wieder nach Krokodilen Ausschau halten, wieder die Wassertiefe prüfen, alles wie gehabt!
Nur dass ich mir diesmal noch Gedanken machen muss wie ich ohne Beschädigung in den Fluss rein komme!
Das Rauskommen ist hier hingegen einfach.
Aber es hat neben einem Stacheldraht, der auch über den Fluss gespannt ist, nur auf rund 1,8m relativ flaches Wasser, weiter vom
Stacheldraht entfernt fällt der Flussboden schnell ab...
Wird also eng...und wenn das Auto die originalen Verschlussstopfen nicht mehr im Boden hat wird Wasser in den Innenraum gelangen...
Unerfreulich!
Dazu kommt die Problematik mit der Einfahrt...
Die geht nur wenn ich diagonal über den Absatz fahre, dann steh ich aber um fast 90° falsch im Wasser...
Also so weit wie nur irgend möglich nach links, das Auto diagonal zum Absatz stellen, mit dem vorderen linken Rad über den Absatz fahren,
dann gleichzeitig mit dem vorderen rechten und dem hinteren linken Rad über den Absatz, dann volleinschlag nach links und...
...es klappt!
Ich komm genau auf die schmale, weniger tiefe Stelle und kann durchfahren!
Lustigerweise hatten meine Freundin und ich unabhängig voneinander dieselbe Idee wie es klappen müsste...denn sie wollte auf keinen Fall
mehr umkehren!
Ich war diesmal derjenige der ans Umkehren gedacht hat.

Oben: Hier hab ich die Durchfahrt mal versucht aufzuzeichnen...
Nachdem wir auch das überstanden haben holpern wir weiter und kommen schon bald an eine Abzweigung, nämlich an die Piste die die
schon mehrfach angesprochenen drei Brücken hat und die scheinbar problemlos zu befahren sei.
Zumindest ist die Piste besser als die Bisherige, obwohl sie in der Trockenzeit (also jetzt) als Schwirigkeitsgrad SG3 oder sogar SG3-4
bezeichnet wird!
Zumindest findet man dies so im Internet, gemäss folgender Einteilung wars meiner Meinung nach eine SG2-3.
Die bisher gefahrene Piste war wohl eine klare SG3...schätze ich.

Es geht auf und ab, man muss konzentriert sein um den Schlaglöchern, den Spurrinnen, den spitzen Steinen und den Kiesnestern auszuweichen.
Das Lenkrad dreht sich hier wohl mehr als die vier Räder zusammen...
Irgendwann erreichen wir eine sehr steile Steigung, schon von unten sehe ich dass rechts schon viele mit den Antriebsrädern gescharrt
und damit die Piste zerstört haben, links hingegen ist die Piste akzeptabel.
Also spiel ich 'Fahren in England' und brause im ersten Gang rauf.
Wir sind schon über der Hälfte der Steigung, da kommt oben aus der Kurve ein Auto entgegen und ich muss auf die schlechte Seite
ausweichen...und schon merk ich wie die Räder im dort lockeren Schotter-Dreck-Gemisch durchdrehen!
Interessanterweise beide Räder gleichzeitig, also hat das kleine Autöchen entweder ein limitiertes Sperrdifferential, was ich eher
nicht glaube, oder ESP!
Letzteres würde mittels Bremseingriff beim durchdrehenden Rad helfen da raufzukommen, da somit die Motorkraft (hahaha, 'Kraft'!)
aufs andere Rad übertragen wird!
So versuch ich mich nachdem uns das entgegenkommende Auto gekreuzt hat, wieder nach links zu kommen, aber...
...es klappt nichjt, wir bleiben stecken!
Von unten kommt ein weiteres Auto, ein Vorderradgetriebener SUV, links hoch und fährt an uns vorbei, dann lass ich uns nach hinten
runter und versuch dabei etwas nach links zu kommen, was leider nicht so ganz klappt.
Aber ich kann wenigstens wieder nach oben anfahren!
Mit Müh, Not und ASR beginnt sich das Auto in Bewegung zu setzen, als plötzlich einer daherzurennen kommt, sich an die Beifahrerseite
stellt und schiebt!
Haleluya!
So schaffen wirs auch da rauf!
Oben halt ich an, steig aus, geh auf den Typen zu (er wars der uns überholt hat), breite meine Arme aus und rufe ihm 'my Hero'
zu, was ihn wohl etwas verwirrt!
Egal, meine Freundin und ich sind froh um seinen Wunsch uns zu helfen, auch wenn ich im Gegensatz zu meine Freundin der Meinung bin dass wir zum
Zeitpunkt seines Eingreifens schon aus dem Gröbsten raus waren.
Er und seine Partnerin sind auch Touris und wollen auch nach Drake Bay, also fahren wir im kleinen zweier-Konvoi weiter.
Auch wenn er unnötig langsam fährt ist das besser als alleine in einer eventuell noch folgenden Steigung stecken zu bleiben...
...man weiss ja nie!
Aber es gibt keine solchen Situationen mehr bis er von der Strecke abzweigen muss.
Wir fahren neben ihn und durch die geöffneten Fenster bedanken wir uns nochmals und verabschieden uns, in der Hoffnung uns in den
nächsten Tagen wieder zu sehen.
Was aber leider nicht geschehen wird.
Schade!
Während wir uns verabschieden macht die Sonne nichts Anderes, denn auch sie verabschiedet sich von uns und geht dabei völlig unter.
Schon im Dunkeln erreichen wir Drake Bay, parkieren am Strand und suchen das Hotel.
Das Navi hat uns erst in einen kleinen Seitenweg gelotst, da haben wir das Hotel aber nicht gefunden.
Später hat sich gezeigt dass wir schon direkt neben dem Hotelparkplatz gestanden sind, da aber nichts angeschrieben war haben wir es
nicht bemerkt.
Wir steigen also am Strand aus und schauen mal auf das Dorf...das von hier einen recht abgefuckten Eindruck hinterlässt...
Ich staune da mir Drake Bay als ein Traum empfohlen wurde...von jemandem, auf dessen Aussage ich bisher immer setzen konnte!
Na ja...aktuell mehr Alp- als Traum.
Nirgends ist unser Hotel angeschrieben, so gehen wir in eine Bar und fragen mal nach.
Die Antwort erfreut uns weil das Hotel offenbar wirklich existiert, erschreckt uns aber auch weil uns gezeigt wird welche Treppe
wir hinaufgehen müssen...phu!!!
Es hat mindestens 30°C, eine hohe Luftfeuchtigkeit, wir sind fix und foxy, unsere Blasen haben ihre Dehnbarkeit erreicht und nun
sollen wir geschätzt einen rund 30-40m hohen Hügel hoch zum Hotel, ohne Lift!
Also reissen wir uns zusammen und stampfen da hoch...
Vorbei an einem Souvenierladen, an Gärten und einem Restaurant erreichen wir endlich schnaubend und mit weit herum spritzenden
Schweissdrüsen die Rezeption.
Müssten wir nicht so keuchen und beide dringendst mal zur Toilette wäre das Einchecken schnell gegangen...
So dauerts halt etwas...
Der Mann hinter dem Tresen ist derjenige, welcher mir geschrieben hat dass man nun problemlos mit dem Auto nach Drake Bay fahren kann.
Während meine Freundin kurz muss erzähle ich ihm von unserer Fahrt mit den zwei Flussdurchfahrten und er kann kaum glauben was er da hört!
Er sagt mehrmals dass es keine Flussdurchfahrten gibt bis wir beide langsam checken dass wir eine falsche Route genommen haben!
Dann schaut er mich mit grossen Augen an und staunt eine Weile.
Offenbar hat er nun begriffen wo wir durchgefahren sind.
Nun wird das Gepäck zum Thema und er fragt wo wir das haben, ich antworte dass es noch im Auto am Strand steht.
Darauf sagt er dass er mit uns runterkommt und uns den Weg zum Parkplatz zeigt.
Also wieder die Treppen runter...wir werden noch fit vor lauter Treppentraining!
Unten angekommen sage ich zu ihm dass er und meine Freundin doch bitte hier kurz warten sollen, ich gehe das Auto alleine holen.
Er machts, ich hols und fahre das kurze Stück zu ihm hoch, das von der Strassenbeschaffenheit auch als Offroad bezeichnet werden könnte.
Im Ernst, ich hab an den folgenden Tagen 4x4 gesehen die da durchdrehende Räder hatten...
Als er 'mein' Auto erblickt bekomm ich Angst dass seine Augen rauskullern und das Hallszäpfchen sich erkältet...
...so mit offenen Augen und offenem Mund steht er etwa eine Minute da und schaut das Auto von vorne bis hinten und zurück mehrmals an,
dann sagt er dass hierher normalerweise nur Leute mit einem 4x4 kommen...
Aha, das hat er mir aber nicht geschrieben als er geschrieben hat dass man mit dem Auto nach Drake Bay fahren kann...
Na ja...
Beide steigen ein und wir fahren zum Parkplatz, wo wir ja schon mal standen.
Endlich können wir die schweren Taschen und Koffer aus dem Auto holen...aber erstaunlicherweise freue ich mich nicht darauf damit
zum Hotel hoch zu gehen, denn meine Freundin als Frau möchte ich die beiden 20-23kg schwerden Gepäckstücke nicht rauftragen lassen und
der Hotelangestellte reicht mir bis zur Brust, dem will ich das auch nicht antun.
Doch während ich noch überlege hat er sich schon den schwersten Koffer auf die Schulter gehieft und ist losgelatscht!
Also pack ich den Rucksack, mein Handgepäck und meine Rolltasche (die ich tragen statt rollen muss) und verfolge ihn!
Doch er geht nicht zur Treppe sondern nach hinten, wo es eine steile Rampe mit Serpentinen hat, was wesentlich angenehmer ist
als jede Treppe!
Bei der Rezeption angekommen muss ich ihn als 'very strong man' loben, was er mir angesichts des von mir getragenen Gepäcks
auch zurückgibt.
Doch wir sind noch nicht oben, denn unser Zimmer ist das oberste, also noch ein hohes Stockwerk höher als die Rezeption, und nur
eine Aussentreppe führt da hoch!
Aber auch das überleb ich noch knapp.
Fix und Foxy hauen sich meine Freundin und ich erstmal für einige Minuten aufs Bett bevor wir das Zimmer mal richtig anschauen.

Oben und unten: Das Zimmer


Oben und unten: das dazugehörende Bad

Nachdem wir wieder unter Puls 120 gekommen und etwas zu Menschen hergerichtet sind gehen wir runter und ins Restaurant, wo uns
schnell mal je ein Mojito und bald darauf das bestellte Essen geliefert wird!

Oben: Mein Essen

Oben: Ihr Essen...und beide schmecken wesentlich besser als sie aussehen!
Bald nach dem Essen gehen wir aufs Zimmer und sagen buenas Noches, was für ein Tag!!!
Tag 4: Bahia Drake, Drake Bay oder Agujitas? Egal...Kennenlernen ist angesagt!
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Sehr gut haben wir geschlafen, sehr gut!
Kein Wunder nach den Anstrengungen von gestern, immerhin waren wir ohne eine einzige Pause, nicht mal zum Pinkeln, von 07:30
bis 18:00 Uhr unterwegs, das sind zehneinhalb Stunden am Stück im Auto!
Nun also auf zu neuen Taten!
Als erstes erklimmen wir unseren Balkon und geniessen die Aussicht im Schaukelstuhl, von denen genau zwei auf dem Balkon neben
der Hängematte stehen!

Oben: Und so sah die Aussicht aus den Schaukelstühlen aus...so lässt sichs aufstehen!
Beim zurück ins Zimmer gehen entdeck ich etwas, was ich hier im Dorf wirklich nicht erwartet hätte:
Einen Jaguar!
'Staun'
Kann das wirklich wahr sein, dass ich in diesem Urlaub einen Jaguar sehe ohne in einen Zoo zu gehen???
Einen, der nicht vier Räder hat???
Offenbar schon, schnell das Handy gezückt und 'knipps'!
...
...aber auf dem Bild erscheint er mir etwas flach...aber sieh selbst:

Oben: Da liegt er herum, diesmal ohne 4 Räder, dafür als Fussmatte...
Anschliessend gehen wir runter ins Restaurant, denn wir haben für heute ein Frühstück gebucht!
Kaum sitzen wir werden auch schon die Früchte auf dem Teller serviert, herrlich!
Zumindest für mich, denn meine Freundin mag von den drei Früchten nur die nasse Anna...
...aber Gentleman wie ich bin helfe ich der Dame gerne aus ihrem Dilemma!
Auch der bestellte Tee und der ebenfalls bestellte Kaffee werden an den Tisch gebracht, dann kommt auch das bestellte Rührei:
Voll mit Kallorien für den Tag machen wir uns bald auf um die Umgebung zu erkunden, doch vorher noch rauf ins Zimmer und das Gepäck
wohntauglich zubereiten.
Anschliessend gehen wir die Treppe runter und zum westlichen Ende des Dorfes, das gelinde gesagt unschön aussieht. Also umkehren
und in Richtung Osten gehen, wo uns schon bald ein nach alkoholabhängiger landstreichender Althippie erinnernder Typ anspricht.
Freundlich ist er ja, nur verstehen tun wir halt kein Spanisch, auch seines nicht.
Wir gehen am ersten kleinen Supermarkt vorbei und beim Zweiten hinein, um unter Anderem Trinkwasser zu kaufen.
Aber der bietet nicht was wir wollen, also zurück zum Ersten, denn der bietet ebenfalls nicht was wir wollen, aber von da müssen
wir das was wir nicht wollen und trotzdem kaufen nicht so weit tragen.
Denn so eine 5-Liter Flasche Wasser hoch zum Zimmer tragen ist auch schon morgens bei 'nur' rund 30°C nicht so angenehm.
Wenn sich danach herausstellt dass das Wasser nach Chlor schmeckt erst recht nicht...
Gescheiterweise meiden wir die Treppe und nehmen die Rampe, angenehm ists trotzdem nicht wirklich.
Nach einiger Zeit gehen wir wieder runter und in die Bar, in der wir nach dem Hotel gefragt haben, und genehmigen uns dort einen
Smoothie, ich mit Passionsfrucht und wasserbasierter Zubereitung, meine Freundin Mango-Banane mit milchbasierter, frischer Zubereitung.
Diese schlürfen wir mit Blick zum Meer, herrlich!
Und das ist der richtige Zeitpunkt um Bilder dieses bisherigen Morgens zu zeigen:

Oben: 'Drei Engel für Charlie'??? Ist Charlie denn gestorben??? Fragen über Fragen...

Oben: Offenbar ein Costa Ricanischer Elektriker bei der Arbeit, ohne Helm und ohne Sicherheitsweste! :-O

Oben: Sein Lehrling hängt lieber im schattigen Wald herum...

Oben: Genau, wir sind hier in der Drake Bay

Oben: Und mitten im Dorf hats Strand...leider mit vielen Motorbooten, die bis ins seichte Wasser fahren...
...und sehr selten, aber auch schon mehrmals Krokodile...meist kleine, aber auch schon 4-Meter-Tiere sollen gesichtet worden sein.
Haben uns einheimische erzählt...die Tiere schwimmen von den Flüssen bis 15km ins Meer hinaus, sagte auch ein Guide...
Ein Grund für uns die Badehose trocken wieder in den Koffer zu packen...
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Oben: Dabei sind die Strände wirklich nicht zu verachten...denken sich offenbar nicht nur Menschen...

Oben: Selbst die Pelikan-Staffel bietet hier ab und zu eine Flugshow.
714
Oben: Aussicht aus dem genannten Restaurant

Oben: Handyfoto eines roten Ara's im Baum...

Oben: Die Flugshowteilnehmer fliegen zurück...

Oben: Auch das: Foto mit dem Handy! OK, es hat einen optischen 10-fach-Zoom und es ist ein Ausschnitt...aber immerhin: Handy!

Oben: Aber mein Handy kann nicht nur Aras, Pelikane und Strände sondern auch Leguane!
Danach wollen wir etwas weiter nach Osten gehen, da soll es einen Pfad haben der zu einem schönen Strand führt, hat uns der Hotel-
Manager erzählt.
Nach dem unschönen Teil des Dorfes beginnt ein Weg, der im Wald, aber immer nahe der Küste, weiter in Richtung Westen führt.
Durch den Schatten der Bäume ist somit auch meine im Nieselregen der ersten Lodge erstaunlicherweise etwas verbrannte Stirn
etwas geschützt, was auch kein Nachteil ist.
Wobei ich, der ich nicht so schnell einen Sonnenbrand bekomme, mich schon frage da einen bekommen konnte...
Egal, wir spazieren gemütlich über den Weg, der zum Badestrand 'Cocalito Beach' führen soll, und freuen uns an einigen Pflanzen und Tieren.
Sehr eindrücklich ist nicht nur ein grosser Bambus, vor dem jemand Fotoposing betreibt, sondern auch eine riesige Würgefeige.

Oben: OK, das ist nun nicht die Würgefeige und ich gebs zu, ich hab die Dame, die sich so gern fotografieren liess, per
Windows-11-KI-Fotobearbeitung entfernt, sie war links noch im Bild.
Bald schon kommen wir an einem überdachten Sitzplatz mit mehreren Bänken und Tischen vorbei, wo ein alter Mann mit Fernglas sitzt
und sich an der Natur erfreut.
Wir beschliessen uns auch dahin zu setzen, zumal der Platz offensichtlich zu einem Restaurant gehört, das offenbar vom
Hotel
Águila de Osa betrieben wird.
Als wir nach mehreren Minuten, in denen wir mehrmals vom Personal gesehen wurden, noch nicht bestellen konnten stehen wir auf,
packen unsere Baderucksäcke und gehen weiter.
Kurz darauf stehen wir vor einer geschätzt 20m langen Hängebrücke und da zeigt sich wieder mal ein bekanntes Problem:
meine Freundin fühlt sich auf Hängebrücken mehr als unwohl und möchte die wenn irgend möglich vermeiden.
Ich muss dazu aber auch sagen dass sie mit diesem Gefühl sehr mutig umgeht und es wenigstens immer wieder mal probiert, manchmal
klappts dann auch, hier nützt es aber auch nichts dass ich voraus mal rüber gehe und die Brücke sozusagen 'teste'.
Nicht ob sie zusammenkracht, das versuche ich immer vorab abzuschätzen, sondern wie sehr sie wankt.
Und sie wankt zu sehr, so dass wir beschliessen umzudrehen.
Nach wenigen Metern sind wir wieder bei dem Restaurant und sind noch immer durstig.
Deshalb gehe ich nun in den Bereich wo ich vorher Bedienstete gesehen habe, trete zur Küche und sag dem Typen, der da drin
steht, dass wir gerne etwas trinken würden.
Schnell ist jemand da und zeigt uns wo wir uns hinsetzen dürfen, was wir natürlich sofort tun.
Bestellt wird wieder ein Drink mit viel Früchten, ob mit oder ohne Alk weiss ich nicht mehr.
Aber dass er gut war und dass unser da sitzen auch andere Touristen dazu bringt sich ins Restaurant zu begeben.
Wobei das Restaurant ja draussen ist.
So ists bald vorbei mit unserer Ruhe.

Oben: Ruhe haben wir nicht mehr, aber Getränke und diese Aussicht...

Oben: Eines der wenige Tiere, die wir vom Restaurantsitzplatz aus sehen durften.
Nach einiger Zeit machen wir uns auch wieder auf in Richtung unseres Hotels, suchen zuerst unten nach Aras und Tukanen in den Bäumen,
aber offenbar hat die Tourismusbehörde vergessen diese da zu drappieren.
Na ja, vielleicht lernen sie's ja noch...

Oben: So sieht der Strand neben dem Weg aus, natürlich gehen wir da durch...ist ja auch ganz nett!
Also hüpfen wir frischfröhlich in Faultiergeschwindigkeit und Schweiss verspritzend die lange, laaange, laaaaange Treppe hoch und
setzen uns ins Restaurant des Hotels, auch weil es einen zum Meer hin ausgerichteten Bartisch hat, wo wir weitere flüssige Vitamine
in uns einsaugen...wortwörtlich!
Als ich bemerke dass es von hier immer wieder Vögel zu beobachten gibt hol ich meine Kamera mit dem 400er-Objektiv und dem 2-fach-Konverter.
So lassen sich die A, -B und andere Meisen besser fotografieren als mit dem Handy...ausser vielleicht die Kolibris, die sind mit
dem Handy einfacher zu fotografieren...wie ich im Verlauf der Reise noch merken werde!

Oben: Aussicht von den Barhöckern unseres hoteleigenen Restaurantes aus...vor allem in den Bäumen am Strand hats Vögel.

Oben: In dem Baum der beim oberen Bild rechts der alleinstehenden Palme ganz links steht habe ich einen Vogel entdeckt...

Oben: ...und ihn, um mir mal ein Bild der Schärfe der Kombi mit total auf KB-umgerechnet 1600mm Brennweite zu machen, auf 100%
herangezoomt, also Pixel für Pixel. Da scheint der Fokuspunkt nicht ganz auf dem Auge zu sitzen, was auf die Entfernung aber
nicht wirklich ein Wunder ist.

Oben: Solche und...

Oben: ...solche Vögelchen kommen, sitzen und gehen am laufenden Band...

Oben: ...während wenige Meter neben uns ein grausamer Angriff auf einen, zu allem Übel auch noch festgewachsenen, Baum stattfindet!

Oben: Die Blattschneidera-Meisen schneiden Blätter entzwei und missbrauchen den armen Baum auch noch als Leiter!
Hau Schokking!!!
Viel machen wir heute nicht mehr, mal noch nach oben ins Zimmer gehen, duschen und schon ists Zeit fürs Abendessen, das wir Grund-
sätzlich eher früh einnehmen, um nicht allzusehr den Jetlag spühren zu müssen.
Anschliessend noch etwas in die Hängematte beziehungsweise auf die Schaukelstühle und ab in die Heia!
Buenas Noches!
Tag 5: Corcovado, der Begehrte!
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Der Wecker rasselt nicht los, denn wir beide haben keinen gestellt...obwohl wir früh raus müssen!
Und ausgerechnet heute schlafen wir länger als sonst!
Dabei gehts heute ja in den Corcovado National Park!
Jenen Nationalpark, der je nach Quelle bis zu 5% der weltweit vorkommenden Tierarten beherbergt!
Jener Nationalpark, wegen dem wir hier sind!
Und wir verpassen ihn fast!
Und ein Frühstück haben wir ja auch noch bestellt, das wir hastig in unsere Münder schieben, so gut es geht!
Wir haben erst mit den Ommelettes angefangen da steht schon einer neben dem Restaurant und sucht die zwei Touris, die noch
mit wollen.
Denn zwei französische Touris, etwas ältere Semester als wir sind, stehen schon bei ihm, nur wir noch nicht.
Das ändern wir aber schnell und lassen den Grossteil des Frühstücks alleine zurück.
Schon gehts los und die Treppe hinunter, dann unten nach Westen in Richtung des Katamarans am Strand und schon stehen wir in
einer Menschenmenge...
Ui!!!
Ich wusste dass wir nicht alleine sein werden und habe mich schon gefreut als wir uns zu viert auf den Weg gemacht haben, aber
ich hab gehofft dass wir vier zusammen in den Nationalpark gehen.
Und nun stehen wir mit rund sechzig oder noch mehr Personen hier am Strand und warten aufs Boot.
Unser Guide beginnt uns schon mal zu briefen, auch wegen des Bootes, das uns nicht am Strand sondern einige Meter im Meer
auf den Wellen rumschaukelnd aufnimmt und nach unserer Ankunft im Park wieder rausspuckt.
Da ich einer der ersten im Boot bin setz ich mich schon mal auf einen der hinteren Plätze, denn je weiter vorne man sitzt umso
härter werden die Schläge, wenn das Boot auf eine Welle trifft, sein.
Bald ist das Boot fast auf den letzten Platz besetzt und meine Freundin auch neben mir und schon gehts los!
Erstmal zu einem Hotel einige hundert Meter weiter wo wir zwei weitere Passagiere abholen und dann ohne weiteren Halt, also
sozusagen haltlos bin zur Sirena Station des Nationalparks.
Dort hüpfen wir ins Wasser und waten an Land, wo wir auf unsere Guides warten sollen.
Tun wir auch, brav wie wir sind.

Oben: Im Corcovado National Park angekommen waten wir an den Strand um dort zu warten...
Unser Guide, der zwar einen Namen hatte und ihn auch gesagt hat, ihn aber wohl am Feierabend wieder mit sich mitgenommen hat
(Zumindest hab ich ihn nicht hier), erklärt wie hier alles läuft und mir kommt das alles etwas militärisch streng und zu touristisch vor.
Na ja, Regeln sind Regeln, also befolgen wir sie halt mal.
Also erst die Wanderschuhe montieren, dann in eine Reihe stehen und so langsam zu einem Tisch mit zwei Rangern vorgehen.
Diese zwei Ranger durchsuchen alles was man dabei hat und überprüfen die Registrierung, die per Vorabanmeldung gemacht werden musste.
Jede Tasche, jeder Rucksack wird untersucht, am schweizer Taschenmesser meiner Freundin haben sie gar keine Freude!
Unser Guide nimmt es an sich und verspricht es am Feierabend wieder zurück zu geben.

Oben: Jaja, irgendjemand muss sich immer aufs Bild schmuggeln...
Dann dürfen alle die müssen noch kurz aufs Klo und bekommen anschliessend nochmals eine Instruktion inklusive einer genauen Angabe,
zu welcher Zeit wir spätestens wo sein müssen.
Mann, mann, mann, es ist mir definitiv zu durchgetaktet!
Dagegen ist ja ein Gorillatracking ein unorganisiertes rumlatschen...
Schon geht unsere Gruppe aus etwa 12 Personen los in den Wald, wo schon einige Gruppen entfleucht sind.
Aus den Augen verlieren wir die anderen Gruppen nie, auch deshalb kommt nicht wirklich ein Naturerlebnis bei mir auf.
Aber auch weil es gewisse Leute gibt die dauernd quasseln müssen, das nervt!
Speziell die Französin aus unserer Lodge quasselt fast ununterbrochen mit ihrem Mann, es braucht wirklich viele 'unnette' Blicke
gepaart mit Stirnrunzeln bis sie sich minim zurücknimmt...
...ganz aufhören tut sie aber nicht.
Unser Guide erklärt auf dem Weg diesen Baum, jene Ameise und das Gewächs, bis wir auf eine andere Gruppe aufschliessen, die nach
oben schaut...wo sich Brüllaffen befinden!
Unser Guide richtet sein Monokular ein und lässt die Gruppenmitglieder da durch schauen, da ich der einzige bin der eine Kamera
mit langem Objektiv hat such ich mir meine Standorte im Rahmen der Wege selbst, ins Gebüsch treten darf und soll man hier
ja nicht um nichts zu beschädigen.
Plötzlich herrscht Aufregung in der Gruppe, denn die Affen beginnen zu pieseln und zu kacken...
...erwischt hats aber soweit ich weiss niemanden, auch wenn ich mir sicher bin dass die Viecher absichtlich auf die Gruppe
gezielt haben!
Kenn ich doch von den Schimpansen...die sind auch solche 'Witzbolde'...

Oben: Nicht ganz einfach die Brüllaffen zu fotografieren, zumal es im Wald dunkel ist und man gegen den hellen Himmel fotografiert...

Oben: Man sieht ihr fast schon an wie er die Treffsicherheit seiner Freunde beurteilen will...

Oben: Aber da oben sind nicht nur Brüllaffen sondern auch die Klammeraffen ('Spider Monkey') zu sehen!
Wir alle finden die Aktion der Affen ziemlich kacke und gehen deshalb trotzdem nicht angepisst weiter, bis wir umweit ein
Rascheln hören, was dann auf weitere Tiere hinweist...

Oben: Zum Beispiel sehen wir diesen Nasenbären, der uns seinen Allerwertesten fotogen präsentieren will...

Oben: Doch er besteht nicht nur aus dem Hinterteil sondern hat auch eine Seitenansicht zu bieten.

Oben: Beim mich etwas umschauen entdecken der Guide und ich unabhängig voneinander noch den Kleinen hier.

Oben: Schon bald stossen wir auf eine weitere Gruppe, die ein faul abhängendes Faultier gesehen haben...wozu ich doch etwas
Zeit benötige, obwohl ich genau in Richtung des Tieres schaue, die sind nämlich wirklich gut getarnt!

Oben: Hier auf diesem Bild sieht man auch etwas besser dass es nicht sooo gut zu sehen ist, in der Realität hat man aber
nicht diesen Zoom vor den Augen und sieht diese Tiere dementsprechend noch schlechter.
Weiter gehts mit unserer Truppe, die sich nun etwas auseinanderzuziehen beginnt...was unseren Guide etwas deutlicher als nötig
sagen lässt dass die Gruppe zusammenbleiben soll.
Verständlich dass er das sagt, der Tonfall hat mich jedoch etwas gestört.
Aber es war schon so dass die Hälfte der Gruppe inklusive mir bis zu rund 100m hinter dem Guide rumdümpelte.
Nach der Ansage blieben wir zusammen...

Oben: Das Tierchen haben wir zufällig neben dem Weg entdeckt, das müsste ein Vogel sein, nehm ich an.
Wenn ja, dann ein weiblicher 'Grand Hocco' oder 'Great Curassow' oder 'Crax Rubra' oder 'Tuberkelhokko', was alles dasselbe ist...

Oben: Auch das dürfte ein Vögelchen sein, obwohl er anders aussieht, darum auch ein anderer Name: Grünschwanztrogon
(Trogon caligatus) oder eben Trogon Pattu oder auch Gartered Trogon, schön wie er ist muss er ein Männchen sein.

Oben: Der Cousin dieses Vögelchens nervt mich zuhause immer, die Türkentaube! Das hier ist aber die Kurzschnabeltaube oder
Short-billed Pigeon oder Patagioenas nigrirostris oder Pigeon à Bec Noir...

Oben: Nein, das ist kein Vogel, der hat höchstens einen und brüllt darum rum: Der Brüllaffe!

Oben: Jaja, nicht nur das Krokodil hat einen kräftigen Schwanz...

Oben: Auch wenn die Welt nicht Kopf steht, der Brüllaffe tut's!

Oben: Und er versucht sich dauernd zu verstecken, aber ich finde ihn und seine Kumpels auch hinter den Ästen!

Oben: Sehr hoch oben in den Kronen der Bäume turnen die rum, war gar nicht so einfach die zu knippsen!
Und nun ists Zeit um aus dem Wald wieder zur Station zurückzukehren, wo meiner Freundin das Taschenmesser abgenommen wurde.
Nicht um das zurückzugeben sondern um über den Strand zur Lieblingssuhle eines Tapirs zu gehen, wo schon zwei andere Gruppen
sind und für Fotos anstehen.

Oben: Über den Strand gehts zur Tapirsuhle...
Mann ist das ein Gerangel!
Einer nach dem Anderen kommt ran, aber wir haben locker 20 Leute vor uns.
Irgendjemand entdeckt irgend ein Tier im Geäst nahe der Suhle, unser Guide sieht es auch und richtet sein Monokular aus.
Dann dürfen alle mal durchschauen und er macht wie vorhin schon mit den Handys unserer Gruppe Fotos durchs Monokular, was gar
nicht mal so einfach ist und darum viel Zeit braucht.
Find ich guten Service vom Guide, macht auch nicht jeder!
Da ich in der Zwischenzeit noch immer nicht gefunden habe was die da sehen stell ich mich auch hinter jemandem als Letzter an
und darf dann zuhören wie die Dame sagt 'Jetzt ist er weg...'
...
Aha, keine Ahnung wer , keine Ahnung was, aber weg ists und ich habs nicht gesehen, geschweige denn fotografiert!
Blöd...
Na dann wenden wir uns halt wieder dem Warten auf den Blick auf den Tapir zu...
Und endlich ist meine Freundin dran, der ich natürlich den Vortritt lasse.
Aber dann komm ich!
Und was seh ich?
Blätter!
Und Zweige!
Und...Moment...ja...da ist was!!!

Oben: Ich seh ein schlammiges Etwas in einem schlammigen Loch...

Oben: ...und dieses Etwas ist das Ohr des Tapirs, Heureka, Jabadabadu und Halleluja zusammen!!!
Wer kann schon von sich behaupten dass er ein wild lebendes Tapirohr gesehen hat?
Ja, ich kann das behaupten und sogar mit Fotos belegen!
Ob das Tier jedoch als Ganzen da lag oder nur ein halbes kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ebenso nicht ob es freiwillig dalag
oder an der Kette war...
Hmm...
Na ja, gehen wir mal davon aus dass uns die Costa Ricaner nicht so bescheissen und freuen uns über eine Tapirohrsichtung in
der mittelamerikanischen Wildnis zwischen hunderten Touristen...
Aber irgendwie kommt nicht so das 'Juhu'-Gefühl auf das ich bei anderen Tiersichtungen beziehungsweise in anderen Nationalparks habe...
Na ja...ich muss sagen dass ich beim Corcovado mehr erwartet habe...
Aber nachdem wir das Ohr des Tapirs gesichtet haben gehen wir wieder über den Strand zurück zur Empfangsstation, wo alle die
müssen mal kurz auf die Toilette dürfen.
Die Anderen entdecken eine Spinne und verbringen ihre Wartezeit damit der Spinne beim spinnen zuzusehen.
Ich hingegen versuche sie zu fotografieren und scheitere recht kläglich am durch den leichten Wind sich bewegenden Netz und den
vielen Blättern rundherum... na ja...
Endlich gehen wir weiter auf einem anderen Pfad in den Wald und sehen auch da schon bald Tiere.

Oben: Das dürfte dann Geoffroy sein, Nachname Klammeraffe, also ein Geoffroy-Klammeraffe (Ateles geoffroyi frontatus)

Oben: Wie man sieht klammert er sich zwar nicht an Strohhalme, aber an jedem beliebigen Ast fest.

Oben: Bald ist wieder Zeit für ein Faultier mit drei Fingern: Das Dreifingerfaultier!

Oben: Auch der Grünschwanztrogon erscheint uns wieder, diesmal in weiblicher Form...

Oben: ...aber wo die Damen sind finden sich auch die Herren schnell ein!
Wahrscheinlich heisst er 'Lumpi', zumindest scheint er scharf zu sein wie Nachbars Lumpi...

Oben: Und ein weiteres Faultier...von der Fellfarbe her würde ich auf ein Dreifingerfaultier tippen...sehen tu ich aber nur zwei Finger...

Oben: Diese Trogone hats hier im Wald ja so einige...hier Weibchen von hinten...

Oben: ...da Männchen von vorn...

Oben: ...und Weibchen von der Seite.

Oben: Aha, also doch ein Dreifingerfaultier, jetzt zeigt er sich etwas besser, der dritte Finger!

Oben: Frosch, weder mit Pfeil noch mit Gift, aber mit Höhle und Tümpel! Sozusagen Eigenheimbesitzer mit Pool.

Oben: Unweit davon eine Weiterentwicklung des Frosches, jedoch ohne Eigenheim und ohne Pool...

Oben: Um bei den Flattertierchen gerecht zu sein zeig ich mal was Anderes als Vögel...
Bald erreichen wir eine wohl eher ehemalige Landepiste, auf der wir bei leichtem Tröpfeln in Richtung der eigentlichen
Rangerstation gehen.
Von weitem sehen wir auf einem hohen Baum einen roten Ara sitzen, und unser Ranger meint dass der schnell wegfliegen würde
wenn wir uns zu schnell der Station nähern.
Was eigentlich unsinnig ist, denn bei der Station hats schon unendlich viele Touristen, und wegen denen hätte er mehr Grund
sich zurückzuziehen!
Denn die sind viel näher dran als wir.
So mach ich dann mit auf Kleinbild umgerechnet 1600mm Brennweite ein Bildchen, von dem ich dann einen Ausschnitt zeige:

Oben: Ausschnitt vom Bildchen...danach fliegt er bald mal weg...
Bei der Rangerstation haben wir unsere Schuhe auszuziehen um auf die Plattform mit Unterkünften, Souvenierladen, Küche, Essahl,
Schlafsahl und Toilettenanlagen kommen zu dürfen.
Besonders freu ich mich ohne Schuhe, aber in Socken zu den Toiletten zu gehen...angenehm ist Anders!
Natürlich weiche ich dort jeder Feuchtigkeit auf dem Boden grosszügig aus, aber eklig ists trotzdem.
Aber erst gehts mit dem Ranger rundherum, wo er uns alles zeigt.
Und dann ab in die Küche, Essen fassen!
Es gibt Reis mit Meeresfrüchten, Gemüse, Fleisch und so weiter und so fort.
Die Küche ist auch auf der sich knapp über dem Boden befindlichen Plattform, also auch von der Lage her keine 'Haute Cuisine',
was durch den Geschmack des Essens noch zusätzlich bestätigt wird.
Na ja, immerhin machts satt.
Beim Essen sprechen wir noch mit einem Franzosen aus unserer Gruppe, der ein sehr interessantes Modell zur Verbringung der Ferien
mit seiner Familie lebt.
Erst geht er mit seiner Tochter einige Wochen in den Urlaub, dann mit seinem Sohn einige Wochen, seine Frau wird wohl auch noch
zu ihrem Urlaub kommen und ich bin mir nach diesem Gespräch sicher dass er auch noch viele Verwandte hat, die in den Urlaub gehen wollen...
Schlaues Kerlchen! ;-)
Nach dem Essen haben wir noch Zeit und so gehen wir in den Souveniershop, wo ich es nur wenige Minuten aushalte und raus an die
frische Luft gehe.

Oben und unten: Statt Puma und Jaguar gibts Blümchen...auch schön, aber nicht dieselbe Liga...

In der Hoffnung dass meine Schuhe noch da sind und vielleicht ein Puma mit seinem Freund Jaguar vor meine Kameralinse hoppeln geh ich
also raus auf die Wiese, wo zwar kein Puma und kein Jaguar, aber dafür einige Regentropfen vorhanden sind.
Bald ist auch meine Freundin da und schon bald bemerken wir dass auf der anderen Seite des ehemaligen Flugfeldes viele Leute in die Bäume
schauen, was wir dann bald auch tun.
Und was sehen wir da?

Oben: Genau, lebende Totenkopfäffchen!

Oben: Und sogar welche mit Jungen auf dem Rücken! Wird wohl ein Weibchen mit Kind sein, nehm ich mal an...
Die Fotos sind nicht ganz scharf weil es extrem dunkel war dort, alle Touris haben sich beklagt dass ihre Fotos alle unscharf waren.
Auch von meinen sind maximal diese zwei brauchbar.
Aber nun ists eh so weit dass wir und beim Guide sammeln sollen, es hat nun auch wieder etwas angefangen zu tröpfeln.
Nachdem alle unserer Gruppe eingesammelt sind gehts wieder zurück an den Strand, nicht ohne noch folgenden Windsack mit drauf
drappiertem Vögelchen zu entdecken:

Oben: Das müsste ein jugendlicher Krabbenbussard (Buteogallus anthracinus) sein, obwohl er gar nicht nach Krabbe aussieht.

Oben: Am Strand angekommen sehen wir die für die dortigen Strände typischen Rabengeier (Coragyps atratus) mit einem Fressi,
das ich nicht (mehr) definieren kann, am Rummachen...

Oben: Der Strand ist dank Ebbe viel grösser, was dazu führt dass wir gefühlt fast bis Asien durchs flache Wasser waten müssen...

Oben: Ansicht von 'Drake Bay' beziehungsweise 'Bahia Drake' vom Meer her, viel schöner als an Land...

Oben: Links der Bildmitte hats einen hohen Baum, dahinter erkennt man das Dach unseres Zimmers...
...und davor das des zum Hotel gehörenden Restaurantes.
Kaum am Strand wieder angekommen latscht unser Guide davon bevor wir ihm ein Trinkgeld geben können...
Na ja, wer nicht will hat halt nichts...
Wir und das französische Paar hüpfen beschwingt wie altersschwache Faultiere die Treppen zu unserer Unterkunft hoch und verabschieden
uns da voneinander, denn sie gehen ins Zimmer und wir ins Restaurant.
Ich nehm die Kamera aus dem Rucksack und muss dazu die am Rucksack befestigten Wanderschuhe abmachen.
Denn es schwirren wieder einige Vögelchen rum, nur leider keine roten Aras oder Tukane...

Oben: OK, schwirren ist vielleicht das falsche Wort, sagen wir 'sitzen'...

Oben: Schon bald ist Abend und die Sonne will wieder mal im Pazifik baden gehen...

Oben: Wir hingegen bestellen uns was zu essen, sie das da oben, was wohl ein Fisch war...

Oben: ...und ich das da, was die für Mittelamerika typischen 'Cevice' sind. Essbar? Ja. Aber aus den Latschen kippen sie mich nicht.
Schon bald nach dem Essen verziehen wir uns nach oben ins Zimmer und duschen uns den Urwald von der Haut, bevor wir schlafen gehen.
Morgen gehts ja auf die Mangroventour, damit wir übermorgen noch die Waltour machen können.
'FREU'
Buenas Noches!
Tag 6: Mit dem Auto nach Sierpe und mit dem Boot zurück!
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Es ist vorbei mit der Nacht, denn der Morgen erwacht!
Und trotz dieses Satzes eines Schweizers denken die Deutschen sie wären das Volk der Dichter...
;-)
Nach all den nötigen Vorrichtungen um aus uns wieder vorzeigbare Menschen zu machen gehen wir runter und fragen wo genau wir zur
Mangroventour sein sollen.
Von der Uhrzeit her sind wir früh genug, aber der Angestellte an der Rezeption staunt über unsere Frage.
Denn er hat keine Reservierung für unsere Mangroventour!
Jo zagrataifl!!!
Wir bleiben hartnäckig bis er seinen Mitarbeiter anruft, bei dem wir gebucht haben.
Und der erzählt was von Sonntag, dabei haben wir heute doch Samstag!
Und am Sonntag wollten wir doch auf Waltour gehen!
Ist denn die heute???
Wie wir erfahren findet die Waltour erst am Montag statt, also an dem Tag an dem wir abreisen...
Und offenbar haben wir den Angestellten beim Buchen falsch verstanden, oder er uns...und somit haben wir heute nichts vor!
Nach kurzem Hirnen schlägt uns der Mitarbeiter vor doch nach Sierpe zu fahren und dort heute schon eine Mangroventour zu machen.
Und morgen halt nochmals...
Machen wir natürlich nicht, aber nach Sierpe fahren klingt nicht so schlecht, denn dann könnten wir das Auto dort lassen und mit dem
Boot zurück!
Vorteil wäre dann am Montag dass wir 1,5 bis 2 Stunden Zeit einsparen, denn so viel länger dauert die Fahrt mit dem Auto als die
Fahrt mit dem Boot.
Und so hüpfen wir die Rampe runter zu unserem Auto und fahren los!
Natürlich ohne Navi, denn das was will man sich hier im Ort verfahren...
Die Piste ist noch immer nicht geteert worden und so hält sich die Geschwindigkeit in überschaubaren Grenzen.
Das Dorf ist nun hinter uns und die Piste beginnt rauf und runter zu gehen, Kurve an Schlagloch an Steinbrocken an Kiesnest,
wir kennen das ja.
Bei jeder längeren Abfahrt fragen wir uns ob es diese war oder nicht, aber die alle kommen uns zu wenig steil vor.
In einer unübersichtlichen Linkskurve hat ein entgegenkommender Motorradfahrer riesiges Glück dass ich solche Kurven möglichst
nah am rechten Rand fahre und nicht wie die Meisten die Kurve schneide...denn seine Räder sind nicht mehr auf seiner Strassenseite
und beim Ausweichen stürzt er beinahe...
...wobei...
...war das nicht der Servierboy unseres Restaurantes?
Hauptsache er ist nicht hingefallen!
Wir kommen zum nächsten Gefälle und sind uns sicher dass es das ist wo wir in umgekehrter Richtung stecken geblieben sind!
Doch kurz bevor wir ganz unten sind sehen wir dass die Strasse in einen Fluss führt!
Nicht schon wieder!!!
Und nun wissen wir dass wir falsch sind und warum Google Maps, das meine Freundin in der Zwischenzeit eingeschaltet hat, mit dem
Pfeil in die 'falsche' Richtung zeigt!
Doch wir stehen nun da unten, auf einer der schlechtesten Pisten bisher.
Und wir können nicht weiter nach vorne fahren, müssen also wieder zurück!
Da ich mir sicher bin dass es hier steiler ist als dort wo wir stecken geblieben sind und fürs Wenden eh wenig bis gar kein
Platz vorhanden ist entscheide ich rückwärts hoch zu fahren...
...auch wenn ich durchs Heckfenster die Piste kaum sehen kann, aber wir haben Spiegel und eine Rückfahrkamera!
...in der man aber absolut nicht einschätzen kann wie der Boden beschaffen ist...
Und da wir ja einen Fronttriebler haben der nun rückwärts fährt ist so die Traktion auch noch besser als vorwärts!
Aber es ist nicht einfach, links weiche ich einem grossen Stein aus und rechts hat meine Freundin Angst dass ich in den Graben runter fahre!
Wie gesagt, es ist eng!
Und im Graben wärs noch etwas enger, vermute ich mal.
Darum fahr ich da nicht rein...
Nach langen Minuten haben wirs geschafft und fahren endlich wieder in der Horizontalen, aber noch immer rückwärts!
Eine Stelle zum umdrehen finden wir aber auch nach hunderten Metern nicht, so muss ich auf einer rund drei Meter breiten Stelle
mit viel Aufwand und Präzision und wohl auch Glück umdrehen, wobei ich beidseits etwas in den Graben fahren musste um das zu schaffen.
Also zurück, bis nach Drake Bay, denn dort ist mir der Fehler des Verfahrens unterlaufen.
Toll, denn jetzt haben wir plötzlich nur noch einen Strich auf der Tankanzeige!
Na ja, also so fahren dass wir möglichst wenig Benzin verbrauchen...und auf dem Navi die nächste Tankstelle eingeben!
Diese wird in 13km angezeigt, die Restreichweitenanzeige gibt da noch 42km an.
Sollte also passen!
Irgendwann erkennen wir die Stelle wo wir stecken geblieben sind und kurz darauf will das Navi dass ich rechts abbiege...
...in die Piste, auf der wir zwei Flussdurchquerungen hatten!
Nix da, nicht mit mir, denn die Stufe, über die wir runter gefahren sind, kann ich niemals rauffahren, unmöglich!
Also links abbiegen und schauen wo die nächste Tankstelle auf der Seite ist.
...in 34km erst...
...hmmm...
Hoffen wir mal dass die Reichweitenanzeige halbwegs stimmt!
Die Piste ist nun frisch vom Grader gehobelt worden und so gehts zumindest bis zum Grader recht gut und mit tiefen Drehzahlen weiter,
Spritsparend halt!
Aber auch danach ists nicht schlimm und irgendwann kommen wir an eine Kreuzung wo Sierpe angeschrieben ist...mit einem Hinweis auf eine Fähre!
Das ist mir zu viel Risiko, denn von einer Fluss-Autofähre bei Sierpe habe noch nie was gehört.
Also weiter geradeaus.
Irgendwann erreichen wir die geteerte Strasse, aber da leuchtet die Tankwarnanzeige schon hell genug um nur schon wegen ihr die
Sonnenbrille zu benötigen...
...und das Navi gibt nun 41km bis zur Tankstelle an!
Ui!
Denn die Reichweitenanzeige zeigt nun noch 34km...
Ich geb alles um so sparsam wie nur irgend möglich zu fahren, doch irgendwann zeigt die Reichweitenanzeige 0km an...
Trotzdem fährt das Auto noch weiter...
Ich fahre und hoffe, meine Freundin will dass wir uns was ausdenken was wir tun wenn uns der Sprit ausgeht, ich seh da keinen Sinn drin...
Jaja, die Luft im Auto war schon mal weniger dick...
Als wir bei einem 'Soda', also einem typischen kleinen Restaurant vorbeifahren will sie dass ich anhalte.
Widerwillig mach ichs...in der Angst Das Auto nicht mehr starten zu können.
So steig ich aus, gehe über die Strasse zum 'Soda' namens 'Restaurante El Tucán' in Santa Cecilia und versuche mit dem jungen
Betreiber zu sprechen, was nicht ganz einfach ist, da er kaum englisch spricht.
So radebrechen wir uns durch die Zeit bis sich das ältere Paar am Tisch (die einzigen Gäste) auch zu Wort meldet.
Irgendwann haben wir fünf uns so weit verständigt dass der Betreiber eine Idee hat wie er uns helfen könnte!
So sind die meisten Costa Ricaner, die wir kennen lernen durften: Extrem hilfsbereit und sehr freundlich!
OK, die Dame des älteren Paares ist Letzteres nicht wirklich, sie stört sich offenbar an unserer Anwesenheit.
Wohl weil wir für ihren Mann interessant genug sind sich uns zuzuwenden...
Soll sie sich halt an uns stören, wir haben sie nicht angesprochen und sie nicht belästigt...
Im Hintergrund hören wir wie ein Motorrad per Kickstarter gestartet wird, offenbar ein Einzylinder.
Und schon braust der Betreiber auf einer Enduro-Maschine zu uns hoch!
Er hat einen Schlauch dabei und schon ist mir klar was er machen will: Benzin mit dem Mund per Schlauch ansaugen und dann den
Schlauch in unseren Tank schieben, wo das Prinzip der korrespondierenden Flüssigkeitssäulen das Benzin fliessen lässt!
Hab ich ja vor vielen Jahren auch schon gemacht und dabei den Mund mit Benzin gespühlt bekommen.
Unserem Helfer geht es leider nicht anders...der arme Kerl!
Aber schon bald plätscherts in unserem Tank, also war noch minim Benzin drin.
Und ja, die Enduro war eine Viertaktmaschine, also wars geeignetes Benzin und kein Zweitaktgemisch.
Er lässt geschätzt eine Minute lang das Benzin reinlaufen und packt dann wieder zusammen.
Dann das übliche 'Danke' sagen und ihm etwas Geld geben, genau gesagt meine allerletzten Collones, 7000 in Noten und einiges an
Münzen möcht ich ihm geben, er aber weigert sich das anzunehmen.
Und er bleibt standhaft!
Da entdecke ich eine Büchse auf der inetwa 'bezahl mir meine nächste Reise' auf Spanisch steht, schmeiss das Geld da rein und wünsche
ihm eine schöne Reise!
Da lacht er und bedankt sich.
So sind beide zufrieden, obwohl ich ihm gern mehr gegeben hätte.
Aber ich hatte nur noch 50$-Noten, nichts Kleineres, das wäre dann schon mehr gewesen als er ohne beleidigt zu sein angenommen hätte.
Meine Freundin ist derweilen auf dem Klo, das ich nach ihr auch noch kurz besuche, dann verabschieden wir uns von dem liebenswerten
Typen und fahren sehr spritsparend weiter bis wir nach 10 Kilometern an die Tankstelle kommen, an der meine Freundin damals gesagt
hat dass wir doch noch tanken sollen!
Die Reichweitenanzeige zeigt übrigens noch immer 0km an, nicht -20 wie es sein müsste... ;-)
Nach dem Auftanken zeigt sie sich wieder resettet!
Weiter gehts nach Sierpe!
Vor einer grossen Brücke bei Palmar Sur müssen wir links abbiegen und dann nur noch dieser Strasse folgen bis wir in Sierpe ankommen.
Dort fahren wir zur 'Marisquería, Bar y Restaurante Las Vegas' und parken davor.
Denn dort kann man sein Auto auf einem bewachten und vor allem eingezäunten Parkplatz gegen Gebühr abstellen!
Und genau das wollen wir tun.

Oben: Unsere heutige Autofahrtstrecke (Orange), unter der orangen Strecke sieht man hellblau den Umweg auf dem Hinweg...
Grün ist die Bootsfahrt in den Nationalpark.
Violet die Bootsfahrt von Sierpe nach Drake Bay
Dunkelblau die Mangroventour mit Inselbesichtigung
Zum Glück treffen wir auf die einzige Angestellte, die gutes Englisch spricht und klären schnell wie das abläuft und wie wir wieder
zurück nach Drake Bay kommen.
Schnell wissen wir dass das Boot um 16:00 Uhr fährt und buchen das, was aber nicht per Kartenzahlung sondern nur bar möglich ist.
Und zwar beim Einsteigen ins Boot!
Aber wir brauchen ja eh noch Dollar um sicher genügend Bargeld zu haben um das Hotel mit den Aktivitäten zu bezahlen, denn Kartenzahlung
geht da erstaunlicherweise nicht!
Und eine Bank oder einen Bancomaten hats in Drake Bay auch nicht.
Dummerweise aber auch in Sierpe nicht, darum müssen wir nochmals zur Brücke zurück, über die Brücke und dann die erste Strasse rechts
an zwei Blocks vorbei fahren, um einen Bancomaten zu finden.
Und wir finden einen!
Ich lass vier mal 100$ raus und muss, wenn ich mich recht erinnere, je 7000 Colones Gebühr zahlen.
Dann wieder zurück nach Sierpe und im 'Las Vegas' was Essen und trinken, immerhin ists 13:40 Uhr!

Oben: Unser Tisch direkt am Bootsanlieger...wir geniessen es hier im Schatten zu sitzen und auf den Sierpe River zu schauen...

Oben: Mein Essen: Fisch und Meeresfrüchteteller mit Gemüse...besser als es aussieht!

Oben: Ihr Essen: Frittierte Shrimps mit Gemüse und Kartoffelstock, war auch geniessbar!
Nach dem Essen bringe ich zusammen mit einer der Angestellten, die nur Spanisch spricht, das Auto auf den Parkplatz in einem Innenhof.
Denn der normale, umzäunte Parkplatz ist voll!
Wieder zurück ins Restaurant und ein Bierchen trinken, die Zeit vergehen lassen und um 16:00 Uhr ins Boot steigen!
Kaum sind wir eingestiegen entdeckt meine Freundin ein grosses Krokodil in wenigen Metern Entfernung auf unser Boot zuschwimmen...
Wir sehen zwar nur den Kopf, aber der ist wirklich mächtig gross!
Im Vergleich zu den Nil-Krokodilen, die wir aus Afrika kennen, würde ich schätzen dass dieses hier rund 4m lang ist!
Also ein Riesenbrocken und definitiv ein gefährliches Tier!
Es denkt wohl dass vielleicht jemand beim Einsteigen ausrutscht und ins Wasser fällt odrr so...
Da unser Boot aber in dem Moment ablegt taucht es unter und ward nicht mehr gesehen.
Erst sind wir nur zu viert und ich freu mich schon darüber, aber wir fahren nur zum nächsten Restaurant wo sich das Boot füllt!
Vor meiner Freundin sitzt eine ältere, wenn nicht sogar sehr alte, ungepflegte Hippie-Frau mit langen, ungepflegten Haaren...
...die vom Fahrtwind natürlich nach hinten geblasen werden...igitt!
Zum Glück sind sie nicht lang genug um meiner Freundin im Gesicht zu landen...
Der Bootsführer prescht mit hoher Geschwindigkeit über den Sierpe River in Richtung Meer, mein GPS misst über 60km/h!
Kurz nach der Abfahrt sehe ich auch auf der anderen Uferseite die Fähranlegestelle und die Fähre etwas weiter Flussabwärts auch.
Zum Glück sind wir nicht jenem Wegweiser gefolgt, wir wären da garantiert gestrandet, denn die Fähre sah nicht wirklich einsatzfähig aus!
Und die Sandpiste zur Anlegestelle wurde wohl schon ewigs nicht mehr befahren...
Glück gehabt!
Nach vielen schnellen Kurven erreichen wir bald das offene Meer und preschen dort über die Wellen, auch dort mit höchstmöglicher Geschwindigkeit!
Angenehm ist diese Bootsfahrt nur bedingt...es ist schon sehr schnell!
Aber da wir weder an einem Unterwasserfelsen scheitern noch sonst irgendwie untergehen erreichen wir den Strand von Drake Bay, wo
wir alle ins rund 30cm hohe Wasser (plus Wellenhöhe) steigen und an Land spazieren.
Rauf ins Hotel, unter die Dusche und ab zum Abendessen, diesmal nicht im Terrassenartigen Teil, denn da sind alle Tische besetzt.
Sondern bei der Rezeption.
Dort sehen wir auch die Franzosen vom Vortag sitzen und grüssen sie.
Gruss wird mit Lächeln erwidert und kurz unterhalten wir uns auch noch, dann gehen wir rauf ins Zimmer und sagen Buenas Noches!
Tag 7: Ab in die Mangroven!
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Wieder beginnt der Tag mit dem Morgen und die Sonne wandert auch schon bald über den Himmel.
Ein neuer Tag, diesmal ein Sonntag mit Ausflug in die Mangroven des Sierpe Rivers!
Der Ausflug beginnt um 08:30 Uhr unten beim Katamaran, so dass wir noch das bestellte Frühstück mampfen können und ich meinen
morgens notwendigen Kaffee bekomme.
Sie bekommt natürlich ihren Tee auch, keine Angst...
Danach watscheln wir mal runter zum Katamaran...aber da ist niemand!
Wir warten und werden etwas nervös...sollte auch heute was schief gelaufen sein???
Nach wenigen Minuten des alleine wartens sehen wir bei einem benachbarten Unternehmen zwei Herren und gehen auf die zu.
Unsere Frage ob die wissen wo der Versammlungsplatz ist und ob wir eventuell falsch liegen erfahren wir dass einer davon unser
Guide ist und wir heute vier Touris sind!
OK, klingt minim besser als 'die sind vor einer Stunde abgefahren' odrr so...
Und so warten wir am Strand und sprechen etwas mit José, dem Guide über das gestrige Erlebniss, das mir ja nicht so toll eingefahren ist.
Er verteidigt die Touristenmassenabwicklung und legt seine SIchtweise dar, kann ich auch akzeptieren.
Statt der anderen Touris kommt dann unser Boot mit dem dazu gehörenden Bootsführer Rafael (genannt 'Patschanga') angerauscht und
wir entern es waffenlos und ohne Augenklappe, aber mit Wasserschuhen.
José telefoniert dabei immer rum bis er erfährt dass die anderen Zwei in ein anderes Boot gestiegen sind!
Tja, somit haben wir eine Privatführung zum 'Unprivatpreis'.
Auch nicht schlecht.
José fragt welche Tiere uns speziell interessieren und meine Freundin sagt sofort 'Vögel'...und schon ist José an erzählen.
Währenddessen beginnt Patschanga in Richtung der Islas Violincitas nahe der Mündung des Rio Sierpe zu fahren.
Und was sehen wir da?
Vögel!

Oben: Unser Bootsführer Rafael, genannt 'Patschanga'

Oben: Die Islas Violincitas
Wir fahren nah an die felsigen Inseln ran, was dank der doch etwas welligen See nicht ganz ohne Gefahren ist, aber unser Bootsführer
weiss offensichtlich was er tut!
Denn er fährt zwar sehr nah ran, aber immer so dass er so im Wasser steht dass er nach vorne fliehen kann.
Also die Unterwasserfelsen neben oder hinter sich hat.
Fürs fotografieren sind die Wellen aber auch suboptimal...vor allem bei diesen Brennweiten von bis zu 1600mm (auf Kleinbild
umgerechnet) wirds echt schwirig die Vögelchen zu treffen und im Fokus zu halten.

Oben: Weißbauchtölpel (Sula leucogaster)

Oben: Das dürfte auch ein Vogel sein und ich bin mir sicher dass José uns gesagt hat was für einer...aber ich weiss es nicht mehr!
Könnte ein Fregattvogel sein...

Oben: Haha! Die alte Fregatte ist ein Fregattvogel, da bin ich mir sicher!

Oben: Nochmals Tölpel die auf einem Baum rumtölpeln, diesmal als Familie mit Kind.

Oben: So ähnlich habe ich als Kind Vögel gezeichnet, jetzt erkenn ich endlich mein damaliges Genie!

Oben: Hier haben wir einen Rotfusstölpel (Sula sula) mit eher braunem statt weissem Gefieder...war wohl zu lange in der Sonne
um weiss zu bleiben...

Oben: Einige Bindenfregattvögel (Fregata minor), dabei ein die Damen mit seinem roten Kehlsack anmachendes Männchen.
Worauf Weibchen doch immer stehen, tststs...

Oben: Jugendlicher Weissbauchtölpel, und wie Jugendliche so sind trägt er ein anderes Kleid als seine Eltern...

Oben: Alt und Jung zusammen auf einem Bild...aber wie man sieht zeige sie sich die Schulter...ob kalt oder nicht sei dahingestellt.

Oben: Und nochmals so ein Tölpel, mal von vorne

Oben: In einem der wenigen Bäume der Inselchen haben diverse Fregattvögel genug vom Rumfliegen und sitzen nun rum...

Oben: Und endlich mal ein anderes Vögelchen! Sogar zwei!
Braunpelikan oder Brauner Pelikan, Pelecanus occidentalis Linnaeus, Brown Pelican oder Pelícano Prado, je nach Sprache.
Wir fahren nun von den Inselchen weg und 'Patschanga' gibt richtig Gas!
So viel dass meiner Freundin die Mütze vom Kopf geweht wird!
Ich merks sofort daran dass 'Patschanga' das Ruder voll rumreisst, das Boot sich in die Kurve legt und innert Kürze fast zum
Sillstand abgebremst hat.
Kurzer Blick aufs Meer und schon ist die Mütze gesichtet!
'Patschanga' fährt ganz langsam dicht ran, so dass meine Freundin ohne Mühe zugreifen kann...aber nun ist die Mütze halt etwas feucht...
Naja, der nun wieder aufkommende Fahrtwind trocknet das Teilchen schnell, denn nun brausen wir in den Rio Sierpe hinein!
Und schon bald verlangsamt 'Patschanga' massiv, so dass wir die Vegetation und das Ufer gut sehen können.
So schau ich halt ans Ufer und suche die Bäume ab, als ich aus mir unbekanntem Grund kurz vorne links vom Boot auf das Wasser schaue.
Und was seh ich da???
Da springt ein Fisch, sicher 1/3 so lang wie das Boot breit, aus dem Wasser und über das Boot!
Wau!
Keinen Meter von mir entfernt ist das Kerlchen übers Boot gehüpft, 'Patschanga' und ich haben ihn gesehen, José und meine Freundin
nicht, denn es ging sehr schnell!
Ich weiss nur noch dass der Fisch einen grossen Mund mit spitzen Zähnen sowie eine grosse Schwanzflosse hatte und die flache
Partie des Vorderbootes komplett abgedeckt hat, und diese Partie ist geschätzt 70-80cm breit!
Der Fisch war also wirklich gross...er hat mich an einen Barrakuda erinnert, aber die leben meines Wissens im Salzwasser.
Na ja, er hat niemanden gefressen und vermutlich wurde er von etwas Grösserem gejagt.
Wohl von einem Krokodil...
Womit mein Entschluss nicht baden zu gehen etwas entschlossener ist als vor dem Fischsprung!
Und meine Hände nicht über den Bootsrand hinaus hängen werden...
Und ich so sitze dass ich vor springenden Viechern durch die Stangen des Daches etwas geschützt bin...
Weiter gehts in einen Seitenarm rein...
José bietet uns Kekse und Annanas an, was wir sehr gerne annehmen, zumal Annanas ein sehr verlockendes Früchtchen ist!
Ich liebe die Früchte der Tropen, solche Geschmacksexplosionen gibts bei keiner Frucht in Europa!

Oben: Das dürfte dann wohl ein Klein-Piepmatz sein...vielleicht weiss er ja selbst wie er heisst, ich weiss es nicht!

Oben: Der ist ja blau, der Reiher! Hoffentlich reihert er nicht gleich los! :-O
Blaureiher oder Egretta caerulea oder Little blue Heron oder Aigrette bleue

Oben: Genau hier im Vordergrund ist der Fisch rübergesprungen und im Hintergrund sieht man wie das Ufer so vor sich hin liegt...

Oben: Auch wenns in Costa Rica keine Schnee gibt (ausser vielleicht Drogen...) sichelt hier einer rum: Der Schneesichler (Eudocimus albus)

Oben: Vor lauter Schnee sicheln ist der Schnabel schon ganz krumm...

Oben: Landschaft aus der Ferne...

Oben: ...und etwas näher rangezoomt...odrr so...

Oben: Nebst farbenfroher Palmen...

Oben: ...finden wir noch weitere Leguane...

Oben: Wärs nicht in den Amerikas würde er nicht Amerika-Sandregenpfeifer (Charadrius semipalmatus) heissen.
Jaja...er ist nur im Winter hier an der Wärme...

Oben: Obwohl es hier sehr warm ist...

Oben: ...und weit und breit kein Eis zu sehen ist...

Oben: ...ist der Amazonasfischer (Chloroceryle amazona) ein Eisvogel!
Unglaublich!

Oben: Und dieser hier hat sogar noch eine Fischschuppe als Schmuck auf dem Schnabel! Eitel, eitel!!

Oben: Auch wenn es schwer fällt zu glauben dass sich eine Krabbe mit einem Bussard gekreuzt haben soll...
...das ist wirklich ein Krabbenbussard (Buteogallus anthracinus)!

Oben: Wer genau hinsieht sieht einen Mittelamerikanischen Totenkopfaffen oder Rotrücken-Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii)...

Oben: ...schnell durch die Bäume huschen...

Oben: Hier mal mit Hinterkopf...

Oben: ...und hier mit Vorderkopf, allgemein bekannt als Gesicht!

Oben: Nach der Entdeckung dauerte es noch Minuten bis sich dieser Goldkehltukan (Ramphastos ambiguus) endlich mal für wenige
Sekunden fotografierbar gezeigt hat, der ist minutenlang entweder nicht zu sehen gewesen oder hin und her gehüpft...ein nervöses Teil!
Und hier in Costa Ricas Westen ein sehr seltener Vogel!

Oben: Unglaublich! Ein Mexikotagschläfer oder Jamaikatagschläfer oder Nyctibius Jamaicensis oder Ibijau Jamaicain,
ein kaum zu entdeckender weil enorm gut getarnter nachtaktiver Vogel!

Oben: Jesus, eine Echse! Und dann noch eine die übers Wasser laufen kann, darum auch Jesus-Echse!
Ist wohl ein Streifenbasilisk (Basiliscus vittatus), ganz sicher bin ich mir aber nicht.

Oben: Blendend aussehender Reiher am rumreihern

Oben: Der rote Ara ist natürlich imme rgern gesehen...

Oben: ...und auch in Hochkant erhältlich!
Da wir nun bei Sierpe sind legen wir kurz an, José geht in den Supermarkt und empfielt uns die präkolumbianischen Steinkugeln
im Park nebenan anzuschauen.
Was es mit diesen in dieser Region gefundenen menschengemachten Steinkugeln auf sich hat und wie alt die genau sind weiss man
nicht wirklich, aber sie sind da und das schon bevor der erste Italiener (und gleichzeitig der erste Europäer) in Costa Rica war...
Für Europa entdeckt hat Costa Rica ja Cristoforo Colombo 1502 auf seiner vierten Reise , aber diese Steine sind mindestens 500, wenn
nicht tausende Jahre früher behauen worden.
Trotzdem sind Murmeln nicht wirklich beeindruckende Dinge, aus dem Alter bin ich schon lange draussen...
Schon sehen wir José wieder aus dem Supermarkt kommen und gehen mit ihm wieder zum Boot, wobei er uns Chips mit Zitrusgeschmack
anbietet, sehr speziell!
'Patschanga' hat beim Restaurant 'Las Vegas' rauchend gewartet, wobei nicht er selbst rauchte sondern seine Zigarette...nur um
Missverständnissen vorzubeugen!
Und los gehts wieder!

Oben: Die Murmeln waren hier schon vor Kolumbus bekannt, wenn auch etwas gross und darum unhandlich zum Spielen...

Oben: Zwei Farben reichten dem 'Garza Pechiblanca' nicht, drei musstens sein: Dreifarbenreiher (Egretta tricolor) oder Tricolored Heron

Oben: Auch wenn er nicht wirklich grün ist müsste das ein 'Grüner Leguan' (Iguana iguana) oder 'Iguane Vert' oder 'Green Iguana' sein.

Oben: Dieser kleine Kleinspecht dürfte ein Rotkappenspecht (Melanerpes rubricapillus) sein, auch wenn Google Lens was anderes behauptet...

Oben: Jaja, er ist immer noch derselbe, flattert halt etwas umher, der flatterhafte Vogel...

Oben: Er flattert nicht nur, er versucht auch mal ob sich das Hacken lohnt oder das Holz zu hart ist.

Oben: Ui, ein Tyrann!!! Und zwar ein Schwefelmaskentyrann (Pitangus sulphuratus guatimalensis)...schnell weg, bevor er uns zu
sehr tyrannisiert!!! :-O

Oben: Auch wenn sie wie dahingeklebt ausschauen, diese Nasenfledermäuse (Rhynchonycteris naso) sind es nicht!

Oben: Ein gar nicht nakter Nacktkehlreiher (Tigrisoma mexicanum)oder Socó-tigre oder Bare-throated Tiger Heron
Ich hab ewig gebraucht um den zu sehen, obwohl er mir von allen Anderen gezeigt wurde...

Oben: Mal wieder ein Blick in die Umgebung...schon schön hier!

Oben: Hier wird wohl wieder tyrannisiert! Zwei Königstyrannen (Tyrannus tyrannus), nehm ich mal an...

Oben: Ein Affe, der gar nicht scharf aber auf dem Sprung ist!

Oben: Bananen hats zwar noch nicht, aber immmerhin schon ein Bananenherz

Oben: Entgegen der Meinung der Google-Lens-KI tippe ich nicht auf einen Graukopf-Seeadler sondern auf einen Papagei oder einen Sittich...

Oben: Eine wild rumstehende Brücke, wau! Doch was hats da im Spalt?

Oben: ...mal näher ranzoomen...

Oben: Noch näher...und schon sieht man zwei junge Eulen!

Oben: Und nach kurzer Wartezeit zeigt sich noch ein drittes Eulenkind! Wobei das Mittlere sehr schwach aussieht...

Oben: Und hier die Eltern, das müssten Schleiereulen / Barn Owl / Tyto alba / Lechuza de Campanario sein...sicher bin ich mir aber nicht!

Oben: Statt an einem Baumstamm wie vorhin hängen hier die Fledermäuse an der Unterseite der Brücke...

Oben: Im Bambus hängt jemand ab...

Oben: Und zwar ein Kapuzineräffchen...eine ganze Gruppe ist im Gebüsch!

Oben: Sie trinken aus dem krokodilverseuchten Rio Sierpe, indem sie ihr Hinterteil kurz ins Wasser tauchen und schnell wieder
etwas hoch klettern...

Oben: ...mit nassem Hinterteil sieht man gleich schlanker aus...

Oben: ...und dann wird das aus dem Fell tropfende Wasser getrunken, ohne dass man dabei vom Krokodil gefressen wird!
Nicht dumm, die Kleinen!

Oben: Auch am Unterarm hats noch trinkbares Nass!
Nun gehts aber schnurstraks in Richtung des Restaurantes 'Las Vegas', wo wir zu Mittag essen werden.
Leider setzen sich José und 'Patschanga' an einen anderen Tisch.
Aber ich kanns schon nachvollziehen, das hier ist immerhin ihre Arbeit und da will man am Mittag auch mal seine Ruhe haben.
Und so mampfen meine Freundin und ich halt alleine, während gefühlt hunderttausendmal 'Live is Life' von Opus in Dauerschleife
auf unsere Trommelfelle hereinrieselt.
Nach kurzer Zeit beginn ich zu rechnen ob ich genügend Bargeld dabei habe um dem Fernseher mitsamt Opus in den Rio Sierpe werfen
und dann den Schaden bezahlen zu können.
Leider muss ich diese Frage mit 'Nein' beantworten, und so hören wir es noch hunderttausend Mal...
'Haareausreiss und Zähneknirsch'!!!

Oben: Mein heutiges Mittagessen, ich glaube das ist das zweite von nur zwei Mittagessen während des ganzen Urlaubes!
Nach dem Essen bleiben wir noch kurz sitzen und hören Opus beim 'Live is Life' zu, schon lange nicht mehr gehört...
Dann endlich besteigen wir wieder das Boot und düsen ab in Richtung Drake Bay!
'Patschanga' gibt nun deutlich mehr Gas als vorhin, aber er rast schon nicht so wie der Kapitän des Bootes, das die Touris nach
Drake Bay bringt.
Bald sind wir am Meer, in dem nun Ebbe herrscht und entsprechend einige Felsen knapp unter der Wasseroberfläche sind, wo man bei
Flut einfach drüber schippert!
Nun sind wir bei einigen Felsen, wo wir knapp dran vorbei gefahren sind auf dem Hinweg, und sehen hier weit ins Meer hinaus dass sich
die so schon rund 50cm hohen Wellen aufbauen und überschlagen, ein sicherer Hinweis auf eine Untiefe!
Und da wir nicht hilflos auf dem offenen Meer mit den dort ebenfalls mal anzutreffenden Krokodilen um die Wette schwimmen wollen
sind wir ganz froh dass 'Patschanga' genau weiss was er zu tun hat!
Erst dreht er das Boot parallel zum sich überschlagenden Wellenkamm und fährt etwas in Richtung offenes Meer, wo er nach vielleicht 80-100m
um 180° dreht und ganz nah parallel zum Wellenkamm fährt, stark beschleunigt, leicht nach rechts zieht und so auf den Wellenkamm
rauf kommt!
Und dann surft er richtiggehend auf dem Wellenkamm bis nahe an die Felsen, wo er dann wieder nach rechts ins Wellental runterzieht!
Wau!
Da weiss einer wie man mit dem Boot umgeht, beeindruckend!
Und nun gehts wieder Vollgas über die Wellen in Richtung Strand!

Oben: Bahia Drake oder eben Drake Bay vom Meer aus: Schön! Hätten wir es erst von hier her gesehen wären wir nicht enttäuscht
gewesen, aber von der Strasse her ist es wirklich kein schönes Dorf!
Bald sind wir da, steigen ins Wasser aus und schon fährt 'Patschanga' weg, bevor wir ihm sein wohl verdientes Trinkgeld geben konnten!
So sprechen wir noch kurz mit José und bedanken uns bei ihm und indirekt bei 'Patschanga', übergeben ihm ein schönes doppeltes Trinkgeld
mit der Bitte die Hälfte an 'Patschanga' weiterzugeben, was er verspricht zu tun.
Na ja, ich hatte den Eindruck die zwei haben ein gutes Verhältnis, von daher glauben wir beide dass das Trinkgeld seinen neuen
Besitzer finden wird.
Wir verabschieden und von José und spazieren am Strand entlang in Richtung unseres Hotels.

Oben: Während wir spazieren gibts eine Flugshow der Air Pelikan...

Oben: ...die dann offenbar doch noch ins Wasser fällt!
Rauf ins Zimmer (wir brauchen schon keine Pause mehr auf der Treppe!) und unter die Dusche, danach schon früh ins Restaurant.

Oben: Das Restaurant hier im Hotel, sehr gemütlich und mit toller Aussicht! Auch das Essen braucht sich nicht zu verstecken!
Und günstig ists dazu auch noch!
Wir essen als Erste und schon bald sind alle Tische besetzt.
Da wir als erste gegessen haben sind wir auch als Erste fertig, stehen auf und werden von den Franzosen angesprochen.
Denn die werden morgen abreisen!
So ein Zufall, wir auch!
Sie erzählen dass sie nach Cachi reisen, ich erzähle dass wir ebenfalls nach Cachi reisen!
Wir schauen uns gegenseitig gross an und sie erzählen dass sie auf eine Kaffeefarm gehen, ich frage 'Zur 'Casona del Cafetal'?
und meine das eher im Scherz, denn es ist eher unwahrscheinlich dass sie am selben Tag mit uns in den Corcovado NP gegangen sind, im
selben Hotel gewohnt haben, am selben Tag abfahren, an denselben Ort fahren und dann noch in der selben Unterkunft unterkunften wie wir.
Doch...auch sie gehen ins 'Casona del Cafetal'!
Unglaublich!
Nun wird noch etwas gequatscht und sie erzählen dass sie etwas Angst vor der Strasse von hier bis zur Panamericana haben, wir können ihnen
aber aus unserer gestrigen Fahrt berichten dass die Strasse schon gestern zu einem guten Teil neu geschoben wurde, also einfach zu fahren
sein müsste.
Aber es dauert halt.
Sie sind etwas neidisch drauf dass wir unser Auto schon in Sierpe haben, und wir sind froh drüber!
Denn dadurch wird die Fahrt doch um einiges weniger anstrengend, für Fahrer und Beifahrerin!
Anschliessend an das schöne Gespräch verabschieden wir uns und gehen zur Reception, denn zahlen müssen wir ja noch und hier wird
ja nur Bargeld angenommen.
Anschliessend rauf und die Koffer packen, dann nochmals in die Schaukelstühle und in die Hängematte und zum Schluss ins Heia-Bettchen.
Buenas Noches!
Tag 8: Over the Hills and far away...
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Es ist früh am Morgen und wir sind beide wach, denn unsere Wecker wurden gestern Abend mal nicht vergessen!
Also mal die Kissen aus den Gesichtern pfriemeln, die Decken aus den Haaren zupfen und was man und frau sonst noch so alles zu tun hat
um wie ein Mensch auszusehen.

Oben: Noch ein letzter Blick vom Balkon aufs Meer hinaus...

Oben: Blumen hats hier überall...

Oben: Blick vom Strand hoch zu unserer nun ehemaligen Unterkunft. Rechts zuoberst das Dach, auf das wir jeweils runter geschaut haben
Schon bald packen wir noch den Rest zusammen und ich darf Schleppesel für die grossen Koffer sein, während meine Freundin die Kleinen nimmt.
Ab der Reception stehen uns zwei kräftige Männer, die mir aber nur knapp bis zur Schulter reichen, bereit uns zu helfen.
Und die Kerle helfen so gut dass noch bevor ich es merke beide grossen Gepäckstücke auf ihren Schultern davongetragen werden.
Wir verabschieden uns noch vom liebenswerten Personal und hüpfen hinten nach die Treppe runter.
Unten am Strand geben wir den zweien noch ein Trinkgeld und dann heisst es warten, warten, warten!
Es kommen immer mehr Leute mit Gepäck zu uns, denn um 07:30 Uhr soll das Boot abfahren.
Und das will keiner verpassen!
Denn sonst müsste er ja länger in Drake Bay bleiben...schreckliche Vorstellung!
Odrr so... ;-)
Tatsächlich kommt das Boot und zu dritt bugsiert die Mannschaft das Gepäck aufs Boot, anschliessend dürfen wir einsteigen.
Für uns hats nur noch zuvorderst Platz, also gehen wir dahin.
Und los gehts, diesmal mit einem Boot das vorne geschlossen, nur seitlich und hinten offen ist.
Dem Einen der Drei musste ich die Fahrt bar bezahlen, er konnte aber nicht rausgeben und hat mich vertröstet.
Es geht recht zügig übers morgens immer flache Meer und den Rio Sierpe rauf, schon bald sind wir an der Anlegestelle unweit des
Restaurantes 'Las Vegas', wo wir frühstücken wollen und unser Auto abholen müssen.
Beim Aussteigen wird hektisch, der, welcher mir noch einiges an Retourgeld geben wollte verdünnisiert sich inmitten der Menschenmassen fast...
Aber nur fast.
Ich kann ihn ansprechen und daran erinnern dass er mir noch Geld schuldet.
Ich bin mir (fast) sicher er hätte es nicht oder nur versehentlich vergessen...tja...
Also muss er wieder ins Boot wo er vorher kein Wechselgeld hatte und kommt nun mit Wechselgeld zurück.
Aha, soso...
Dann pack ich unsere beiden grossen Gepäckstücke und wuchte die beinahe 50kg plus meinen Rucksack und meine Kameras die Treppe hoch zur Hauptstrasse..
Meine Freundin folgt mit dem Rest und hat damit auch genug zu tun, zumal hier viele Menschen gleichzeitig und recht rücksichtslos
versuchen die Treppe und den Weg rauf zu gelangen.
Bald sind wir im Restaurant, setzen uns hin, bestellen je ein Frühstück und ich frage nach dem Auto.
Da aktuell noch niemand hier mein Auto rausgeben kann warten wir halt noch bis nach dem Frühstück damit.
Und wir warten recht lange auf das Frühstück...aber irgendwann kommts dann endlich!
Auf den Fluss zu schauen ist doch immer etwas Herrliches, da sieht man manchmal auch Tiere...

Oben: Handyaufname: Ein Kroki im Rio Sierpe, zum Glück will es uns nicht zum Frühstück!
Anschliessend mal zahlen und dann bekomm ich auch das Autochen wieder ausgehändigt, sehr schön!
Es stand ja in einem Innenhof etwas vom Restaurant weg und so fahre ich es dahin und parkiere es, damit wir unser Gepäck nicht allzu
weit schleppen müssen.
Bald ist das Gepäck im Auto verschwunden und wir machen uns zu Fuss auf den Weg zum Supermarkt nahe des Parkes mit den Kugeln.
Wir holen Wasser und zwei Packungen geröstete Nüsse, zumindest etwas was nur geröstete Nüsse auf dem Verpackungsbild hat.
Zahlen und zurück zum Auto, wo uns eine lange Etappe über die Cordillera de Talamanca, eine hohe Gebirgskette in Costa Rica, führt.
Und da unser Autochen zwar ein Gutes, aber kein Kräftiges und dazu noch ein Automat ist hab ich da etwas Respekt.
Denn es werden sicherlich viele Lastwagen im Schneckentempo unterwegs sein und beim Überholen würde ein etwas temperamentvolleres Auto
nicht wirklich schaden...
Aber wir düsen los, bei rund 1 m.ü.M. beginnt die Fahrt von Sierpe über Palmar Norte nach Dominical, biegen da nach der Brücke nach rechts ab,
biegen in San Isidro de El General links von der 243 auf die 2, die allgemein als Panamericana oder Carretera Interamericana Sur
bezeichnet wird, ab und düsen nun in Richtung Norden.
In Quebrador passieren wir eine Abzweigung nach San Gerado de Dota und fragen uns schon länger wie hoch die Höhenanzeige meines
Navis noch steigen wird, da wir ja schon mehr als 3 Kilometer höher sind als zum Start dieser Fahrt!
Ich gebs schon mal bekannt, die Höhenangabe des Navis steigt später bis auf maximal 3442m.ü.M.!
Da bekommt man schon beim dran denken Sauerstoffmangel!
Gemäss dem englischen Wiki soll der höchste Punkt dieser Strasse jedoch bei 3335m.ü.M. sein, na ja, auch das ist hoch genug!
Und irgendwann beginnts nach ewigen auf und ab auch mal stetig runter zu gehen, gut dass ich die Automatik selbst durch die Gänge
schalten kann!
Das ist hier auch dringend nötig, nur mit den Bremsen alleine wäre mir die Gefahr der Überhitzung bis zum Totalausfall der Bremsen,
wie ich ihn als Beifahrer mal erleben musste, viel zu gross!
Dank der hohen Drehzahlen des Motörchens kann ich aber die Bremsen schonen und relativ kühl halten.
Und einem warmen Motor machen hohe Drehzahlen erst im roten Bereich was aus, in den ich aber nie gerate.
Irgendwann kommen wir wieder in stärker bewohnte und sauerstoffreichere Gebiete runter und finden uns bald in der Stadt Carthago,
der früheren Hauptstadt Costa Rica's.
Wir fahren aber nicht in die Stadt hinein sondern durch die südlichen Vororte durch, siehe auch die Karte, die ich am Anfang des Berichtes
verlinkt habe. Wenn man da reinzoomt sieht man jede Strasse die wir genommen haben genau.
Über Llanos de Santa Lucía fahren wir aus den Vororten raus in Richtung des auf 970 m.ü.M. liegenden Lago de Cachí, über dessen
Staudamm und zur Casona del Cafetal!
Google Maps meiner Freundin und mein Garmin mit aktuellsten Open-Street-Map-Karten waren sich nicht immer einig, aber wir habens geschafft
das ohne Pause und ohne Zwischenfälle.
Ausser dass die vermeindlichen gerösteten Nüsse in erster Linie Rosinen waren, die meine Freundin nicht wirklich liebt.
Fotos haben wir wegen des fürs Fahren guten, für die Aussicht aber eher schlechten Wetters mit leichtem Regen zum Schluss aber keine gemacht.
Ich parkiere mal den Kleinen neben sehr vielen Toyota Hilux und Isuzu D-Max (so einen hab ich selbst und hier ist einer von drei
der hier stehenden Autos ein D-Max) und wir gehen in die Rezeption rein.
Dort schnell bei der freundlichen Dame und dem Chef eingecheckt und uns alles erklären lassen und natürlich auch die vielen Schokoladen
und Kaffeepackungen genau studiert, man braucht ja noch was für die Daheimgebliebenen.
Dann mal ins Restaurant, auf die Terrasse und danach mit dem Auto zum dritten Parkplatz, der nah an unserem Häuschen liegt.
Okey, es ist nur eine Haushälfte, aber eine die gefällt!

Oben: Der linke Teil ist unseres...unscheinbar, aber schön viel Platz und gut eingerichtet, Steckdosen bis zum Umfallen!

Oben: Der Balkon mit Gartenanschluss und Kolibribesuch

Oben: Die Küche mit den vielen Steckdosen.

Oben: Ein Bad hats auch, wenn auch ohne Badewanne, aber dafür hats ja draussen einen Stausee...

Oben: Und, man lese und staune: Sogar ein Schlafzimmer hats! Mit zwei 140cm-Betten! Sollte reichen...
Da wir schon seit wir in Costa Rica sind erleben dass eine Kaltluftzone östlich der Cordillera de Talamanca nach Süden fliesst
und (auch hier) für Regen und schlechtes Wetter, an der Karibik sogar für starke Stürme sorgt sprech ich meine Freundin darauf
an und stelle die Variante wieder nach Westen an den Pazifik zu fahren in den Raum.
Hotels wären schnell gefunden, aber die Unterkunft in Cahuita müssten wir trotzdem bezahlen.
Wir diskutieren etwas darüber und schauen uns die Hotels an, gehen dann unentschlossen in Richtung Restaurant.
Auf dem Weg dorthin spazieren wir erstmal durch den Garten.

Oben: Blick vom Balkon in den Garten...es grünt so grün!

Oben: Wahnsinn, diese Regenbogenbäume! Die Rinde fällt nach einer gewissen Zeit ab, darunter kommt Grün zum Vorschein das sich
dann mit der Zeit über das halbe Farbspektrum zu rot und braun verändert bis die Rinde wieder abfällt.
Spektakulär!

Oben: Blick vom Garten in Richtung Restaurant und Rezeption und was es sonst noch für 'Re.....' gibt!

Oben: Blick in den Garten mit dem Stausee 'Lago de Cachí' im Hintergrund. Schön ists hier, trotz des Wetters!

Oben: Schöne und schönste Blumen und auch solche, die so kitschig aussehen, dass wir erst denke die wären aus Plastik...
Aber falsch gedacht!

Oben: Auch schön und auch kurz im Verdacht aus Plastik zu sein...

Oben: Und noch einer der zahlreichen Regenbogenbäume. Hier könnte fast der Eindruck entstehen dass die weltweiten Regenbogen
hier gezüchtet werden!
Ist aber ein Irrtum...
Wir gehen an die Rezeption und werden zu einem Tisch auf der Terrasse geleitet, wo wir uns, wie von der Kellnerin beabsichtigt, hinsetzen.
Wie leicht wir uns doch von fremden Personen beeinflussen lassen, tststs...
Neben uns hats eine Metallkonstruktion aus grossen Bogen, die mit allerlei Pflanzen bewachsen sind.
Diese Pflanzen erschweren zum Einen die Sicht die Sicht auf den See, zum Anderen die Jagt nach den wegen dieser Pflanzen immer wieder
rumschwirrenden Kolibris!
Echt, wegen dieser Vögel und unserem (Foto-)Jagdinstinkt kommen wir kaum dazu unseren Aperitif zu geniessen... ;-)
Irgendwann, so nach dem gefühlt 178sten Kolibri, bestellen wir und was zu Essen, wobei ich auf der Speisekarte einen Tilapia entdecke
und den bestelle!
Denn spätestens seit meiner Reise mit Sven in die DR Congo hab ich diese Fische zum (fr)essen gern!
Meine Freundin nimmt was Anderes und dazu genehmigen wir uns eine Flasche Rotwein, während es um uns herum dunkel wird.
Auch leiser wird es, denn die bis dahin sehr lauten Offroad-Fahrer (darum die Hiluxe und die D-Maxe) begeben sich langsam zu
ihren Autos und fahren ab.
Nach dem sehr guten Essen, für das dieses Restaurant gemäss den Franzosen ja bekannt sein soll begrüssen wir die nun auch angekommenen
Franzosen, die einen deutlich anstrengenderen Fahrtag hinter sich haben als wir!
Zum Glück haben wir das Auto damals nach Sierpe gefahren!
Wir sprechen noch darüber was man hier alles tun und lassen kann und verabschieden uns dann von ihnen, da wir nicht wissen ob wir sie morgen
früh nochmals sehen werden.
Und so watscheln wir zum Häuschen und gehen bald mal ins Heiabettchen.
Buenas Noches!
Tag 9: Kühle Nächte, heisse Quellen, knallende Hunde und karibische Stürme!
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Guten Morgähn, es ist nach einer ruhigen, angenehmen wenn auch kühlen Nacht, von der ich fast nichts mitbekommen habe, Zeit aufzustehen!
Die Sonne hat sich das aber nicht gesagt und überlässt das Wetter weiterhin dem leichten Regen...
Wir machen und fertig, stehen auf, ziehen uns an, duschen und machen halt was man so macht...nicht zwingend in dieser Reihenfolge!
Dann gehts zum Frühstück.
Dort gibts einen Kaffee aus einer traditionellen Costa Ricanischen Kaffeemaschine!

Oben: Ein (wohl prähistorisches) Stoffkondom wird in ein Holzgestell befestigt, Kaffepulver wird reingeschüttet und mit heissem
Wasser übergossen. (Bild vom Vorabend, wir trinken keinen Wein zum Frühstück...)
Wobei es mich doch etwas verwundert dass hier auf einer Kaffeefarm der gemahlene Kaffee schon auf allen Tischen in diesen Stoffkondomen
rumliegt und wohl auch Teile seines Aromas verliert.
Warum macht man das???

Oben: Unser Frühstück...für Leute, die zuhause nie wirklich frühstücken etwas viel...aber schmackhaft!
Auch das Frühstück schmeckt und wird von den Kolibrijagten unterbrochen.
Und wir haben uns entschieden nicht wieder an den Pazifik sondern wie geplant an die Karibik zu fahren.
Die Franzosen sind auch da und so quasseln wir nach dem Essen noch kurz bevor wir uns endgültig verabschieden.
Wir kaufen noch zwei Schokoladen und zwei Packungen Kaffee, die Schokoladen eher zum selbst probieren, denn seit unserem letzten
Urlaub hält sich unsere Begeisterung für die Schokolade aus Costa Rica in überschaubaren Grenzen.
Wir sind wohl von der italienischen und der schweizer Schokolade zu sehr verwöhnt.
Dann packen wir wieder all das grosse und kleine Gepäck ins kleine Autochen und düsen los in Richtung Orosi-Tal, wo wir uns die
'Termales Hacienda Orosi' anschauen wollen.
Denn nach Cahuita ists nicht mehr sooo weit, 'nur' noch 3,5 bis 4 Stunden beziehungsweise 190km ab den 'Termales', das lässt sich locker
nach dem Mittag starten.
Und da hier wie dort schlechtes Wetter herscht, zumindest gemäss Wetter-App, können wir ja hier noch was machen.
Also südlich des See's nach Orosi, uns dort etwas verfahren, umdrehen und dann etwas den Berg hoch und schon stehen wir vor einer
Schranke der Hacienda!
mitsamt Wärter, den man hier im Regen jeden Besucher einzeln begrüssen lässt.
Er erklärt uns immer noch im Regen stehend was wir wo finden und wie wir trocken bleiben und trotzdem alles ansehen können.
Während er schon fast mehr tropft als die Regenwolken.
Also machen wir es so kurz wie es freundlich bleibend möglich ist und düsen mal rund um den Parkplatz, wie von ihm empfohlen.
Dann wird parkiert und schon gehen wir in Richtung des Restaurantes.
Schon am überdachten Eingang staunen wir über die von der Decke hängenden roten Blumen, wunderschön!
Dort begrüsst uns auch schon ein Wachmann, der uns auch wieder alles erklärt und erzählt, dafür aber nicht im Regen stehen muss.
Er zeigt uns auch die unter dem angrenzenden Dach um die Ecke hängenden blauen Blumen, die wirklich aussehen wir von einer KI auf
Drogen konstruierten Fantasieblumen...

Oben: Unmöglich dass die echt sind, unmöglich! Hats die KI schon in meine Wahrnehmung geschafft?
Wir staunen und ja, die Blumen sind natürlichen Ursprungs...nicht KI...und auch nicht Plastik...

Oben: Auf dem Weg zu den Pools (Das sind die Blauen mit Wasser drin) und ins rechts gelegene Restaurant (Das ist wo die Stühle stehen).

Oben: Auch da hängen massenweise schöne Blumen ab!

Oben: Ausblick von unserem Tisch...und beim hängenden Topf oberhalb des Serviettenspenders sehen wir was...

Oben: Also mal mit den Handy voll rangezoomt und einen Bildausschnitt gemacht...da sitzt doch ein...Kolibri!!!

Oben: Also schnell die Kamera geholt und auf Jagt gegangen! Nicht ganz einfach, denn es ist sehr dunkel unter dem hellen Dach...

Oben: Es ist ein Weibchen und es schaut nervös um sich rum...

Oben: ...wobei es hier wirklich mehr als genug zu fressen gibt...Blumen über Blumen wohin man schaut!

Oben: Und was entdeck ich denn da???

Oben: Ein Kolibrinest mit Jungen, die auch Kolibris sind! Eine Erstsichtung für uns beide!
...auch wenn wir nur den Schnabel sehen...

Oben: Die stolze Mutter schaut von einem anderen Ort noch immer nervös rum...

Oben: ...und fliegt immer wieder vom Nest zu Blüten, zu Hochsitzen, zum Nest usw...

Oben: 'Ach, die Blüte da hab ich noch nicht besucht' denkt sie wohl und schon ist sie weg!
Auch meine Freundin begibt sich auf Kolibri-Fotojagt, aber so gegen 11:30 beschliessen wir uns auf den Weg nach Cahuita zu machen.
Wir bezahlen unsere Getränke, gehen noch kurz zur Toilette und dann in Richtung Auto, an folgendem Schild vorbei.

Oben: Plan der Hazienda, da hats also auch Hotelzimmer, nicht nur Blumen, Bäder, Kolibris, Pferde und Büffel...
Wir besteigen das Auto und düsen gemütlich wieder in Richtung 'Lago de Cachí' und dann gehts bald mal wieder die Berge hoch auf
eine sehr kurvenreiche, eher schmale Strasse mit zum Glück wenig Lastwagenverkehr.
Teilweise muss der Gegenverkehr sogar warten um die sich in einer Engstelle befindlichen Autos vorbei zu lassen, weil zwar zwei
normale Autos, aber kaum ein Lastwagen und ein Auto kreuzen können.
Geschweige denn zwei Lastwagen.
Aber offenbar wissen die Lastwagenfahrer dass es hier eng und steil ist und meiden diese Strecke wenn möglich, denn wir haben hier
nicht viele Situationen in denen wir lange hinter langsamen Lastwagen herfahren müssen.
Die Strecke zieht sich, doch irgendwann haben wir offenbar den höchsten Punkt erreicht und es geht abwärts mit uns.
Nicht seelisch oder körperlich, aber Geografisch...
Die Strecke lässt uns bis Tres Equis an der Grenze zwischen Cartago und Limon gemäss meine GPS-Aufzeichnungen mit im Schnitt 37km/h fahren
und das obwohl ich nicht zu den langsameren Fahrern dieser Welt gehöre.
Ab Tres Equis gehts zwar noch einige Kilometer weiter und dann noch etwas rauf und runter, aber ab da bis Cahuita haben wir einen Schnitt
von 54km/h.
Trotz Autobahn von Siquirres bis zur ersten Ausfahrt von Limón auf die 'Ruta Nacional Secundaria 241' abbiegen, um nicht durch Limón
fahren zu müssen.
Auf der Autobahn gilt dann besondere Vorsicht, denn die bauen doch tatsächlich Kreisel mitten in die Autobahn rein!
Beim ersten Kreisel, wo die Signalisation noch teilweise fehlte da er erst gerade halbwegs fertig war, musste ich doch recht scharf abbremsen
um die Übersicht zu erhalten...und da kam tatsächlich ein Motorradfahrer von links daher...das wäre schnell eine gefährliche Situation geworden!
Beim zweiten Kreisel war ich dann vorgewarnt...aber Verkehrsregeln gelten in Costa Ricas Kreiseln ganz eigene, eine Mischung aus
'ich bin der Stärkere' und 'ich bin der Flinkere' trifft auf 'Ich warte jetzt mal bis in Stunden jemand kommt und fahr genau dann rein'
machts nicht immer einfach... ;-)
Aber im Vergleich zu ostafrikanischen Strassen ists Pipifax und gut beherrschbar.
Bald schon sind wir an der Abzweigung auf die 'Ruta Nacional Secundaria 241' und machen, was man an Abzweigungen halt so macht:
Wir zweigen ab!
Nun gehts durch Dörfer und an Feldern vorbei, über Brücken (meist kein Gegenverkehr möglich) und Flüsse, die teilweise witzige
Namen tragen.
'Rio Banana' ist nur einer davon.
Bei der Durchfahrt durch die Dörfer muss man nicht nur auf den fahrenden sondern auch auf den gehenden und den rennenden Verkehr
achten, zumal es nicht überall klar ist wem die Strasse gehört, den Autos, den Menschen oder den Hunden.
Irgendwann schreit meine Freundin plötzlich 'Halt, ein Hund!' und ich steh sofort voll auf die Bremse!
Und trotzdem knallts!
Der Hund kam von rechts dahergerannt und war für mich offenbar durch das Navi verdeckt, obwohl ich es ganz unten an die Scheibe
befestigt habe, wo es am wenigsten stört!
Aber er rannte auch voll auf die Strasse und war nur kurz zu sehen.
Nun sassen wir im Auto und zum Glück hab ich bemerkt dass das Auto schon beinahe stand als es krachte und dass wir über nichts
rüber gefahren sind!
Und schon sehen wir den Hund wegrennen, über den Rest der Strasse und dann parallel zur Strasse in dieselbe Richtung wie wir fahren.
Wir schauen beide ganz genau und sehen weder ein Hinken noch irgendwo Blut, nichts!
Phu, zum Glück!
Er schüttelt zwar mal den Kopf und schaut zu uns rüber und nach hinten, so dass wir sehen können dass er auch auf der anderen Seite
kein Blut hat, aber er rennt unbeirrt weiter und dann verschwindet er ins Grün.
Mit sehr schlechtem Gewissen, aber machtlos etwas zu tun da der Hund ja weggerannt ist, fahren wir weiter.
Bald sehen wir erstmals das Meer, die Karibik liegt neben uns so rum und bewellt den Strand, der ja auch nur so daliegt.
Die Palmen wedeln dazu ihre Blätter und zeigen uns damit dass es hier etwas windig ist.
Bald erreichen wir Cahuita und kurz darauf um 15:56 Uhr das Cahuita Inn, also nach 4 Stunden und 11 Minuten Fahrt für die 190km.
Im Schnitt also 45,4km/h.
Wir gehen zur Rezeption wo wir bald mal eingecheckt sind und bekommen das Zimmer neben dem wo wir 2019 waren.

Oben: Blick ins Zimmer, ausgestattet mit Safe, Kühlschrank, Wasserspender und Betten, hinein...

Oben: ...und von der anderen Seite her inklusive Aussicht auf den Pool und den behängematteten Garten mit der Karibik dahinter.

Oben: Es hat sogar eine Dusche, ein Lavabo und...

Oben: ...eine Toilette!

Oben: Blick in den Garten...

Oben: ...und auf die dahinter liegende Karibik.
Schnell das Gepäck rein, kurz aufs Klo und danach gehen wir uns die Beine vertreten indem wir in Richtung Nationalpark durch den
Ort schlendern.
Schön ist der Ort in den letzten Jahren nicht geworden, Hauptattraktion ist der Nationalpark, der jedoch ist wirklich schön!
Aber aktuell ist er durch den Sturm der letzten Tage arg in Mittleidenschaft gezogen...
Also gehen wir zurück in unser Zimmer, Duschen und auspacken ist angesagt!
Danach gehen wir der Einfachheit folgend in die zum Hotel gehörende Pizzeria und setzen uns dort auf die Terrasse.
Erst ein wohl verdienter Aperol Spritz, dann eine Pizza und etwas Wein, wie geschrieben, das haben wir uns verdient!
Herrlich im nicht zu heissen, aber auch nicht wie befürchtet kalten und auch nicht zu starken Wind zu sitzen.

Oben: Bargeldlose Besucher des Restaurantes...

Oben: ...werden bei fehlender Bekleidung wie in diesem Fall nicht bedient...
Nachdem sich auch die beiden Waschbären wieder verkrochen haben machen wir das auch unter den Leintüchern.
Buenas Noches!
Tag 10: Endlich wieder in den wunderschönen Cahuita Nationalpark! Heute gibts Faultiere en Masse!
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Auch hier an der Karibikküste folgt auf die Nacht der Morgen.
Und da man am Morgen aufsteht machen wir genau dies!
Erst mal ein Blick raus und schon sind die Urlaubsgefühle auch erwacht!

Oben: Der Swimmingpool ist zwar klein, aber er weckt auch das letzte Urlaubsgefühl
Wir gehen bald mal zum Restaurant wo unser Frühstück auch bald serviert wird.
Erst Früchte, dann Ei nach Wunsch und Toast und wer will auch Gallo Pinto...
...was sicherlich nicht jedermans Geschmack ist.
Mich hauts auch nicht vom Hocker, bin mit meinen 98kg wohl zu schwer dazu.
Aber ich nehm es trotzdem, denn zu Mittag wollen wir jeweils nichts essen.
Nach dem Frühstück noch kurz Sonnencreme auftragen und schon sind wir auf dem Weg zum Eingang des Cahuita National Parks!
Kurz je 5$ für den Park spenden und rein mit uns!
Als erstes fällt mir auf dass sich die gelbe Schlange in den letzten 7 Jahren offenbar von ihrem Stammbaum (oder Baumstamm?)
zurückgezogen hat...Frechheit!

Oben: Strand vor dem Eingang zum Cahuita National Park

Oben: Nein, Keine Kreuzung aus Hase und Känguru sondern ein Aguti

Oben: Kaum im Park sehen wir schon das erste Faultier...

Oben: Der Park liegt direkt an der Karibikküste und der Weg durch den Park ist selten mehr als 10m von der Küste entfernt.

Oben: Dasselbe faule Getier von der anderen Seite

Oben: Wie uns dieses Faultier schön aufzeigt sind diese Tiere auch beim Trocknen sehr langsam...

Oben: Unser drittes Faultier innert weniger Minuten.

Oben: Das zweite Faultier von der anderen Seite.

Oben: Wie man sieht sieht man dass das Wetter gar nicht mal so toll ist...da lädt auch ein Karibikstrand nicht zum Baden ein!

Oben: Okey, er wär auch etwas schmal um das Badetuch hinzulegen ohne dass es nass wird.

Oben: Sehr dunkel ists im Wäldchen, so dass der Vogel gar nicht so ganz scharf ist...

Oben: Vielleicht erkennt ihn jemand auf diesem Bild? Nachricht an mich wäre schön.

Oben: 'Lacoste'-Werbung mitten in der Natur...geht ja gar nicht!
Und nun sind wir am Rio Suarez angekommen und hier ist wegen der Sturmschäden der letzten Tage abgesperrt, also dürfen wir leider
nicht weiter in den Park hinein.
Dabei beginnt hier ja erst der wirklich schöne Teil, auch weil die meisten Besucher hier umdrehen und man dann mehr von der Wildnis
hat ohne dauernd irgendwelche US-Amerikaner an ihrem andauernden 'Oo mai God'-Gebrabbel sicherer zu erkennen als an ihrem Ausweis.
Betreffend 'Oh mai God' haben wir uns schon gefragt ob das amerikanische Englisch überhaupt mehr Worte halt als diese drei...
Mit unterschiedlicher Betonung kann das ja zu allem gesagt werden und alles heissen, reicht ja eigentlich.
Zumindest für die Amis.
OK, vielleicht kommts mir ja nur so vor...

Oben: Noch kurz das Delta des Rio Suarez fotografieren und...

Oben: ...diesen sich im Delta befindlichen Reiher knippsen, schon drehen wir um und gehen wieder zurück.

Oben: Was sehen wir hier? Ein Blatt? Und Schneider? Oder A-Meisen? Also Blattschneiderameisen? Fragen über Fragen

Oben: Gut versteckt sitzt da ein Gei im Geäst, ob Mama oder Papa kann ich nicht sicher sagen...ich tipp mal auf einen Papa-Gei.

Oben: Unscharfes Vögelchen unbekannten Namens, hat sich nicht vorgestellt, ist dafür nervös rumgehüpft...nicht Fotoserviceorienteirt!

Oben: Noch immer turnen die diversen auf dem Hinweg gesehenen Faultiere im Geäst rum...

Oben: Und das manchmal sogar schneller als man erwarten würde!
Oben: Ich habs ja geschrieben: schneller als man erwarten würde!

Oben: Mit dem Rücken auf einem Ast liegend ists scheinbar auch bequem. So lassen wir ihn oder sie zurück und watscheln weiter.

Oben: Am Ausgang des Nationalparkes sichten wir noch einen grösseren Waran, dabei wollt ich doch nach Krokodilen Ausschau halten...

Oben: Und da er auf den Baum kraxelt weiss ich nun mit grosser Sicherheit dass er kein verkleidetes Krokodil ist!
Schön wars wieder mal im Cahuita Nationalpark zu sein, aber schon schade dass die schönsten weil einsameren Plätze wegen der Unwetter
der letzten Tage gesperrt waren.
Wir haben da 2019 wunderbar schöne kleine Strändchen gefunden und viele Tiere gesehen, letzteres wohl auch weil dort viel weniger
Touristen unterwegs sind als im näher zum Ort liegenden Teil.
So gehen wir durch den Ort zurück zu unserem Zimmer und entdecken dabei etwas Erfreuliches!

Oben: Offenbar stimmen die Gerüchte: Costa Rica's Elektrizität ist sehr Naturverbunden...wie es scheint fliesst hier grüner Strom!
Nachdem wir zurück ins Zimmer gefunden haben entscheiden wir uns dafür nun in die Faultierrettungsstation 'Santuario de Perezosos de Costa Rica'
knapp 13km nördlich von Cahuita.
So was ist doch immer unterstützenswert.
ALso ab ins Autochen und los gehts!

Oben: Das kleine Kerlchen empfängt uns und hätte wohl jedem Elefanten eine Kopfnuss verpassen können...
Er war halt ein Teil der amerikanischen Riesenfauna der Frühzeit.

Oben: HIer sieht man im Hintergrund das 'kleine' Kerlchen und im Vordergrund unser 'grosses' Autochen...
...das wohl vor lauter Angst vor dem Riesen etwas abseits geparkt hat!
Es hat leicht zu regnen begonnen, somit hat die Wetter-App auch endlich mal wieder recht bekommen.
Ist doch wahr, das Wetter soll sich doch bitte an die Vorhersagen halten!
Wir gehen also ins Obergeschoss, wo sich die Rezeption mitten in einem Souveniershop befindet und kaufen uns Tickets für eine Führung.
Da wir noch Zeit haben und es draussen nieselt schauen wir uns die Souveniers alle genau an, bis endlich alle genau angeschaut sind.
DAnn gehen wir auf die Terrasse, denn es nieselt nun nicht mehr.
Und endlich ist Zeit uns unten ander Treppe mit dem Guide und allfälligen anderen Touris zu treffen.
Schon bald gehts los, wir sind sechs Personen plus der Guide.
Also ab ins grosse Haus nebenan und rein in die kleine Halle rechts.
Dort hats einige Käfige, in denen Faultiere lebenm, die nie mehr ausgewildert werden können, sei es weil sie nie in der Wildnis
gelebt haben, sie es weil sie als lebendes Baby ihrer toten Mutter gefunden wurden, sei es weil sie bei einem Unfall oder Raubtier-
angriff ein Bein verloren haben.
Der schlimmste Fall meiner Meinung nach ist ein Tier das als Baby zum Haustier gemacht und in einer Tasche gehalten wurde, so dass
sich beim wachsen das Rückgrad in einem rund 90°-Winkel entwickelt hat.
Das arme Tier ist nun zum Teil gelähmt...wegen egoistischer Idioten!
Hier einige Bilder der Tiere, die für immer im Käfig leben werden.






Danach gehen wir weiter in einen offenen, zweiten Raum, wo die Tiere leben, die nicht wegen Verletzungen hier sind sondern weil
Sie nie gelernt haben selbst zu überleben.
Und deshalb ebenfalls nicht ausgewildert werden können.
Aber einige wilde Tiere leben auch hier, die sind aber nicht faul sondern lästig!
Mücken!
Zum Glück mögen Mücken mein Blut offenbar nicht, denn die anderen sind eingesprüht und fuchteln herum und werden gestochen, während
ich in kurzen Hosen und kurzem Shirt unbeachtet und ohne Mückenspray dastehe.
Als Einziger bleib ich ungestochen!
Tja, gefällt mir!
Auch wenn ich es gerne hätte dass auch meine Freundin ungestochen geblieben wäre, aber sie zieht Mücken halt an...die Arme!
Von hier aus sieht man auch in das Gebiet wo die Tiere, die wieder ausgewildert werden sollen, leben.
Eines der Tiere ist aktuell sogar in Sichtweite!

Oben: Nein, das ist kein Faultier...aber auch in Sichtweite! (Handyaufname, weit entfernt)
Das dürfte ein Amazonasfischer (Chloroceryle amazona) sein, und da es hier keinen Amazonas hat ist er also ein Fremdarbeiter!

Oben: Und hier noch das in der Nähe lebende faule Tier, hoch über uns im Baum.
Die Führung ist nun beendet und so besteigen wir wieder unser Autochen und düsen gemächlich in Richtung Hotel.

Oben: Vom Hotel aus bietet sich uns dieser Anblick....man kann das Wetter erahnen...
Dort beraten wir über das Wetter, packen die Regenjacken in den Rucksack und spazieren mal auf der Strasse die dem Strand entlang
führt in Richtung Norden, bis wir erst ein Hotel sehen dass uns auch noch gefallen könnte und dann etwas weiter gehen bis wir direkt am
Strand das Restaurant 'Sobre las Olas by Gondwana' entdecken, dessen Speisekarte und durchaus anspricht!
Also rein mit uns!
Zuvor aber sagt meine Freundin auf dem Parkplatz bei unserem Hotel so was wie 'Es wäre doch jetzt wirklich nett wenn hier ein Tukan auf diesem
Baum sitzen würde'.
Sie sagts, wir schauen rauf und was sehen wir da?

Oben: Tatataaaaa!!! 'Trommelwirbel'!!! Ein Tukan! Und was für Einer! Ein Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), auch bekannt als Regenbogentukan.

Oben: Nachdem er links geschaut hat schaut er noch nach rechts und flattert davon, ohne unsere Einwilligung abzuwarten.

Oben: Aber er flattert nur bis zum nächsten Baum.

Oben: Nun sitzen wir im Restaurant und haben diese Aussicht! Herrlich!

Oben: Fauler Gehilfe in der Küche...ernsthaft! Aber nicht über den Speisen!

Oben: Und nein, kein Haustier sondern ein wildes Tier, das in der Nähe lebt und öfters mal zum Restaurant kommt.

Oben: Und schon nach kurzer Zeit steht unser 'Zviäri' (Vesper um 16:00 Uhr) auf dem Tisch, echt empfehlenswert!

Oben: Wir haben um uns herum einige neugierige tierische Besucher wie diesen hier...

Oben: ..und diese beiden Streitsüchtigen Kerlchen!

Oben: Wobei ich zur Entschuldigung der nicht so tollen Bildqualität sagen muss dass es wegen der Wolken schon recht dunkel war.

Oben: In der Zwischenzeit hat sich der Küchenhelfer von hinten angeschlichen...

Oben: Und hier der Beweis dass ich auch da war: Eines der wenigen Bilder von mir und einem Küchengehilfen!

Oben: Während wir noch auf unseren Hauptgang warten indem wir einen echt guten 'Cahuita Spritz' geniessen schleicht sich auch der Kerl an.

Oben: Unser Hauptgang, und ich weiss gar nicht mehr was es genau war. Aber sehr gut, das wars und das weiss ich noch!
So gut dass wir uns jetzt schon entschliessen nochmals hier essen zu gehen!

Oben: Nochmals der kleine Kletterkünstler aus der Küche, immer in langsamer Bewegung.
Apropos langsame Bewegung, die machen wir auch!
Im Dunkeln munkeln wir über die halb beleuchtete Strasse zurück zu unserem Hotel, wo wir uns noch eine Flasche Wein gönnen
bevor wir ins Schlummerland entschwinden.
Buenas Noches!
Tag 11: Ab in den Cahuita National Park aber nicht zu den Bribri...
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Die Nacht ist vorbei, Zeit aufzustehen!
Nach unseren morgendlichen Bemühungen wie menschlichen Ursprungs zu wirken gehen wir wieder mal Frühstücken und erfreuen uns an einem
weiteren schönen Tag in der Karibik, in der gemäss Wetter-App und einigen Mitgliedern einer Costa Rica-Gruppe im Facebook, die
vorgeben in Cahuita zu sein, durchgehend stürmt und regnet.
Na ja, man findet immer Leute die sich wichtig machen wollen und das Blaue vom Himmel lügen.
Hier jedoch ist das Blaue am Himmel geblieben und das ist doch schön so.

Oben: Blick auf die Karibik...anders als mans erwartet, aber auch schön!

Oben: Blick auf das Restaurant (links) und die Unterkunft (rechts) mit der Karibik im Rücken.

Oben: Besucher während des Frühstücks...

Oben: Besucher nach dem Frühstück im Kopfstand...

Oben: ...und mit dem Kopf auf der richtigen Seite!
Nach dem Frühstück ein Blick aufs karibische Meer und schon bald darauf machen wir uns auf die Socken um den Cahuita-Nationalpark
von der anderen Seite her zu entern!
Da waren wir ja noch nie!
ALso fahren wir dahin!
Nach der Hauptstrasse folgt links ein Feldweg bis zum Tor, wo man den Eintritt bezahlen muss und mit dem Auto (nicht jedoch mit einem Taxi)
reinfahren kann.
Aber nur wenige Meter, dann muss man links auf einen Parkplatz abbiegen und das Auto parkieren.
Machen wir natürlich, ziehen unsere Wanderschuhe an und latschen los!
Hier geht man nicht über Naturboden wie auf der anderen Seite sondern über hochgelegte Wanderwege aus Holzbalken mit Geländer,
auf dass ja kein Tourist sich einen Fuss verknackst...
...dass es an Geländern manchmal giftige Tiere hat ist ja egal...
Na ja, das Naturerlebnis leidet meiner Meinung nach etwas.
Aber schön ists trotzdem!

Oben: Karte des Cahuita Nationalparkes
Oben: So siehts am Anfang des Nationalparks bei diesem Eingang aus

Oben: Es brüllt kein Aff...

Oben: ...die Blätter hängen schlaff...

Oben: ...die Früchte machen mich gar nicht an...

Oben: ...und der Waschbär geht an die Parkbank ran!

Oben: 0,77Sec und F13 bei (auf KB umgerechnet) 1600mm, ISO 1000...kann ja im dunklen Wald nicht scharf sein!

Oben: Versuch mit dem Handy: 0,03Sec und F4,9 bei (auf KB umgerechnet) 230mm, ISO 1600 und viel Software...auch nicht so viel schlechter!
Und was ists? Ein Frosch! Ohne König...und unvorgestellt!

Oben: Ausschnitt aus dem Handybild: Auch nicht besser als das mit der grossen Kamera...

Oben: Nun ist auch klar woher der Waschbär seine nassen Pfoten hat!

Oben: Bei ihm ists wie beim Kontinent Amerika: Er ist entdeckt!

Oben: Am Strand lässt jemand unvorsichtigerweise seine Schuhe und den Rucksack liegen...ratet mal wo der hin geht...

Oben: Schon schön hier...trotz Kapuzineraffenbanden!
Ab hier ist wieder alles gesperrt und wir schauen uns noch etwas um bevor wir uns auf demselben Weg zurück begeben.

Oben: Beim Umschauen sollte man den nicht übersehen...

Oben: Diese Blumen (und wohl noch viel mehr) gibts im Park:
A. Coryanhes horichiana
B. Brassavola grandiflora
C. Caularthron bilamellatum
D. Stanhopea ecornuta
E. Gongora sp.
F. Epidendrum flexuosum
G. Trigonidium egertonianum
H-1. Catasetum maculatum
J. Erycina pusilla
K. Notylia lankesteri
L. Galeottia grandiflora
M. Dimerandra emarginata
N. Encyclia alata
O. Psychopsis krameriana
P. Mormolyca hedwigiae
Q. Christensonella uncata
R. Brassia caudata
S. Oncidium stenotis
T. lonopsis utricularioides
U. Epidendrum fulfordianum
V. Epidendrum nocturnum
W. Acianthera ellipsophylla
X. Polystachya foliosa
Y. Polystachya masayensis
Z. Habenaria monorrhiza
AA. Nidema boothii
BB. Epidendrum eburneum
CC. Leochilus labiatus
DD. Macradenia brassavolae
EE. Vanilla planifolia
FF. Rodriguezia compacta
GG. Rhetinantha aciantha
HH. Vanilla mexicana
So, genug umgesehen, wir besteigen wieder den Holzpfad und gehen zurück, mal die Pflanzen von dieser Seite her anschauen und Sehen
was wir so finden!

Oben: Zum Beispiel finden wir eine Behausung, jedoch nicht beschriftet und ohne Klingel...na dann halt kein Besuch!

Oben: Ein Blatt! OK, auch ein Schmetterding, aber hey, ein Blatt!

Oben: Kein Regenbogen, aber eine Ameive! (Nein, da hats keinen Schreibfehler...wirklich nicht) Nennen wir sie mal Regenbogen-Ameive (Holcosus undulatus)...

Oben: Es hat noch weitere Blätter im Wald, unglaublich! OK, auch weitere Schmetterdinger...

Oben: Er ist ein Würger! Aber er würgt wohl nur Ameisen mit Kapuzen, denn er heisst Kapuzen-Ameisenwürger (Thamnophilus bridgesi)...

Oben: Hier die andere Seite, um ihn besser erkennen zu können. Nicht dass noch jemand von ihm gewürgt wird!

Oben: Ui! Probt der Cahuita Nationalpark den Aufstand gegen das übertriebene Sicherheitsbedürfnis der US-Amerikanischen Touristen??? :-O

Oben: Jaja, im Wald lässt sichs vortrefflich abhängen! Müsste eine Hakenlilie (Crinum erubescens) sein...

Oben: Hoch oben im Baum ein Meister des Abhängens! Dank einer nach oben schauenden Touristin entdeckt, selbst hätt ich den
nicht bemerkt...

Oben: Ebenfalls nicht selbst bemerkt sondern von zwei deutschen Touristinnen gezeigt bekommen.
Aber das Rotschwanzhörnchen (Sciurus granatensis) war so im Dunkeln dass ich auch mit der grossen Kamera Mühe hatte es zu
fotografieren. Das Foto ist stark aufgehellt.

Oben: He's got balls! Ob die Brüllaffen brüllen weil sie sich jeweils versehentlich auf die 'Balls' gestanden sind?
Gross genug dass das mal passieren kann sind die ja...

Oben: Auch der Kopfstand oder besser Kopfhang ist möglich

Oben:`Schön zu sehen wie der Schwanz als zusätzliche Hand dafür sorgt dass der Ast nicht runterfällt...odrr so...

Oben: Wofür braucht man Hände wenn man so einen Greifschwanz hat?
Wir verlassen den Cahuita Nationalpark und düsen in Richtung der Gegend wo das indigene Volk der Bribri lebt, also in Richtung der
Stadt mit dem fantasievollen Namen 'Bribri'!
Dabei kommen wir an einem Wasserfall vorbei, gross beworben!
Wir wollen anhalten und finden auch einen Parkplatz, aber nebst einer baufälligen Hütte und etwas Drahtzaun ist da nichts, aber bezahlen
soll man dann doch.
Gefällt uns nicht und so fahren wir weiter in Richtung der Stadt.
Dort angekommen drehen wir schnell wieder um, was wir sehen gefällt uns gar nicht und für eine Tour zu den Bribri ists zu spät.
Also wieder zurück und in Richtung Puerto Viejo de Talamanca an der Küste.
Nicht ohne einen Halt beim Wasserfall, der sich unter der Brücke befindet über die unsere Strasse führt.
Nicht gerade die Attraktion, also schnell weiter!

Oben: In Puerto Viejo angekommen sitzen wir bald mal in einem kleinen Restaurant mit Blick auf die Karibik!

Oben: Wir können Krabben...

Oben: ...und Vögeln zuschauen ohne uns vom Hocker zu bewegen. Wobei uns die Tierwelt auch nicht von Hocker haut!

Oben: Und es kommt noch besser: Wir bekommen herrlich erfrischende Smoothies!
Anschliessend kaufen und kauen wir noch geröstete Kakaobohnen und spazieren etwas durchs strandnahe Dorf und am Strand zurück.
Da uns aber auch dieses Dorf nicht sonderlich begeistert (Städte und Dörfer in Costa Rica gefallen uns allgemein nicht so gut)
fahren wir wieder zu unserer Unterkunft zurück und entern den Pool, wobei wir einen weiteren Gast der Unterkunft kennenlernen.

Oben: Bitte nicht betreten...gilt zwar für alle Frösche, für Pfeilgiftfrösche wie diesen jedoch ganz besonders!

Oben: Er sass direkt neben dem Pool! Also leicht betretbar, aber zum Glück war er nicht betreten!

Oben: So hat ihn die KI meines Handys bestimmt...und sein Gift soll wohl gefährlich, aber für Menschen nicht tödlich sein.
OHNE GEWÄHR!
Soll mir keiner Kommen und sich auf meine Aussage berufen nachdem er an dem Gift verstorben ist!
Wir baden noch etwas im Pool und gehen danach duschen, nur um schlussendlich im Restaurant zu landen, wo wir unsere Wildtier-
beobachtungen fortsetzen.

Oben: Ein Aguti hoppelt im Garten rum während wir beim Apperitiv auf unser Essen warten.

Oben: Und ja, wir warten nicht nur aufs Essen, wir bekommen und, haltet Euch fest, essen es auch!
Schon schön dass ich das Fritto Misto in der Speisekarte entdeckt habe!
Ich liebe es obwohl der Geschmack zum grossen Teil von der Kruste kommt.
Zumindest bei den kleineren Tierchen.
Auch heute gehen wir wieder recht früh ins Bett, wie wir es in Costa Rica immer tun.
Auch um die Auswirkungen des auf den Urlaub folgenden Jetlags von Anfang an zu bekämpfen.
Buenas Noches!
Tag 12: Wenn Köche wechseln...
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Heute ist ein ruhiger Tag, wir unternehmen nicht viel, das ist jetzt schon klar!
Aber erst mal raus an die frische Luft!
Doch PÄNG!!!
Die Scheibe der Schiebetür hat was dagegen!

Oben: Gesichtsabdruck am Glas der Schiebetür...wer putzt Glas auch so perfekt dass es unsichtbar wird???
Und warum gehe ich so schnell???
AUA!!!
Verdammt, ein heftiger Aufprall mit dem Gesicht!
Nase, Oberlippe und Stirn schmerzen...aber das Glas ist erstaunlicherweise heil geblieben!
Gut ein Held zu sein und trotzdem ohne Notarzt und Intensivstation in Richtung Restaurant zu gehen, diesmal versuch ich mich
vorsichtig davon zu vergewissern dass die Schiebetüre offen ist...
Wobei...
Jetzt ist sie ja nicht mehr ganz so sauber...
Das Frühstück muss sein und die ersten Wildlife-Beobachtungen klappen vom Tisch her schon ganz gut.

Oben: Frühstücks-Aguti im Garten! Nicht zum Essen, nur zum zuschauen...und auch beim Frühstücken!
Danach wollen wir mal möglichst dem Strand nach in Richtung Norden gehen, dem Wetter gemäss nehmen wir unsere Regenjacken mit.
Denn heute scheint es so dass die schon seit Tagen nur Regen vermeldende App wirklich Recht bekommt.
Wir spazieren also der Piste entlang bis es rechts endlich mal einen Zugang zu einem Strand hat.
Dort bekommen wir nebst dem Strand und dem Meer unerwartete Meeresbewohner (?) zu Gesicht!

Oben: Unerwartete Meeresbewohner (?) in Klein...

Oben: ...und unerwarteter Meeresbewohner (?) in Gross.

Oben: Immer wieder etwas Schönes: Blick auf das an Land brandende Meer und seine Wellen...ich liebe es!!!
Doch es ist nicht sicher dass wir an diesem Strand weit gehen können oder einen weiteren Zugang zur Piste haben werden, darum
gehen wir hier wieder zurück zur Piste und weiter Nordwärts in Richtung Arktis...
...wenn auch nicht ganz so weit...
Dabei schauen wir immer wieder mal in die am Wegesrand stehenden Bäume auf der Suche nach den selten zu sehenden Vögeln wie den
Tukanen, Papageien und so weiter.

Oben: Okey, weder Papa-Gei noch Mama-Gei noch Tukan, dafür ein faules Tier!

Oben: Und hier das Faultier von oben mal in der Ansicht wie man es in der Natur findet...siehst Du es?

Oben: Warnung vor gefährlichen Strömungen an einem kleinen Strand! Wenns also nicht vorwärts geht beim zum Strand schwimmen
soll man zur Seite schwimmen...ok, gut zu wissen!

Oben: Zumindest dem Namen nach könnte man ihn für einen guten Sänger halten: Goldkehltukan (Ramphastos ambiguus)
Leider weit entfernt und ich hab nur das Handy dabei...

Oben: Nun erreichen wir den grossen Strand von Cahuita mitsamt Erklärungen zu den dort manchmal vorkommenden Schildkröten.

Oben: Und so sieht der Strand in Richtung Norden und...

Oben: ...in Richtung Süden aus. Bei passendem Wetter könnts schön sein!

Oben: Strandgrundstück zu verkaufen...träumen darf man ja...

Oben: Die schweizer Auswandererfamilie aus dem TV ist auch hier, etwas abseits des Dorfes, beheimatet.

Oben: Wir sind hier aber nicht die einzigen Spaziergänger, da sind noch hunderte andere Füsse unterwegs...

Oben: Wieder einer beim Abhängen...

Oben: Und derselbe von hinten...sollte wieder mal zum Coiffeur...

Oben: Das Meer schäumt wohl vor Wut dass der Schmuckreiher (Egretta thula) ihm einfach so einige Fische stielt...

Oben: Schon fast wieder zurück in Cahuita City finden wir endlich mal eine Karte des Ortes.
Schön ist er gewesen, der Spaziergang, obwohl wir von älteren Damen und (zum Glück friedlichen) Hunden verfolgt wurden.
Zumindest sind diese auf dem Rückweg meist knapp hinter oder vor uns gewesen, haben uns aber nichts angetan...
Den Nachmittag verbringen wir chillend in der Lodge beziehungsweise im Pool.
Etwas Entspannung tut auch uns gut.

Oben: Ist ja schon schön hier...
Die Zeit vergeht im Nu und um halb Fünf Uhr Nachmittags entschliessen wir uns nochmals in das Restaurant mit dem Faultier am Dach
zu gehen, vor allem weil wir da am Meer sitzend wirklich sehr gut gegessen haben!
Wohl das beste Essen der ganzen Reise!
So watscheln wir los und ich mach mal ein Foto vom Strandzugang direkt neben dem Polizeiposten her auf den Strand.

Oben: Auf den Fotos sieht das Meer immer so friedlich aus, in der Realität kams mir weniger friedlich vor.

Oben: Das Faultier ist nicht mehr am Dach des Restaurantes sondern im Baum davor zum Meer hin...

Oben: ...und es ist nicht allein, heute sinds zwei!

Oben: Wir sitzen wieder am Selben Tisch wie zwei Tage davor...schon schön hier!
Kaum sitzen wir kommt schon eine laute Gruppe US-Amerikaner (wie könnte es auch anders sein, sie sind ja laut) und platziert
sich direkt neben uns...
...aber da sie nicht direkt am Meer sitzen können passt es ihnen zum Glück nicht und so verlassen sie jenen Tisch um zum am
weitesten von uns entfernten Tisch des Restaurantes zu gehen, halleluja!
So haben wir wieder relative Ruhe, schön!
Heute bestellen wir was Anderes als vorgestern und werden leider enttäuscht sein...
Denn heute ists nicht gut gekocht, wirklich nicht!
Selbst das Gemüse, wo meine Freundin dasselbe bestellt hat wie vorgestern, schmeckt anders.
Schade!
Beim Blick in die Küche sehe ich schnell zwei Dinge, die anders sind als vorgestern.
Zum Einen ist ein anderer Koch dort und zum Anderen ist das Faultier nicht dort!
An einer der beiden Beobachtungen wirds wohl liegen...

Oben: Kleiner Liegestützenmacher neben unserem Tisch im Dämmerlicht.
Da wir nicht so ganz zufrieden sind gehen wir bald nach dem Essen wieder durch die Dunkelheit nach Hause, wo wir im Restaurant
noch in Ruhe ein Weinchen trinken bevor wir uns ins Bett schmeissen.
Buenas Noches!
Tag 13: Wo ist denn unser Häuschen und wie kommen wir rein?
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Oben: Tschüss Zimmer 'Nadia', warst ein Schönes! (Übrigens auch nach unserer Abreise noch, wir haben nichts zerstört...)
Heute heissts packen für die Fahrt in Richtung Fortuna!
Dann frühstücken, bezahlen und ab geht die Post!
Wir beschliessen einfach mal zu fahren und zu schauen um welche Zeit wir wo sind, um eventuell noch in den Braulio Carrillo
Nationalpark zu gehen, denn die reine Fahrzeit ist heute nicht so lang weil wohl alles auf Teerstrassen ist.

Oben: Die Katze des Hauses macht uns auch noch ihre Aufwartung zur Verabschiedung.

Oben: Das immer wieder mal im Garten rumhopsende Aguti nimmt sich ebenfalls ein Frühstück!

Oben: Und es verabschiedet sich damit auch von uns. Nett!
Nach dem Frühstück fahren wir um 08:29 Uhr gemütlich los und kommen gut voran, auch weil uns heute keine Hunde vors Auto hüpfen...
Wir fahren an so berühmten Orten wie Liverpool, Bristol, Cairo, Florida und sogar Germania und Mercedes vorbei...sowie África!
Wie klein doch die Welt ist...
Schon bald sind wir an der Kreuzung wo wir zum Ziel nach rechts und zum Braulio Carrillo geradeaus müssten.
Da ich zu dem Zeitpunkt keine Lust habe am Lenkrad zu drehen und weil wir sehr gut in der Zeit sind fahren wir also geradeaus
in Richtung des Nationalparks.
Trotz Regens...
Wir fahren um 10:44 Uhr auf den Parkplatz des Nationalparks und wie jedes Mal werden uns die Abläufe mit dem Parkieren, dem Buchen von
Aktivitäten, dem Transport zum Startpunkt der Seilbahn beziehungsweise zur Rangerzentrale usw. erklärt, auch wenn wir das ja schon kennen.
Und das auch gesagt haben.
Aber egal, es ist sein Job und er macht ihn gut.
Er zeigt uns natürlich auch das Schild mit der Karte des Parks.

Oben: Karte des Braullio Carrillo Nationalparks, inklusive der vielen ZIP-Lines und anderer Touri-Aktivitäten.
Schon bald steigen wir in den Shuttlebus und fahren zum Autowendepunkt, wo wir am nächsten Schalter noch erklären müssen dass wir nur ins
Restaurant wollen.
Keine Seilbahn, kein ZIP-Lining, nur Restaurant.
OK, beim Gang zum Restaurant schauen wir uns den Souveniershop genau an, auch die horrenden Preise.
Und gehen ohne etwas zu kaufen ins Restaurant, wo nebst uns noch zwei Personen sind.
Der grossen Kamera nach sind sie auch Touristen auf der Jagt nach dem Wildlife von Costa Rica...das jedoch zeigt sich im Regen
nicht wirklich.
Wir bestellen und je eine heisse Schokolade, denn es ist recht kühl, geschätzt so um die 15°C.
Zum draussen unter Dach sitzen nicht sonderlich warm.
Nebst Pflanzen und Regentropfen ist hier jedoch nicht viel Interessantes zu sehen, nicht mal ein Jaguar taucht auf.

Oben und unten: Nein, das ist kein Jaguar, das sind Pflanzen und Regentropfen...

Und so besteigen wir bald mal wieder den Shuttle zum Parkplatz, wo wir noch kurz Toiletten checken und um Punkt 12:00 Uhr abfahren.
Die Strecke ist zwar lang, doch nebst einigen langsamen Lastwagen lange Zeit ohne Probleme zu bewältigen.
Sie führt uns wieder durch die halbe Welt, vorbei an Nazareth, Buenos Aires, San Francisco und San Jose, das aber nicht die
Hauptstadt von Costa Rica und auch keine Stadt in den USA ist.
Natürlich tanken wir diesmal lange bevor unser Benzin knapp werden könnte, dafür sorgt schon jemand auf dem Beifahrersitz, ohne dass
ich hier darauf eingehen möchte wer das sein könnte...nur so viel: Ich bins nicht...
Bald darauf müssen wir links abbiegen und nun beginnen die Schlagloch- und Schotterstrassen...
Das Vertrauen meiner Freundin in mein Navi ist so gross dass sie nebenher mit Google Maps mitnavigiert...
Irgendwann kommen wir am Arsch der Welt an und müssen dort nach rechts abbiegen, auf eine üble Piste über eine Wiese und dann steil
und rutschig und eng in ein Tal hinab, das dürfte dann wohl die Arschritze der Welt sein.
Zum Glück an den schlimmsten Stellen mit teilweisem Betonbelag.
Kaum unten angekommen gehts schon wieder steil nach oben und plötzlich stehen wir auf einer Wiese mit Autounterstand!
Es ist 14:09 Uhr und hier ist niemand ausser uns!
Und ich meine nicht nur keine anderen Gäste, auch kein Personal, keine Rezeption, kein Internet und kein Telefonempfang!
Aber beim aufs Handy schauen bemerke ich dass im Booking.com eine Nachricht reingekommen sein muss.
Die wurde offenbar während der Fahrt geladen und so kann ich sie lesen obwohl ich keinen Empfang habe.
Wir sollen also die Unterkunft per Paypal auf ein Konto bezahlen, auf das ich per Link zugreifen kann...
Danach würde ich erfahren wie ich in unser Häuschen komme und wie das Passwort des W-Lans ist.
Na toll, da wird der Bock zum Gärtner!
Ohne Internet kann ich nicht bezahlen also bekomm ich kein Internet...
Und überhaupt, welcher Mensch mit Hirn bezahlt einfach so auf ein unbekannten Konto...ich nicht!
Abgeschickt wurde die Nachricht auch erst kurz vor 14:00 Uhr, daran zu denken das am Tag vorher zu senden ist wohl zu viel verlangt!
Die checken offenbar nicht dass man hier unten keinen Empfang hat!
Und sowieso hat nicht jeder Tourist Internetempfang während der Reise!
Wir sind hier offenbar bei Schlaumeiern gelandet...und niemand ist hier!
Wir gehen auf dem Areal herum um eine Rezeption oder wenigstens ein sprechendes Lebewesen zu finden, selbst mit einem Papagei
wären wir da wohl schon zufrieden gewesen, aber wir sind allein.
ALLEIN!
Wir beschliessen wieder zur Strasse zu fahren und jemanden zu fragen, da kommt ein Auto über den Platz gefahren!
Haleluja!
Doch er ignoriert uns...
IDIOT!
Nach kurzer Zeit kommt er aber wieder zurück und ist hüpfe ihm fast vors Auto, so dass er fast anhalten muss.
Ich frag ihn ob er englisch spricht und er antwortet dass er nur spanisch spreche.
Na toll....aber irgendwie schaffen wir es ihn zu fragen ob er zur Unterkunft gehöre, was er bejaht.
Dann schaffen wir es irgendwie mit Händen, Füssen und Internetlosem Handy zu erklären dass wir hier nicht wissen wo wir
hin sollen, dass wir nicht bezahlen können, dass wir kein Handynetz haben usw.
Er aber hat Handynetz und ruft irgendwo jemanden an die englisch spricht, dann gibt er mir sein Telefon.
Nett!
Nur spricht die Dame nur englisch, zuhören jedoch ist nicht ihre Stärke...ich versuchs mehrfach zu erklären, sie schwafelt immer
wieder dasselbe was wir eh schon wissen, aber erst als ich laut werde hört sie endlich mal zu und realisiert dass wir ohne Internet
keine Zahlung im Internet machen können.
Sie verspricht uns einen neuen Link zu senden, was uns aber auch nichts nützt, da wir diesen auch nicht öffnen können, weil: kein Internet!
Am Schluss des längeren Gespräches sagt sie uns dass wir ja morgen bei einem anderen Hotel bezahlen können und nennt uns den Namen
'Arenal Palms Hot Springs Hotel' und gibt mir den Code fürs elektrische Türschloss...
Nun fehlt nur noch das Hüttchen, denn wo das ist haben wir bisher auch noch nicht herausgefunden!
Zum Glück kann uns der Telefon-Helfer zeigen wo wir suchen sollen, und tatsächlich, ganz zuoberst hinter den Büschen ist ein klein
wenig des Dachspitzes eines Hüttchens zu erkennen!
Halleluja, wir müssen nicht im Freien schlafen!
So gehen wir rauf und tatsächlich finden wir auch den zum Dachspitz gehörenden Rest des Hüttchens!
OK, ein Baumhaus wie wir es uns aufgrund der Fotos und der Beschreibung vorgestellt haben ist es nicht, aber sieh selbst:

Oben: Blick vom Zimmer auf den kleinen Pool. Die Beschriftung ist nur vom Zimmer oder seiner Terrasse her zu sehen...

Oben: Blick von der Eingangstüre ins grosse, sehr hohe Zimmer, das man nach steilen Steigungen und einer Treppe erreicht.

Oben: Die Nasszelle

Oben: Das Zimmer von der Nasszelle aus gesehen. Links wäre noch ein Schrank mit Kühlschrank, Kaffeemaschine und Mikrowellenherd.

Oben: Hier sieht man sogar einen Teil des herdlosen Küchenblockes.

Oben: Hier also ist unser Hüttchen im Bild...im Ernst, das da ist die Ansicht unseres Hüttchens von da wo man herkommt!
Wie soll man das ohne Schilder und Leute vor Ort und ohne Internet weil ohne Handyempfang finden???
Nachdem wir das Häuschen bezogen haben suchen wir den Weg nach La Fortuna, denn irgendwo müssen wir ja was zu Abend essen.
Und in einer Stadt ist die Chance auf ein Restaurant grösser als im Dschungel...denken zumindest wir.
Also mit dem Auto wieder ins Tal runter und die steile Strecke mit den zwei Betonpassagen rauf, über die Wiese und die Schlaglochpiste
und schon wissen wir nicht mehr wohin, also in die Richtung, aus der wir gekommen sind.
Bald wissen wir aber nicht mehr woher wir gekommen sind und darum heissts: Navi einschalten.
Es führt uns tatsächlich nach La Fortuna!
Die Stadt ist schon aus dem Auto heraus gesehen stressig, also parkieren und zu Fuss lostigern.
Souveniershops, Tourirestaurants, hektische Menschenmassen...das kann ich verkraften wenn die Stadt schön oder zumindest interessant ist!
La Fortuna ist aber nur Stadt, nicht schön, nicht interessant.
Meine Freundin merkt mir an dass ich mich sehr unwohl fühle, ich bin zu wenig Lügner um so was verbergen zu können.
Bald schaffen wirs uns für ein Restaurant zu entscheiden, Platz hats aber nur an der Bar, der Rest ist reserviert.
Na dann essen wir halt an der Bar...

Oben: Mein Abendessen in der nervigen Stadt La Fortuna...nicht meine Welt!
Nach dem Essen noch einen Kaffee und dann fahren wir wieder zurück zu unserem Häuschen im Busch.
Diesmal von Anfang an gemäss dem Navi, und so sind wir in fast schlaglochlosen 22 Minuten schon dort, während wir auf dem Hinweg
34 Minuten gebraucht und gefühlt 173'869 Schlaglöcher umfahren haben.
Dort angekommen gehen wir noch kurz auf die Terrasse und hören zu ob wir was Urwaldmässiges hören, doch es bleibt, von einigen
Quakern abgesehen, unerhört.
Also gehen wir ins Bett.
Buenas Noches!
Tag 14: Am Lago Arenal und seinem Vulkan
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Die Noche war buena!
Und so bereiten wir unser Frühstück auf der Terrasse zu, mitten im Grünen!
Hoffen wir mal dass uns kein Affe oder irgend ein Vogel etwas wegfrisst bis wir alles rausgetragen haben...
Schon schön so zu frühstücken!

Oben: Frühstück im Grünen...

Oben: Zwar weder Affe noch Vogel, und stibizt hat er uns auch nichts, aber er beäugt uns schon aufmerksam...
Kolibris flitzen vorbei und bevor man sie fotografieren kann sind sie schon wieder weg...
...nervöse Viecher...
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu dem anderen Hotel um zu bezahlen.
Da ich nur den Namen habe google ich mal und sehe dass das Hotel nahe Alajuela liegen muss...das kann doch nicht deren Ernst sein!
Da ich jetzt ja dank W-Lan Internet habe schreibe ich denen mal meine Meinung und schon bekomm ich bessere Infos, so dass ich auch
das richtige Hotel finde.
Nicht anhand des Namens, denn das Hotel ist zu dem Zeitpunkt auch nicht in Google Maps (das tu erst ich rein) sondern anhand der
Wegbeschreibung die ich im Google Maps versuche nachzuvollziehen!
Und tatsächlich, das Hotel steht da wo ich es vermute und es ist sogar jemand vom Personal vorhanden!
Ein sympathischer, lustiger Kerl, ein Flüchtling aus Kuba der sich hier in Costa Rica ein neues Leben aufbauen will.
OK, er ist nur ein Angestellter und nicht der Chef, aber Angestellt zu sein ist ja schon mal ein Vorteil bei diesem Ziel!
Wir bezahlen und schauen uns das kleine Hotel an, würde uns auch gefallen.
Vor allem meine Freundin wäre lieber hier als in unserem einsamen Hüttchen.
Aber nun können wirs auch nicht mehr ändern und meine Freundin schlägt vor nach Arenal zu fahren.
Ist mir auch recht, zumal die Fahrt entlang des Sees auch ganz schön ist.
Also gebe ich 'Arenal' ins Navi ein und schon düsen wir los, immer schön den Schlaglöchern ausweichend.
Wir fahren so dahin, links von uns liegt der See faul rum, da fragt mich meine Freundin wo ich denn hinfahre!
Ich staune und sage 'nach Arenal'!
Sie staunt auch und sagt dass ihr Handynavi sage dass es nicht hierdurch gehe...
Wir diskutieren etwas hin und her, sie nervt sich weil sie meinem Navi nicht vertraut und ich nerv mich weil sie mit ihrem Handy
immer wieder mein Navi überprüfen will.
Wir haben halt auf der Osa-Halbinsel die Erfahrung gemacht dass mein Navi die sinnvollste Strasse nach Drake nicht kannte, warum
auch immer, immerhin hab ich zwei Tage vor dem Abflug die neueste OpenStreetMap heruntergeladen und aufs Navi getan.
Und mit ihrem Google Maps habe ich erst vor einem Jahr sehr schlechte Erfahrungen gemacht, da war nicht nur eine Strasse unbekannt,
da war eine ganze Gegend unbekannt!
Und letztes Mal hat man uns hier in Costa Rica auch gesagt dass Google Maps nicht zu gebrauchen wäre.
So herrscht wegen diesem Mist etwas schlechte Stimmung, aber wir wären nicht wir wenn wir uns nicht schnell wieder
zusammenraufen würden.
Wir fahren an einer nach Berner Oberland aussehenden Farm eines Schweizers vorbei, die sogar eine eigene Eisenbahn zu bieten hat.
Im Google unter 'Pequena Helvecia', 'Hotel Los Héroes' oder 'Tren Turistico Arenal' zu finden.
Aber offenbar kann man die nicht mehr besuchen, wir nehmen an dass der Besitzer zwischenzeitlich nicht mehr fit genug ist
die zu unterhalten.
Weiter gehts und schon bald kommen wir in 'Nuevo Arenal', der Stadt die mein Navi als 'Arenal' gefunden hat, an.
Wirklich schön ist die Stadt ja nicht, aber in Costa Rica erwarte ich auch keine schöne Stadt.
Trotzdem parkieren wir und gehen an einer deutschen Bäckerei/Cafeteria vorbei zu einem Souvenierladen, den wir natürlich
ausgiebig nach Kleinigkeiten für ihre Enkeltochter, also meine 'GrossClaudioTochter'.
Faultiere aus Plüsch ohne Knopfaugen zum Beispiel.
Nicht dass sie noch die Augen abreisen und verschlucken könnte...
Sie wird zwar mit zwei, drei Dingen fündig und was zu knabbern finden wir auch, aber schon bald fahren wir wieder zurück um am
See in einem Restaurant etwas gemütlich zu sitzen
Beim dritten Restaurant, das zum Hotel La Mansion Inn Arenal gehört, passts dann für uns und zu unserer Überraschung haben die sogar
einen Gartenplatz mit Seesicht zu bieten!
Und nicht nur das, es gibt noch zwei weitere Überraschungen!
Aber erst genehmigen wir uns zwei schöne Moktails und schauen uns den Garten und Poolbereich an, denn hier kann man auch übernachten...
...was wir erst jetzt bemerken, denn bisher gingen wir davon aus dass es sich hier nur um ein Restaurant handelt.
Gut zu wissen!
Vielleicht nächstes Mal...

Oben: Vor uns liegt der Garten am Boden rum und weiter unten der See...schon schön hier!

Oben: Vögelchen und Pflanzen hats auch...
Wir sitzen so und schauen so und denken so vor uns hin, da entdecke ich einen Tukan auf der Palme vor uns!
Nicht dass noch nie jemand einen Tukan gesehen hätte, also nicht entdecken im Sinne von Kolumbus und Amerika, aber er ist da!
Und er bekommt auch keine nassen Füsse als wir näher kommen, ich jedoch bemerk dabei dass ich einen nassen Hintern habe!
Hallo???
Wieso bemerk ich das erst jetzt?
Bin ich doch tatsächlich auf ein nasses Polster gesessen ohne es zu merken...immerhin ist klar dass die Flüssigkeit nicht von
vorne kommen kann, denn dort ist alles trocken.
Ich wusste das ja, aber von hinten könnte man schon meinen ich hätte...
Zum Glück interessiere ich mich nicht sonderlich stark für die Vermutungen und Vorurteile anderer Menschen...
Zurück zum Tukan!
Der sitzt immer noch!
Wohl weil ein Milan über ihm kreist und wir da wohl sympathischer rüberkommen als jener Vogel...

Oben: Wie man sieht sieht man dass man Weihnachtsdecko und nicht nur einen Tukan sieht...

Oben: Alle schauen auf den Tukan, und niemand entdeckt das weisse Pferd...zumindest meine Freundin und ich sehen es erst jetzt
beim Reisebericht schreiben!

Oben: Der Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), auch Regenbogentukan genannt, hat offenbar vom langen Sitzen schon einen wundern Ar...

Oben: Gekonnt wird eine Palmfrucht eingeworfen...
Nach etwa zehn Minuten beim Tukan entern wir wieder das Autochen und düsen gemütlich um die Schlaglöcher kreisend weiter in Richtung
des Vulkans Arenal.
Dabei sehen wir am Wegesrand keinen einzigen Fussgänger mit nur zwei Beinen, aber welche mit vier Beinen schon!

Oben: Zwei, aber nicht -beinig sondern Nasen inklusive Bären!

Oben: Ganze Gruppen von Coatis sind hier an und auf der Strasse unterwegs!

Oben: Endlich mal ein halbwegs guter und halbwegs wolkenfreier Blick auf den Arenal-Vulkan!
Da der Tag noch jung ist, es ist ja erst 14:15 Uhr, fahren wir von der Hauptstrasse weg in Richtung des Arenals und sehen auf dem
Weg Werbeschilder für eine Schmetterlingsfarm, das machen wir uns zum Ziel!
Also allen den Schildern nach und dabei nicht die Schlaglöcher übersehen, denn die Strasse hier hat schon einige davon zu bieten!
Und je näher wir dem Arenal kommen umso mehr!
Irgendwann aber ist die Piste so schlecht dass meine Freundin nicht mehr weiter fahren will, und da hier aus der Erinnerung von
2019, als wir schon mal hier waren und die Piste zwar auch schon schlecht (aber viel besser als heute) war, kann da hinten nur noch
die eine Farm sein wo wir 2019 etwas getrunken haben.
Und die Schmetterlingsfarm ist auch schon länger nicht mehr angeschrieben gewesen...
Also umdrehen und etwas den Berg hinauf, denn da oben hats ein Gebiet wo man gut spazieren kann.
Bald ist die Strasse auch hier nur noch Piste und ich muss schon manchmal die ganze Strassenbreite nutzen um den Schlaglöchern auszuweichen.
Irgendwann kommen wir oben an und stehen an einer Schranke.
Der nette Schrankenwart erklärt uns dass es keinen Sinn mehr macht weiter hinauf zu fahren da schon bald Feierabend ist und wir doch besser
an einem anderen Tag wieder kommen sollen.
Dann drückt er uns einen Prospekt in die Hand, sagt was es kostet und schon sind wir wieder weg.
Was nun?
Meine Freundin googelt etwas rum und sagt dann dass man nahe Fortuna in einem Wellnesstempel mit heissen Quellen auch einfach nur
etwas essen kann und da wir eh früh essen wollen passt das doch.
Kurz vor La Fortuna erreichen wir das gegoogelte 'Baldi Hot Springs Hotel Resort & Spa' und ich biege auf den Vorplatz ab.
Einer der vielen Sicherheitsleute weist mich in einen Parkplatz ein, wir steigen aus und schon kommt einer der Sicherheitsleute
und sagt dass wir hier nicht parkieren dürfen!
Hä?
Da hat mich doch eben einer eingewiesen???
Und schon geht die Diskussion los, und schlussendlich sind sich die Sicherheitsleute auch mal einig dass wir doch etwas die Strasse runter
auf jenem Parkplatz parkieren sollen.
OK, machen wir.
Bei jenem Parkplatz hats dann ein Tor und zwei Sicherheitsleute.
Und die wollen uns nicht rein lassen!
Also alles erklären und vor allem sagen dass wir nur ins Restaurant wollen um etwas zu essen und schon bald öffnet sich die Schranke.
Echt, da wird die Sicherheit so was von gesichert dass selbst die Sicherheitsleute beim Sichern sicherlich an ihre Grenzen stossen...
Na ja, wir parkieren und gehen wieder zum Haupteingang.
Dort werden wir von einem Sicherheitsmann (von wem denn sonst?) angesprochen und gefragt was genau wir wollen.
Also sagen wir ihm dass wir nur ins Restaurant um etwas zu Essen wollen.
Dann bringt er uns zur Kasse und sagt jenem Sicherheitsmann dass wir nur ins Restaurant zum Essen wollen.
Dieser fragt uns ob wir nicht baden sondern nur ins Restaurant zum Essen wollen und ich bejae das.
Also sagt er das dem Herrn an der Kasse.
Der fragt uns wie viele Leute wir zwei denn wären und ich antworte minim verwirrt mit 'Dos Persones'...
Schon klimpert er etwas in den Computer und will dann 180$!
Mir fallen fast die Augen aus dem Gesicht und ich frage wofür denn die 180$ sein sollen, wir hätten ja noch gar nichts gegessen!
Da sagt er etwas verwirrt dass das der Eintritt in die Badewelt sei...
OK, ich erklär nun auch ihm dass wir nicht baden gehen wollen sondern ins Restaurant um etwas zu essen!
Da schaut er uns gross an und frag nochmals ob wir wirklich nicht baden wollen...
...GRMPFL!!! denkt sich mein gemartertes Hirn...
Dann aber, oh Wunder, können wir ohne zu zahlen und ohne noch mal sagen zu müssen dass wir nur ins Restaurant wollen um etwas zu
essen ins Restaurant gehen!
Haleluja!!!
Ich vermute mal die machen das so unendlich kompliziert damit man während der Prozedur mehr Hunger kriegt...hat geklappt!
Dass wir im Restaurant dann nochmals sagen müssen dass wir gerne was essen würden verwundert mich dann nicht mehr.
Recht schnell können wir bestellen (wir sind ja auch die Einzigen im Restaurant) und bekommen auch bald die Vorspeisen.

Oben: Erst mal etwas trinken, wir haben noch kaum was getrunken heute! Im Hintergrund einige der Becken mit einigen doch eher
US-Amerikanischen Touristen. Ich musste lange warten bis das Bild frei von Personen war...

Oben: Die Vorspeisen, wirklich sehr lecker!

Oben: Und auch die Hauptspeisen waren nicht zu verachten! Vom Essen her ist das Restaurant empfehlenswert!
Obwohl wir so früh dran sind wirds schon langsam dunkel als wir fertig sind und so darf ich im Dunkeln über die Schlaglochstrassen
holpern und tatsächlich beginnt es auch noch zu regnen, so dass die Schlaglöcher bald nicht mehr zu sehen sind.
Erst recht nicht bei dem Licht unseres Autos, das überallhin zeigt ausser nach vorne auf die Strasse.
Aber da wir nicht die Einzigen sind deren Licht lieber in die Augen des Gegenverkehrs oder auf den Wald nebenan leuchtet fühlen wir uns
gar nicht so einsam hier...
Echt, bei dem Geblende im Regen in der Dunkelheit kann man nur noch raten wo denn die Strasse sein soll und prompt plumpse ich in die
einzigen zwei Schlaglöcher während des ganzen Urlaubes!
Besonders freu ich mich auf die nasse Piste ins Tal hinunter und hinten wieder rauf zu unseren Hüttlein...wenns auch alles zusammen nur
vielleicht 50 Höhenmeter sind, so habens die in sich!
Aber wir schaffens!
Noch eine Flasche Wein, die wir in La Fortuna gekauft haben, geköpft und bald mal ins Heia-Bettchen.
Buenas Noches!
Tag 15: Wanderung im Arenalgebiet
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Da wir schon mal aufgehört haben zu schlafen erwachen wir kurzentschlossen und stehen schon bald mal auf.
Es ist Morgen und die Nacht ist vorbei, die wir drei gemütlich in unserem Häuschen verbracht haben.
...Moment...
Drei???
Ja, Drei!!!
Denn ein Gecko hat sich zu uns gesellt und in der Küche geschlafen!

Oben: Gecko in der Küche! Was will der da? Der soll gefälligst Insekten fressen oder zumindest Kaffee machen!
Nachdem sich der Gecko von uns zurechtweisen liess bereiten wir unser Frühstück im Grünen vor.
Natürlich lässt das diverse Getier uns nicht in Ruhe, wobei die Kolibris besonders unnett sind.
Denn die schwirren so nervös von Blüte zu Blüte dass wir sie nicht fotografieren können.
Nicht mit dem Handy und schon gar nicht mit der grossen Kamera!
Fies!

Oben: Er hält zwar still, aber er kann sich nicht zwischen Eichhörnchen und Kuckuck entscheiden: der Eichhörnchenkuckuck (Piaya cayana)
Nach dem Frühstück schauen wir dass wir bald mal abfahren können, denn wir wollen heute am Arenal wandern gehen!
Zumindest in dessen Nähe, darum starten bald mal den Weg durch den Busch zu unserem Autochen.

Oben: Blick von unten zum nicht so versteckten Nachbarhaus, das wie unseres mehr an ein Vogelnest als an ein Haus erinnert.

Oben: Blick vom selben Standort zu unserem Häuschen...minim versteckter!
Wir fahren also wieder los, wie immer holpern wir ins Tal runter und hinten wieder hoch, dann über den Feldweg zur Schlaglochstrasse
und von dort zur Strasse zwischen Chachagua und La Fortuna, wo wir rechts in Richtung La Fortuna abbiegen.
In La Fortuna biegen wir gleich mal links ab und schon sind wir fast aus der Stadt raus!
Auf Höhe des Lago 'los Patos' biegen wir links auf die Schlaglochpiste ab und fahren dort, immer den Schlaglöchern ausweichend,
über die Brücke des 'Rio Agua Caliente', nach dem wir geradeaus den Berg hoch fahren.
Schon bald ist mit den Löchern im Teer vorbei, denn es hat da keinen Teer mehr, nur noch Löcher mit Erdpiste drumherum.
Da diese schön mit Steinen und Felsen gespickt ist werden wir heute auch noch gratis massiert, herrlich!
Bald sind wir an der Schranke von gestern und bezahlen den Eintritt, anschliessend holpern wir rauf bis zu den Parkplätzen, die aber
schon gefüllt sind.
Nicht weil so viele Leute hier wären, sondern weil so viele Leute hier wie Höhlenbewohner auf Speed parkieren!
1,7m Abstand zum Nächsten links, 1,8m Abstand zum nächsten rechts, Toll!
Na ja, ich finde am Strassenrand ein Plätzchen, wo wir niemanden stören und stelle unseren Kleinen dort nahe der Cafe & Smoothie Bar hin.
Schnell die Sandalen aus- und die Wanderschuhe angezogen und schon bald kanns losgehen!
Auf gut ausgebauten Wegen gehen wir in den Wald in Richtung eines Wasserfalls.

Oben: Unsere Wanderschuhe an einer Pflanze am Wegesrand...und irgendwas ist da drin...nur was?

Oben: So richtig zu erkennen ists nicht, ists eine Schlange, ein Frosch oder nur Dreck? Fragen über Fragen...ich könnt ja reingreifen
oder zumindest näher ran, aber wenn mir dann ein giftiger Frosch ins Gesicht springt oder eine ebenfalls giftige Schlange in die Nase
beisst freu ich mich auch nicht mehr über mein neues Wissen...
Was soll ich übers Wandern gross schreiben...man setzt einen Fuss vor den Anderen und das bitte in brauchbaren Schuhen, verletzt
sich nicht dabei, hält die Augen offen und hat Wasser dabei.
Vollgeladenes Handy schadet auch nicht wirklich, wenn auch eher als Notfalltelefon und Taschenlampe für Notsignale denn als Internetverbindung.
Also kommen jetzt vor allem Bilder:

Oben: Zum Wasserfall 'Catarata Danta' gehts steil runter und danach denselben Weg steil rauf...

Oben: Oben angekommen gehen wir über eine stabile Hängebrücke (Meine Freundin geht nicht über jede Hängebrücke, über die schon)
Danach sehen wir den Wasserfall von der anderen Seite von oben.

Oben: Um 180° gedreht siehts fast schon wie in der Schweiz aus...Costa Rica wird ja auch 'die Schweiz Mittelamerikas' genannt...

Oben: ...nur dass es in der Schweiz Europas keine freilebenden Bananenstauden gibt...

Oben: ...und die Wälder etwas langweiliger aussehen, weil sie grösstenteils fast Monokulturen sind.

Oben: Blick zurück auf den Arenal oder das was die Wolken davon nicht verstecken...

Oben: Offenbar hat mein pöser Blick die Wolken etwas verunsichert und sie haben begonnen sich zurückzuziehen, wolke weiss ja nie!

Oben: Schon schön hier!

Oben: So unaufgeräumt würde sich in der Schweiz kein Baum freiwillig zeigen...aber mir gefällts!

Oben: Schöne, wild verwachsene Äste und Bäume wo man hinsieht!

Oben: Und dann auch mal wieder ein Wald mit einem kleinen Wasserfall, zu dem wir natürlich hinstolpern!

Oben: Da hinten ist er! Auch wenn er kein Rheinfall ist ist auch er kein Reinfall!

Oben: Gemütlich plätschert er vor sich hin...

Oben: Und auch hier wimmelt es von Regenbogenbäumen, wunderschön!
Auf dem Rückweg kommen wir wieder an einem Busch vorbei wo wir schon auf dem Hinweg kurz einen Kolibri gesehen haben.
Und jetzt sehen wir wieder einen!
Was heisst einen, mindestens fünf Kolibris schwirren hier herum!
Ich schnapp mir die Kamera und schiess drauf los!
...dummerweise erfolglos...
Also erinnere ich mich daran dass meine Freundin auf unserer ersten Reise mit ihrem alten iPhone einen Kolibri erwischte, während
ich mit meiner Kamera keinen einzigen erwischt habe...
....also schnapp ich mein Handy und siehe da:

Oben: Mit dem Handy klappts, wohl weil das mit seiner eigentlich schlechten Blende einen viel grösseren Schärfebereich hat!

Oben: Klar ist nicht jedes Bild perfekt... (Das dürfte eine Braunschwanzamazilie (Amazilia tzacatl) sein)

Oben: ...aber die Vögelchen sind zu erkennen!

Oben: Hier behaupte ich mal dass das eine Schwarzschopfelfe (Lophornis helenae) ist!

Oben: Das dürfte nochmals eine Braunschwanzamazilie (Amazilia tzacatl) sein, diesmal von hinten!
Die Kolibri-Fotos feiern wir bei einem Smoothie in der Caffee- und Smoothie-Bar der Anlage.
Die Smoothies schmecken uns zwar gar nicht, weil sie irgendwie nach Pommes-Frittes riechen und etwas ölig sind, aber wir freuen
uns trotzdem über die Vögelchen!
Nach den schlechten Smoothies gehen wir noch kurz in die kleine Ausstellung im Nebenraum und lesen da viel Interessantes, einige
der Infos habe ich sogar fotografiert um sie hier zu zeigen:

Oben: Auf diesem 3d-Relief sieht man schön wie Costa Rica aufgebaut ist und wo die Berge und Vulkane zu finden sind.

Oben: Hier die Karte der Wanderwege da oben am Arenal

Oben und Unten: Die Eulen Costa Ricas


Oben: Typische Vögel Costa Ricas...aber bei weitem nicht alle!

Oben: Eine beeindruckende Übersicht der geschützten Zonen dieses Landes!
Dann besetzen wir wieder unseren kleinen Hopser und fahren heimwärts.
Dort schmeissen wir uns erstmals in den kleinen Pool auf der Terrasse und bleiben nicht lange alleine!

Oben: So siehts aus dem Pool aus...
So sitzen meine Freundin und ich im Pool, spielen etwas mit den Wasserdüsen und der Luftbeimischung rum und plötzlich fühlen wir
uns beobachtet, als wären wir nicht mehr allein!
Ein Spanner, ein Einbrecher, die CIA???
Ich nehm das Handy, starte die Videokamera und erblicke den Eindringling bald!

Oben: Zum Schluss noch ein Foto vom Eindringling!
Schon schön wenn man im Pool sitzend beblubbert wird und gleichzeitig noch Wildlife filmen kann!
Hat man nicht überall!
Nach vielleicht einer halben Stunde dem Eindringling zuschauen beschliessen wir Hunger nicht nur zu bekommen sondern auch abzuwehren,
indem wir Esswaren in uns reinstopfen!
Um das zu machen entsteigen wir dem Pool, lassen den Eindringling allein und fahren zum 'Restaurante Ross' (10°24'33.3"N 84°35'59.4"W)
nahe des Ortes Chachagua.
Eigentlich eine Terrasse mit Dach, Küche und Toilette, aber es hat gute Bewertungen.
Wir werden gleich vom Betreiber empfangen und bekommen von ihm einige Tische vorgeschlagen.
Auch wenn das parlieren etwas schwer fällt da er kaum englisch spricht und wir noch weniger spanisch sprechen schaffen wir es
eine Speisekarte zu bekommen und etwas zu bestellen.
Und das alles sehr angenehm, er ist ein wirklich zuvorkommender Gastgeber, so gut es die Sprachbarriere erlaubt.
Schon bald nach der Bestellung kommt die Vorspeise mitsamt den Getränken daher, än Guätä!

Oben: Die Vorspeise für uns beide und...

Oben: ...die Hauptspeisen, sehr lecker und zart, ein Lob an den Koch!
Dieses Restaurant kann ich definitiv empfehlen!
Gut, lokal, günstig und authentisch!
Doch irgendwann sind wir satt und müde, so machen wir uns wieder auf den Heimweg, schauen da noch kurz nach unserem Eindringling, den
wir im Dunkeln aber nicht entdecken und kriechen ins Bett.
Buenas Noches!
Tag 16: Warme Bäder und respektlose Influenzer
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Und auch unser letzter Tag den wir komplett in Costa Rica verbringen beginnt, schon fast traditionell, mit dem auf die Nacht folgenden Morgen!
Heute heissts 'pack die Badehose ein', denn wir haben eine Reservierung in den 'Tabacon Hot Springs' (10°29'18.8"N 84°43'23.9"W)
und freuen uns schon darauf!
Klar könnte man auch in einer frei zugänglichen Ecke eines heissen Flusses, von denen es hier mehrere gibt, baden.
Aber da herrscht Gedränge der Einheimischen und einiger Touristen, Parkplätze hats nicht, Restaurants hats nicht usw.
Aber erst wird gefrühstückt und davor Ausschau nach unserem Faultier gehalten.
Leider jedoch erfolglos, er ist entweder verfault oder weitergezogen, hu nous...
Da ich das kaum glauben kann geh ich noch kurz auf die Pirsch, wobei mir wieder mal klar wird wie schön in der Natur unser Häuschen liegt!

Oben: Blick von der Eingangstüre die Treppe runter, alles so schön grün hier, umwerfend!

Oben: Hinter dem fast sinnlosen Fenster neben der Kleinküche seh ich plötzlich etwas rumhuschen, schau genau und seh eine Krabbe!
Obwohl hier kein See und kein Meer ist!

Oben: Während des Frühstücks entdecke ich noch diesen Specht unweit von uns, er lässt sich nicht stören.

Oben: Unser Frühstückstisch im Pflanzenmantel...
Da die 'Tabacon Hot Springs' erst um 10:00 öffnen und wir bis dahin nichts mehr zu tun haben machen wir einen Zwischenstop im riesigen
Souvenierladen am Ortsausgang von La Fortuna an der Hauptstrasse in Richtung Arenal.

Oben: Von links nach rechts: Schaukelpferd für unser Enkelkind, Vespa für deren Mutter und Motorrad für den Vater...
Leider hatten wir nicht genug Platz im Gepäck...

Oben: Das ist nicht mal die Hälfte des Ladens!

Oben: Was es nicht alles gibt in Costa Rica...

Oben: Für diejenigen, die die Gegend nicht kennen: So sieht sie aus!
Gleich links des Rauches vom Arenal-Vulkan sind die 'Tabacon Hot Springs' zu sehen.
Und genau zu den 'Tabacon Hot Springs' fahren wir anschliessend!
Nur wer eine Reservierung hat darf da überhaupt aufs Gelände fahren und als wir ankommen staut es sich bereits bis auf die Hauptstrasse!
Um den Verkehr nicht unnötig aufzuhalten fahr ich dran vorbei und drehe dann um, so dass ich nicht alle anderen Autofahrer behindere.
Während ich da so vor mich hinfahre und umdrehe löst sich der Stau soweit auf dass ich zumindest auf das Grundstück fahren kann und
nur noch fünf Autos vor mit auf Einlass warten.
Penibel wird jeder kontrolliert, einige müssen wieder umdrehen, aber irgendwann sind auch wir dran!
Nur...
...unsere Reservation wird im Computer nicht gefunden!
Also rechts zur Seite fahren und warten bis sie unsere Reservation nach langer Telefoniererei doch noch finden.
Dann heisst es das Auto an einen Bediensteten übergeben, zusammen den Check nach Beulen und Kratzern machen und zu unterzeichnen
dass alles aufgeschrieben wurde.
Was bei unserem Auto dank einiger Beulen und Risse etwas dauert.
Wobei nicht ein Riss und auch keine Beule von mir stammt sondern alle schon waren.
Weder der Hund noch die Piste haben Spuren hinterlassen.
Dann endlich gehen wir rein und werden mit einem Melonenglace und einem Fruchtdrink sowie heissen feuchten Tüchern empfangen.
Dann bekommen wir je einen Badge um im Restaurant und an der Bar zu bezahlen und zuletzt noch einen Gutschein für ein Badetuch.
Dann wird uns die Anlage noch erklärt und dabei gesagt dass Fotografieren und Filmen erlaubt ist solange keine Menschen auf den Bildern
zu sehen sind.
Wir bestätigen dass wir uns dran halten und somit können wir endlich rein.
Es hat nebst 'normalen' Pools vor allem Bäche mit Becken, in denen man sich aufhalten kann, und das alles wunderschön in die
Natur eingebettet.
Erst spazieren wir durch die Anlage und machen einige Bilder.

Oben: Im Hintergrund der Saunabereich, den wir jedoch nicht betreten, denn es hat genügend andere Bereiche um sich zu entspannen.

Oben: Hier ist der Bach etwas wild, aber auch hier darf man baden gehen.

Oben: Überall hats Wege, Liegen und Badestellen, sehr schön gemacht.

Oben: Hier ein 'normaler' Pool mit Barbetrieb, wo wir uns erst eine Piña Colada in einer Ananass und Stunden später einen
Coco Loco in einer Kokosnuss genehmigen, während wir im warmen Wasser auf Bänken sitzen.

Oben: Die Liegen sind leider nach unserem Spaziergang schon weg, aber etwas abseits finden wir noch welche.

Oben: Hier einer der grösseren Naturpools mit Kiesboden.

Oben: Auch hier kann man sich herrlich das Wasser auf die Schultern prasseln lassen...

Oben: ...oder sich über die Abbruchkante legen und das Wasser über den Rücken fliessen lassen.

Oben: Einfach schön wenn man durchs Wasser zum nächsten Pool geht.

Oben: Wären nicht die Wege und hier die Lampe würde man meinen man ist in der Natur, nur dass es hier aufgrund der beschränkten
Anzahl Gäste viel weniger Leute hat als in den frei zugänglichen Naturpools.

Oben: Ausblick von einer Liege aus zum Wasser.

Oben: Bei uns im Garten und dort in der Natur...der kurze Regen zwischendurch schadet der Pflanze genausowenig wie der Besuch
eines Kronenhokko-Männchens (Crax rubra), den wir neben der Sauna kurz sehen dürfen.

Oben: Nach vielen Stunden Entspannung wirds auch hier mal Abend und die Stimmung wechselt von schön zu sehr schön.
Sehr schön wars!
Einzig ein Paar, die wohl so was wie Influenzer sind, haben genervt.
Die recht mollige junge Frau hat sich ohne Rücksicht auf Andere an den schönsten Orten geräkelt, während ihr Typ sie gefilmt hat.
Ich hab die schon früh gesehen und viele haben sich über die zwei genervt, aber keiner hat was dagegen unternommen.
Als sie dann bei uns in der Nähe waren und er sie in meine Richtung filmen wollte habe ich meine Missgunst in Wort und Gestik
ausgedrückt und er hats sofort verstanden und aufgehört zu filmen.
Sie hingegen hat beleidigte Blicke zu mir geworfen, die ich mit einem kopfschüttelnden Lächeln abgewehrt habe.
Ab da haben sie ihre Filmchen wenigstens nicht mehr bei uns in der Nähe gedreht.
Ansonsten haben sich alle recht rücksichtsvoll verhalten, wobei gewisse Kulturkreise halt einfach lauter sind als Andere.
Muss man akzeptieren, zumindest in gewissen Grenzen.
Irgendwann sind wir dann auch mal an die Trockenbar und haben uns ein Abendessen = zwei Pizzen bestellt und gemampft.
Anschliessend ins Auto und heimwärts, wobei sich wieder mal jemand mit offenbarer Todessehnsucht auf die Piste zu unserem Hüttlein
gelegt hat...und erst im letzten Moment geflohen ist!
Zum Glück, denn die Situation hatten wir schon dreimal und diesmal hab ichs wenigstens geschafft mit dem Handy ein (schlechtes)
Bildchen zu schiessen...

Oben: Wohl eine Weissschwanz-Nachtschwalbe...gute Tarnung schützt nicht vor Autoreifen...darum zum Glück rechtzeitig geflohen!
Zuhause trinken wir noch eine Flasche Bier und wärmen danach das Bett unter vollem Körpereinsatz indem wir unter die Decke kriechen.
Buenas Noches!
Tag 17: Fahrt zum Flughafen
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Direkt nach dem Schlafen erwachen wir beide und beginnen uns reisefertig zu machen, denn heute fahren wir zurück nach Alejuela und
geben das Auto ab.
Anschliessend gehts zum Flughafen und von da mit einem für uns ausstiegslosen Zwischenstop in Liberia nach Zürich-Kloten, wo wir am
nächsten Tag ankommen.
Aber erst noch frühstücken was da ist und natürlich die Körper hygienisieren, nicht dass der Pilot wegen uns in Ohnmacht fällt.
Anschliessend darf der starke Mann, und da ich der einzige bin muss das wohl entgegen meinen Wünschen ich sein, alle Koffer über
die Treppe und den steilen Abstieg runter zum Auto tragen.

Oben: Hier mal ein Bild des An/Abstieges, je nachdem woher man kommt. Rollkoffer nützen hier nichts...

Oben: Beim wieder hinaufgehen um das nächste Gepäckstück zu holen mach ich kurz Pause für Fotos der wuchernden Natur.

Oben: Fotos habe ich geschrieben, also Mehrzahl...
Um 07:27 Uhr fahren wir los, zum letzten Mal ins Tal hinunter und auf der anderen Seite wieder rauf und über den Feldweg in Richtung
La Fortuna, wobei wir vor der Stadt rechts abbiegen.
Doch diese Strasse ist eher eine der schlechteren des Landes, was meine Freundin wieder mal an meinem Navi zweifeln lässt.
Also schaut sie auf Google Maps nach und das sagt was Anderes als mein Navi...
Klar, denn wir haben uns nicht für die kürzeste Strecke mit vielen Baustellen und einem aktuellen Unfall entschieden sondern für
die fast ohne Baustellen, aber mehr Kilometern.
Nach kurzer Diskussion akzeptiert sie dass wir nach meinem Navi fahren, das ich ja im Blickfeld habe, was auf unbekannten Strecken
ein klarer Vorteil ist und damit für den Fahrer unnötigen Stress vermeidet, den ich immer habe wenn sie auf ihrem Handy navigiert,
da ich das nicht sehe sondern bestenfalls höre.
Und Stress kann ich heute wirklich nicht gebrauchen.
Nach einigen Nebenstrassen und Pisten erreichen wir die Hauptstrasse, wo wir rechts nach Süden abbiegen.
Auf der Strasse kamen wir schon von der Karibik her zu unserem Hüttchen, die lässt sich sehr gut fahren, kein Stau, kein Unfall, nichts!
So fahren wir bis nach 'Pital' und biegen dann rechts in Richtung 'Santa Rita' ab.
Auf der schmalen, eher nicht so guten Strasse bleiben wir bis wir in 'Rio Cuarto' nach links auf eine breitere, bessere Strasse
abbiegen, die uns nach 'San Miguel' führt, wo wir rechts abbiegen.
Diese kurvenreiche und teilweise steile Strecke führt uns zur einzigen Baustelle der ganzen Strecke, wo wir rund 15 Minuten stehen bleiben.
Kurz darauf erreichen wir einen Wasserfall und halten kurz an, die einzige freiwillige Pause der Fahrt.

Oben: Der 'Catarata de la Paz', wo wir eine kurze Pause einlegten um ihn zu fotografieren, maximal 5 Minuten...denn wir wollten
das Auto vor 12:00 Uhr zurückbringen!
Wir fahren weiter auf der Strecke bis 'Varablanca', wo wir links abbiegen.
Wären wir rechts abgebogen wären wir an unserer ersten Unterkunft vorbei gekommen, was ich aber erst zuhause beim Studium unserer
GPS-Aufzeichnungen bemerke.
Die Strecke die wir zwischen 'Varablanca' und 'Carrizal' fahren ist zwar nicht so steil wie wenn wir rechts über Poasito gefahren
wären, aber dafür wesentlich kurviger und mit mehr Verkehr.
Hätten wirs damals schon gecheckt wäre ich über 'Poasito' gefahren.
So aber biegen wir in 'Carrizal' rechts ab und sind dann schon bald in Alajuela.
Da hats natürlich viel mehr Verkehr, aber zum Glück keinen Stau.
So sind wir um 11:14 Uhr beim Europcar-Checkout, was dasselbe ist wie Europcar-Checkin...halt da: 10°00'17.1"N 84°10'55.1"W
Schnell alles ausladen und das Auto prüfen lassen, wobei kein einziger neuer Kratzer, keine Beule und auch kein neuer Riss gefunden
wird, was mich doch etwas erstaunt.
Obwohl ich selbst auch keinen gefunden habe, aber beim Riss am Frontspoiler war ich mich unsicher ob er durch den Hund nicht etwas
grösser wurde.
Schon bald sitzen wir vor dem Häuschen und warten auf den Transferbus zum Flughafen, den Europcar ohne Mehrkosten anbietet.
Auch der kommt schon bald und wir steigen nebst anderen Touristen ein und am Flughafen wieder aus.
Nun folgt was jeder Reisende kennt, Gepäck aufgeben und die Zeit totschlagen bis man boarden kann.

Oben: Zeit-Totschlagmenü am Flughafen von Alajuela/San Jose um 13:30 Uhr
Nach einigen Runden durch die DutyFreeShops und die Restaurants des Flughafens beginnt irgendwann tatsächlich das Boarding und
um 15:58 startet unsere Maschine den kleinen Hoppser in Richtung Liberia, wo wir eine Stunde lang rumstehen müssen.
OK, wir dürfen sitzen, wenn wir wollen, aber der Flieger muss rumstehen.
Und aussteigen dürfen wir nicht, obwohl auch aufgetankt wird.

Oben: Der Flughafen von Liberia...im Nachhinein hätten wir besser einen Oneway-Mietwagen genommen und wären ab Liberia zurückgeflogen
aber das wussten wir zum Zeitpunkt der Flugbuchung noch nicht, da wir damals noch eine andere Route im Kopf hatten.

Oben: Ein letzter Blick auf Costa Rica bevor die Sonne untergeht und uns im Flug 7 Stunden Zeit gestohlen wird...
Bald geht die Sonne unter, ich glaub wir sind noch über Costa Rica als das passiert.
Da man draussen nichts als dunkel sieht schau ich halt 'Die nackte Kanone (2025)', da ich die drei nackten Kanonen mit Leslie Nielson
wirklich hammermässig geil finde!
Auch Liam Neeson gehört zu meinen Lieblingsschauspielern, aber das hier...sorry...das ist schlicht Bullshit, an Dummheit und Humor-
losigkeit kaum mehr zu übertreffen!
Dazu die Tatsache dass die InEar-Kopfhörer der Airlines einfach nicht zu meinen Ohren passen und einen mehr als unterirdischen
Sound hergeben.
Teilweise sind die Texte dadurch kaum zu verstehen...
Nach dem Mist entdecke ich einen Film über das Leben von Bruce Springsteen, aber auch da ist der Klang so mies dass ich es vorziehe
erfolglos zu versuchen einzuschlafen.
Buenas Noches!
Tag 18: Landung und 'Home sweet Home'
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Irgendwann in der Nacht bin ich dann doch noch eingeschlafen, aber schon lange bevor wir Europa erreichen bin ich wieder wach.
Aus dem Fenster schauen ist auf der Strecke nicht ganz so interessant wir Nasenbohren, also beschäftige ich mich mit Gähnen und Augenreiben
bis die Küste zu sehen ist.
Netterweise verhüllt sich Europa jedoch unter einer Wolkendecke, wohl weil es da unten recht kalt ist.

Oben: Europas Empfang ist eher verhüllt als offen...
So wird der Restflug auch nicht interessanter, da hilft das Frühstück auch nicht wirklich weiter.
Um 11:33 Uhr landen wir 22 Minuten zu früh in Zürich Airport, holen unser Gepäck, essen noch was und sind um 12:57 im Zug sowie um
14:30 Uhr bei meiner Freundin zuhause.
Ende der Reise!
Fazit:
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-Flug: Gerne wieder mit Swiss/Edelweiss, aber wenns geht Zürich-San Jose und Liberia-Zürich, dementsprechend würd ich aktuell
die nächste Costa Rica-Reise planen.
-Auto: Nächstes Mal in Costa Rica wirds ein 4x4, sonst reisst mir meine Freundin mindestens der Kopf ab...
-Poas Paradiese: Gemütliche Unterkunft mit sehr nettem Gastgeber, etwas schlechte Zufahrt und kein Restaurant, 'nur' Frühstück.
Sehr grosses Zimmer mit Gartenanschluss, schöner Garten, schöne Aussicht, gerne wieder wenn wir in der Nähe sind.
-Las Cotingas Ocean View: Schönes Zimmer, sehr nette Bedienstete, steiler und langer Aufstieg, gutes Restaurant mit günstigen Menus,
schöne Aussicht vom Restaurant und vom Zimmer her, gerne wieder.
-La Casona del Cafetal: Überraschend im positiven Sinn! Schönes grosses Zimmer, schöner Garten, nette Bedienstete, schönes und gutes
Restaurant, tolle Lage für Ausflüge nach Carthago oder ins Orosi-Tal. Gerne wieder, auch allenfalls als erste Übernachtung mit Flughafentransfer.
-Termales Hacienda Orosi: Sehr schöne Anlage, da würd ich gern mal baden gehen.
-Cahuita Inn: Sehr schönes, grosses Zimmer, kleiner aber ausreichender Pool, viele Schattenbäume, das Restaurant ist ausreichend, die Lage
gut, der Polizeiposten als Nachbar gibt ein sicheres Gefühl. Gerne wieder, aber nächstes Mal probieren wir wohl mal was Anderes aus.
-Arenal Nest: Schönes Häuschen, leider etwas zu sehr zugewachsen und ohne Rezeption vor Ort. Schwieriges Einchecken, schwierige Komunikation,
schwierige Zufahrt, etwas abseits gelegen. Nur Selbstversorgung. Eher nicht mehr.
-Costa Rica: Gerne wieder, ein sehr schönes Land mit meist freundlichen Leuten, per Direktflug von Zürich aus erreichbar.
Hohe Kosten, vergleichbar mit der Schweiz, Zeitverschiebung mag ich aber nicht wirklich, sieben Stunden merkt man lange nach der
Heimkehr noch.
-Corcovado National Park: So wie wir es gemacht haben hat das mit Naturerlebnis nicht viel zu tun, würd ich nicht mehr machen.
Der Park selbst ist sicherlich sehr interessant, aber sicherlich nicht ab der 'Recepción Estación Sirena Corcovado'.
-Mangroventour Rio Sierpe: Absolut empfehlenswert! Vor allem wenn man das Glück hat dass die anderen Gäste nicht kommen und man dann
so wie wir sozusagen eine Privattour hat.
-Cahuita National Park: Wunderschön, nur leider diesmal durch einen Sturm stark beschädigt. Gerne Wieder.
-Santuario de Perezosos de Costa Rica (Faultierpflegestation Cahuita): Sollte unterstützt werden, aber mehr als einmal muss man das
nicht sehen.
ENDE DES REISEBERICHTES!
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